18.06.2018


Die Vampire laden zum Tanz – und mit dabei die Klasse 8c


Einen Klassenausflug der besonderen Art erlebte kürzlich die Klasse 8c gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Christina Leibundgut und ihrem Musiklehrer Christoph Zirfas. Das Ziel war die schöne Stadt Köln und der Besuch des Musicals „Tanz der Vampire“.

Nachdem die Klasse im Musikunterricht das Musical mit Begeisterung behandelt hatte, entstand der Wunsch dieses live erleben zu können. Gesagt, getan! Am Mittwoch vor Fronleichnam machte sich die Gruppe nach der 4. Unterrichtsstunde mit dem Zug auf nach Köln. Nach dem Verlassen des Hauptbahnhofes beeindruckte sogleich das imposante Gebäude des Kölner Doms. Mit seinen zwei 157 m hohen Türmen ist es das Wahrzeichen und der Mittelpunkt der Stadt am Rhein. Da es für einige Schülerinnen und Schüler der erste Besuch in der Domstadt war, wurden sofort die Kameras gezückt. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine weitere beliebte Sehenswürdigkeit – die Hohenzollernbrücke. Seit mehreren Jahren gibt es den Brauch, dass verliebte Paare ein kleines Vorhängeschloss am Geländer dieser Brücke befestigen, um sich die ewige Liebe und Treue zu schwören. Bei den Schülern entstand bereits im Vorfeld die Idee ebenfalls ein solches Schloss an der Brücke zu befestigen. Nachdem neben den tausenden kleinen und bunten Vorhängeschlössern noch ein freies Plätzchen gefunden wurde, wurde das „Klassen“-Schloss mit der Aufschrift „Best Class“ angebracht. Der Schlüssel wurde traditionsgemäß gemeinsam in den Rhein geworfen. Für die Klasse war es ein besonderer Moment, der ihr Zusammengehörigkeitsgefühl auf symbolische Weise verdeutlichte. Im Anschluss hatten die Schüler Zeit die Kölner Innenstadt in Kleingruppen zu erkunden und das vielfältige Shopping-Angebot zu nutzen.

Am späten Nachmittag traf sich die Gruppe erneute an der Domplatte, denn nun wartete das Highlight des Tages: Der Besuch im Musical Dome mit dem „Tanz der Vampire“. Die Atmosphäre im Foyer des Musicalhauses beeindruckte die Schüler und steigerte die Vorfreude immens. Anschließend wurden die Plätze im großen Saal eingenommen und kurze Zeit später sorgten die ersten Klänge des Orchesters für Gänsehaut. Mit mehr als 8 Millionen Zuschauern gehört „Tanz der Vampire“ zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Musicals – denn wenn die Vampire zum Tanz einladen, dann geht es um ganz große Gefühle. Die Handlung dreht sich um den etwas kauzigen Wissenschaftler Professor Abronsius, der in Transsilvanien nach den ebenso sagenumwobenen wie gefährlichen Vampiren sucht. Dort begegnet er unter anderem der schönen Wirtstochter Sarah, auf die der blutrünstige Graf von Krolock bereits ein Auge geworfen hat. Auch Alfred, der junge Gehilfe von Professor Abronsius, verliebt sich sofort in die junge Frau. Doch dann lockt Graf von Krolock die Angebetete auf sein Schloss. Wird er sie mit seinen Schmeicheleien, seinen magischen Fähigkeiten und seinem düsteren Charme für sich gewinnen können? Und was wird aus Alfred und Professor Abronsius? Durch diese Mischung aus Spannung und Humor, die aufwendigen Kostüme, das stimmungsvolle Bühnenbild und die bewegenden Songs, wie zum Beispiel „Totale Finsternis“, „Unstillbare Gier“ und „Draußen ist Freiheit“, wurden die Schüler schnell in den Bann dieses Musicals gezogen. Wie im Fluge verging die Zeit. Beim großen Finale hielt es die Schüler nicht mehr auf ihren Plätzen. Mit Standing Ovations würdigten sie die Leistung der Darsteller und Musiker. Am Ende blieb noch ein bisschen Zeit, um einen Blick in den Orchestergraben zu werfen und ein Gruppenfoto vor der Bühne zu machen.

Mit dem Zug ging es am späten Abend zurück nach Oberwesel. Im Gepäck: Viele Erinnerungen an einen wunderbaren Klassenausflug.






18.06.2018


Klasse 7b unterwegs in einer echten Herzensangelegenheit


Auch in diesem Jahr hatten die Oberweseler Schülerinnen und Schüler großes Glück: Sie ergatterten einen Platz bei der beliebten Kinderakademie Gesundheit. Aufgrund der großen Resonanz für diese Rheinland-Pfalz-weite Veranstaltung wurden die teilnehmenden Klassen ausgelost. Die Klasse 7b konnte somit zusammen mit ihren Lehrerinnen Christina Leibundgut und Verena Pitzen Ende Mai der Einladung der Stiftung Mainzer Herz in die Universitätsmedizin Mainz folgen.

Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen präventiv sowohl Verständnis als auch Verantwortung für den eigenen Körper zu vermitteln. Dafür bietet sie mit der Kinderakademie Gesundheit ein umfangreiches Programm an, in dem die Herz-Kreislauf-Physiologie und vor allem der Risikofaktor Rauchen thematisiert wird. Die Stiftung zeigt sich dabei äußerst großzügig, da alle Kosten inklusive der Busfahrt und einem gesunden Mittagessen übernommen werden.

Angekommen in Mainz beeindruckte zunächst der große Empfangsbereich des Zentrums für Kardiologie und schließlich Prof. Dr. Münzel, ein Herzspezialist, der die Schüler standesgemäß im weißen Arztkittel begrüßte. Nach einer kurzen Vorstellung kam er schnell mit den Jugendlichen ins Gespräch und konnte sie durch einen informativen Vortrag über das Rauchen und seine Gefahren schnell für sich gewinnen. „Wer hat schon einmal geraucht?“, „Wer weiß, was eine Shisha ist?“, „Ist Passivrauchen eigentlich gefährlich?“, „Wer hat als Kind Schoko-Zigaretten „geraucht“?“, usw. Durch solche Fragen bezog er die Schüler immer wieder in seine Ausführungen mit ein. Gerade die letzte Frage war nicht unerheblich. Er erklärte den Schülern, dass Schokoladen-Zigaretten im Kindesalter dazu führen, dass man später eher zur „echten“ Zigarette greift. Außerdem wusste er viel über die Tricks der Tabakindustrie zu berichten. Häufig findet man Zigarettenautomaten in direkter Nachbarschaft zu Kaugummi- und Süßigkeitenautomaten. Auch darüber werden bereits Kinder und Jugendliche zum Rauchen verleitet. Als weiteren Schwerpunkt thematisierte er das Shisha-Rauchen, das oftmals als ein harmloser Ersatz zum Rauchen von Zigaretten dargestellt wird. Weit gefehlt! Prof. Dr. Münzel konnten den unglaublichen Gegenbeweis aufzeigen: „20-30 Minuten Shisha-Rauchen entspricht dem Konsum von 100 (!) Zigaretten.“ Die Schüler waren schockiert. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto verabschiedete sich der sympathische Mediziner von den Schülern.

Anschließend hatten die Jugendlichen Zeit das Herz-Kreislauf-Spiel auszuprobieren. An verschiedenen Mitmach-Stationen lernten sie einiges über die Funktion von Herz, Lunge und Kreislauf. Unterstützt wurden sie dabei von zwei Studentinnen der Universitätsmedizin Mainz, die bei aufkommenden Fragen Rede und Antwort standen. An einer Station konnten beispielsweise die Auswirkungen von Rauchen auf die Lungenfunktion nachempfunden werden. Die Schüler atmeten einmal ohne und einmal mit eingeschaltetem Widerstand aus. Hier erfuhren sie, wie z.B. chronisches Rauchen das Ausatmen erschwert.

Im Anschluss wurde die Arbeitsweise des Herz-Kreislauf-Systems durch den Vortrag einer Ärztin vertieft und schließlich die Bestandteile des Herzens am begehbaren Herzmodell veranschaulicht. Das gegenseitige Abhören der Herztöne wurde danach durch Stethoskope ermöglicht. Der gesunde Imbiss, der für die Gruppe angeboten wurde, kam nun wie gerufen, denn so viel Wissens-Input macht hungrig.

Nach dieser Stärkung stand die Thematik „Wiederbelebung / Reanimation“ auf dem Programm. An einer Übungspuppe demonstrierte eine weitere Ärztin den Schülern die wichtigsten Schritte der „Ersten Hilfe“. Sie betonte die immense Wichtigkeit der Wiederbelebung, bei der man mit einem geringen Aufwand so viel Gutes tun kann. Viele Schüler verfügten bereits über Vorwissen, das sie aktiv einbrachten. In Kleingruppen wendeten die Jugendlichen das Gelernte schließlich an Übungspuppen an und vertieften so die einzelnen Handlungen. Eine Abschlussrunde beendete die Kinderakademie Gesundheit in Mainz. Mit viel Wissenswertem über den eigenen Körper und dem Bewusstsein dass es diesen besonders zu schützen gilt, trat die Gruppe die Rückfahrt nach Oberwesel an. „HERZ“lichen Dank an die Stiftung Mainzer Herz für diesen tollen Tag!






08.06.2018


Afrikaparcours und Infomobil wecken Schülerinteresse


Am Dienstag, 10. April 2018, besuchten fünf Mitarbeiter des Vereins „Aktion Tagwerk“ die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel. Dabei sind dies meist Freiwillige, die ein soziales Jahr ableisten. Diese Aktion begleiteten zwei Volontäre aus Südafrika, die für soziale Projekte Werbung in Deutschland machen und ihr Heimatland Südafrika vorstellen.

Für vier Klassen der Klassenstufe 5 und 6 wurde ein Afrikaparcours aufgebaut. Dort konnten die Schüler Schulkleidung anprobieren, mit afrikanischen Trommeln spielen, Bastkörbe auf dem Kopf transportieren oder in Fühlkästen den Tastsinn schärfen. Dieser Parcours regte die Schüler zum Beispiel zu kleinen Musikstücken an und sie spielten bekannte Lieder wie „We will rock you“ von Queen in einer Kleingruppe nach.

Der Vortrag der beiden englischsprechenden Volontäre zeigte interessante Aspekte aus Südafrika. Die beiden jungen Männer tanzten u.a. den Pantsula-Tanz vor und zeigten so lebendige Kultur der südafrikanischen Jugend. Ebenso wurde bei einer Power-Point-Präsentation darauf hingewiesen, dass die Schüler mit geringen Mitteln schon gute Hilfe in Afrika bewirken können. Mit 5 Euro kann sich eine Kinderfamilie in Ruanda für ein ganzes Jahr Saatgut leisten und sich damit ihre Nahrungsgrundlage sichern.

Der Aktion-Tagwerk-Tag findet in diesem Jahr am Dienstag, 19. Juni 2018, statt. Es erfreut die Schulgemeinschaft, wenn viele Schüler an diesem Tag arbeiten und den Betrag zu 50% für die Aktion Tagwerk spenden; die andere Hälfte kommt der Partnerschule in Ruanda zugute.






08.05.2018


Beautiful London


Wie bereits in den Vorjahren, machten sich auch in diesem Jahr wieder 29 interessierte Schülerinnen und Schüler der Mittelrhein Realschule plus Oberwesel auf den Weg nach London. Begleitet von Frau Hartenfels und Frau Nemitz wollten sie die facettenreiche Metropole an der Themse erkunden. Nach einer etwa 14-stündigen Anreise erwartete uns London leider mit typisch britischem Wetter: Regen und Nebel. Doch davon hat sich die Gruppe nicht unterkriegen lassen, sodass wir dennoch beeindruckende Impressionen von Tower Bridge, Tower, Themse, Piccadilly Circus, Big Ben, Parlamentsgebäude und dem höchsten Gebäude der Stadt, the Shard, genießen konnten. Unmittelbar nach dem ersten Sightseeing und einer kurzen Mittagspause kamen wir dann bei Madame Tussaud’s den Stars zum Greifen nahe. Auch wenn sie leider nur aus Wachs waren, sahen sie dennoch täuschend echt aus, sodass zahlreiche Schnappschüsse mit Prominenten und Politikern entstanden. Ein gemeinsames Abendessen im berühmten Hard Rock Café rundete den Tag ab.  Nach dem Abendessen konnten noch letzte wichtige Besorgungen erledigt werden, bevor alle völlig erschöpft in ihr Bett fielen. Am nächsten Morgen erwartete die Schüler ein atemberaubender Ausblick auf die Themse. Durch den Glasboden ganz oben auf der Tower Bridge fühlt man sich, als schwebe man über London. Ein Nervenkitzel, den nur die schwindelfreien Schüler genießen konnten. Von der Tower Bridge Exhibition ging es unmittelbar zum Buckingham Palace, dem Trafalgar Square und der Downing Street Number 10. Am Nachmittag statteten wir dem London Dungeon einen Besuch ab, um uns auf die Spuren Londons düsterer Vergangenheit zu begeben. Bei einer spannenden Führung erfuhren wir viel über Jack the Ripper, Guy Fawkes, die Pest und das große Feuer, welches die Stadt fast komplett zerstörte. Durch viele überraschende Effekte und tolle schauspielerische Leistungen kam auch hier der Spaß nicht zu kurz. Im Anschluss bot uns das London Eye ein atemberaubendes Panorama über die Stadt. Bei einem anschließenden Spaziergang durch Chinatown, Covent Garden und Soho, lernten die Schüler ein wunderschön beleuchtetes London bei Nacht kennen. Nach einer weiteren Nacht im Hostel hieß es am nächsten Tag leider schon zu packen und auszuchecken. Sobald alle Koffer verstaut waren ging es mit der U-Bahn nach Camden Town, um den bekannten Camden Market mit seinen bunten Häuserfronten kennenzulernen. Dort angekommen konnten Köstlichkeiten aus allen Ländern genossen werden. Auch das Feilschen um die besten Schnäppchen kam hier nicht zu kurz. Im Anschluss hatten die Schüler die Chance London auf eigene Faust zu erkunden. Dabei wurden besonders die Geschäfte der Oxford Street, Londons berühmter Einkaufsstraße, aufgesucht. Vollgepackt mit tollen Erinnerungen und Einkäufen mussten wir am späten Nachmittag leider unsere Heimreise antreten. Mit Blick auf die Kreidefelsen von Dover verabschiedeten wir uns von der Insel und einer sehr schönen und ereignisreichen Fahrt.






08.05.2018


Tipi und Lagerfeuer statt Klassenzimmer – digitale Auszeit

- Finding my inner power by being outside –


Gemeinsam mit ihrer stellvertretenden Klassenlehrerin Frau Baab und dem Coach Thomas Spahl (Hüter des Platzes) erlebten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse 9b der Heuss Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel an zwei Tagen (22.03. und 13.04.18) Unterricht der besonderen Art in der freien Natur in Hungenroth. Im Rahmen seiner internationalen Ausbildung (evocative leadership) hat sich Herr Spahl in Zusammenarbeit mit der Realschule  an das Projekt gewagt, das ursprünglich auf Erwachsene gezielte Training auf Jugendliche zu übertragen. Dabei war es dem Coach ein besonderes Anliegen,  den Aspekt „von digital zu analog“ im Einklang mit der Natur zu berücksichtigen.

Die Begrüßung fand an beiden Tagen in der Tradition nordamerikanischer Ureinwohner im „medicine wheel“ statt. Anschließend erhielten die Teilenehmer durch gezielt vorbereitete Fragen und Denkanstöße die Aufgabe, die eigene Befindlichkeit, Wertschätzung gegenüber sich selbst und anderen, Zukunftsvisionen, Glück, Neugierde am Leben und Bezug zur Natur in Stille sowie in der Kleingruppe zu reflektieren und schließlich im Plenum zu präsentieren.

Lagerfeuer und Tipi boten hier eine außergewöhnliche und besondere Atmosphäre.

Natürlich gehörten Pausen und gemeinsames Mittagessen auch zum Programm. Während am ersten Tag eine Suppe am Lagerfeuer gereicht wurde, mussten die Jugendlichen am 2. Tag in Teams ihr Essen selbst zubereiten. Hierbei war die Mitarbeit jedes Einzelnen gefordert um das Gelingen zu gewährleisten. Mit Spaß und Freude erfüllte jedes Team (Pfannenteam, Beautyteam, Teigteam…) seine zugeloste Aufgabe. Belohnt wurden alle mit einer köstlichen Pfannenpizza, die am offenen Feuer gebacken wurde.

Das Projekt endete mit einer “Talking Stickrunde“  im “medicine wheel “bei der jeder seine Wünsche für die Zukunft für sich selbst und für die Mitschüler äußern durfte.

Der besondere Ort, vor allem die Erfahrung im gemütlichen Tipi (das einzige Zelt, das ein offenes Feuer erlaubt), sowie die Erfahrung ein gemeinsames Ziel im Team zu erreichen, wird  sicher allen in positiver Erinnerung bleiben.

Durch die von Herrn Spahl aktivierten Sponsoren zur Deckung der Kosten von Bustransfer und Verköstigung, entstanden für die Klasse 9b keinerlei Ausgaben. Vielen Dank!






08.05.2018


Anfängerschwimmkurs


Auch in diesem Jahr konnte unter Nutzung des Hallenbades der Rheintal-Jugendherberge in Oberwesel ein Anfängerschwimmkurs für Fünftklässlerinnen  und Fünftklässler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus angeboten werden. Zu diesem fühlt sich die Schulgemeinschaft der kooperativen Realschule, insbesondere die Sportlehrer, gesellschaftlich verpflichtet, seitdem - aufgrund der Schwimmbadschließung in Boppard - kein regulärer Schwimmunterricht mehr angeboten werden kann.

Schwimmen ist neben lebensrettender Grundfertigkeit (vor allem am Rhein!) auch ein Stück Lebensqualität, das den Schülern in Grundzügen beigebracht wird.

Eine Sichtung bzw. Prüfung der Schüler und Schülerinnen aus den beiden neuen Klassen 5a und 5b  bezüglich ihrer Schwimmfertigkeiten wurde wie jedes Jahr zu Beginn des Schuljahres durchgeführt. Anschließend wurden alle betroffenen Eltern, Schüler und Schülerinnen über die Möglichkeiten der Teilnahme informiert.

Bei Abschluss des Kurses haben folgende Schüler und Schülerinnen die Prüfung zum Erlangen des Jugendschwimmabzeichens Bronze bestanden: Justin Engels (5a), Enno Kunz (5a), Ahmad Alkhames (5b), Fabian Gelzhäuser (5b) und  Viktoria Truderung (5b).






14.04.2018


Schüler gestalten Schulhof und Pavillon der Realschule plus Oberwesel


Zusammen mit ihren Lehrern Christiane Cronester und Marcel Griesang haben Schüler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus einige der bisher grauen Schulhofwände und das Pavillon mit Motiven gegen Rassismus und Krieg versehen. Sie griffen dabei auf selbst entworfene Motive und auf solche des Künstlers Banksy aus London zurück. Dieser greift bei seinen Bildern zumeist auf die Hilfe von Schablonen zurück und bringt diese in der Regel im Schutze der Nacht an sehr neuralgischen Punkten des öffentlichen Lebens an. Jedoch hat sich sein Schaffen nicht nur auf London oder etwa Bristol in England beschränkt. Vor allem in den letzten Jahren ist er auch in Ländern wie Australien oder sogar Deutschland tätig gewesen. Ein Erkennungsmerkmal seiner Motive ist auch, dass er sich schon bestehenden Motiven bedient und diesen durch das Hinzufügen eines weiteren Elements eine andere Aussageabsicht gibt. Besonders viel Aufmerksamkeit erlange Banksy durch die Installation verschiedener Kunstwerke in schon bestehenden Ausstellungen. So schaffte er es zum Beispiel unbemerkt, eines seiner Werke im Londoner Tate Modern Museum einzuschleusen.

Unterstützt wurden die Schüler bei ihren gestalterischen Arbeiten nicht nur von ihren Lehrern. Auch die Künstlerin Carolin Manns half ihnen tatkräftig. So wurden die Innenräume des Pavillon mit Hilfe von Schablonentechnik künstlerisch gestaltet. Dort brachten die Schüler den Namen Frieden in vielen verschiedenen Sprachen an. In Zukunft will man den bisher nahezu ungenutzten Raum auf dem Schulhofgelände für die Schüler in den Pausen öffnen. Dort können sie sich dann ganz den Kickertischen widmen, die ihnen dort zur Verfügung stehen. Unter anderem sponserte der Kooperationspartner der Schule, die Firma Hahn Automation aus Rheinböllen, einen Kickertisch. Des Weiteren können es sich die Schüler auch auf Sitzgelegenheiten im Inneren des Pavillons gemütlich machen, oder aber eine Runde Darts spielen.  Um auch auf dem Pausenhof genügend Spielgeräte zu haben, unterstützte die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück die Anschaffung von neuem Spielgerät mit einem Förderbetrag über 500 Euro. Mit einer zusätzlichen Sitzgelegenheit außerhalb des Pavillons förderte die Kreissparkasse Rhein-Hunsrück das Kunstprojekt der Schule.

Besonders an den ersten sonnigen Tagen erfreute sich die Sitzgelegenheit direkt vor dem neugestalteten Pavillon sehr großer Beliebtheit.

Der Kampf gegen Rassismus ist der Schule ein sehr großes Anliegen. So hat man es sich nicht erst seit der Ernennung zur Schule ohne Rassismus 2016 auf die Fahne geschrieben, auch aktiv etwas gegen Ausgrenzung und Vorurteile zu unternehmen. Diese Bemühungen sind nun auch in bildlicher Form auf dem Schulgelände zu sehen.

Abschließend gilt es, ein weiteres Mal von schulischer Seite aus allen Unterstützern und Beteiligten zu danken.






14.04.2018


Schüler begeben sich auf Spurensuche auf der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang


Insgesamt 21 Schüler der Jahrgangsstufe 9 und 10 der Realschule plus Oberwesel begaben sich zusammen mit ihrem Geschichtslehrer Marcel Griesang auf eine Fahrt zur ehemaligen NS-Eliteschule Vogelsang in der Eifel.  

Im Nationalsozialismus wurden die Kinder und Jugendlichen von Anfang an auf Adolf Hitler und seine Partei eingeschworen. Dies begann unmittelbar mit dem Antritt der Reichskanzlerschaft von Adolf Hitler am 30. Januar 1933. Die Kinder lernten dabei nur noch nationalsozialistisches Denken. Ihnen wurde der Hass gegenüber Juden und vielen anderen Gruppen, die nicht zur Volksgemeinschaft gehörten, beigebracht. Durch Jugendorganisationen, wie die Hitlerjugend oder den Bund deutscher Mädchen, versuchte man sie neben der Schule zu guten Nationalsozialisten zu erziehen. Während in allen Schulen dieses Denken vermittelt wurde, gab es auch spezielle Schulen für den zukünftigen Führungsnachwuchs. Diese Schulen nannte man Adolf-Hitler-Schulen (diese kosteten kein Schulgeld) und Napolas (Nationalpolitische- Lehranstalten; diese waren kostenpflichtig). Für die Lehrer zur damaligen Zeit konnte und durfte es nur einen Unterrichtsinhalt geben und der wurde von den Nationalsozialisten vorgegeben. Wer sich nicht daran hielt oder aufgrund seines politischen Denkens für die Nationalsozialisten als Gefahr galt, wurde entlassen. Eine Mitgliedschaft im NS-Lehrerbund war für alle Pädagogen nahezu unumgänglich.  

Die Schulbücher der damaligen Zeit, so wurde den Schülern vor Ort mitgeteilt, wurden von den Nationalsozialisten komplett überarbeitet. In Geschichte sollte betont werden, wie stark das deutsche Volk doch schon seit der Zeit der Germanen gewesen sei. Inhalte, die nicht zum nationalsozialistischen Denken passten, wurden einfach weggelassen. Texte zu Adolf Hitler wurden in den Vordergrund gerückt. In Biologie stand die Rassenkunde und Vererbungslehre im Mittelpunkt. Hier sollte gezeigt werden, wie der gute und gesunde Arier aussehen sollte. Auf der anderen Seite sollte veranschaulicht werden, warum Menschen mit Behinderungen oder jüdische Menschen nicht zur Gemeinschaft gehören durften. Im Deutschunterricht wurde nur noch solche Literatur verwendet, die von „guten“ deutschen Schriftstellern angefertigt wurde. Tausende Werke von Schriftstellern, die den Nationalsozialisten nicht passten, wurden verboten und sogar vor aller Menschen Augen am 10. Mai 1933 auf einem großen Haufen verbrannt. Selbst in der Mathematik wurde das Denken der Männer um Adolf Hitler vermittelt, indem spezielle Aufgaben behandelt wurden. Demgemäß stellte man Aufgaben, die zeigen sollten wie hinterlistig die Juden doch seien oder wie viel Geld Menschen mit Behinderungen den Staat doch kosten würden ins Zentrum des Unterrichts.  

Auf der Ordensburg in Vogelsang, die eines der größten Bauwerke der Nazizeit war, wurde die Führungselite der Nationalsozialisten ausgebildet. Frauen waren dabei dort nicht gewollt. Sie sollten sich im Sinne der NS-Ideologie um Haus und Familie kümmern (sie sollten möglichst viele Kinder kriegen, um für weitere Soldaten und Arbeitskräfte/zukünftige Mütter zu sorgen).  Auf den Ordensburgen sollte die Elite des zukünftigen tausendjährigen Reiches herangezogen werden. Die Bauweise sollte dabei Respekt und Härte ausstrahlen. Die damaligen Schüler  (alle erst Anfang bzw. Mitte zwanzig), die ganz im Sinne Adolf Hitlers, ihres Führers, gedrillt werden sollten, wurden Junker genannt. Sie hatten sich an ihren vorherigen Schulen und in ihrem Leben in speziellem Maße für die Ausbildung auf der Ordensburg ausgezeichnet. Es ging dabei nicht besonders um Schulnoten, diese waren den Nationalsozialisten überhaupt nicht wichtig, sondern um das nationalsozialistische Denken. Außerdem mussten die neuen Schüler der Ordensburgen verheiratet sein und bis mindestens ins 18. Jahrhundert arischer Abstammung sein (keine jüdischen Vorfahren, keine Vorfahren aus osteuropäischen Ländern, keine Menschen mit Behinderungen etc.)

Die Ausbildung der zukünftigen politischen Elite, so erfuhren die Schüler während ihres Aufenthalts, begann in Vogelsang 1936 nach einer nur zweijährigen Bauphase. Die jungen Männer, die in Vogelsang zur Schule gingen, hatten einen festen Tagesablauf. Ziel war es, sie zu treuen Nationalsozialisten zu erziehen, die ganz im Sinne ihrer Ideologie handelten ohne Fragen zu stellen und wenn nötig mit äußerster Härte gegen Feinde des Regimes vorgingen. Außer dieser Ordensburg gab es noch zwei weitere. Eine war in Sonthofen im Allgäu, während die andere in Krössinsee in Pommern lag. Es war dabei vorgesehen, dass die Junker in allen drei Schulen ausgebildet werden sollten. In Vogelsang sollte das Rassenbewusstsein geschult werden. Hier wollte man den jungen Menschen einschärfen, warum ihr Blut etwas Höherwertiges als das vieler anderer Menschen sei. In Pommern sollte der Charakter gestärkt werden und in Sonthofen die diplomatischen und verwaltungstechnischen Grundlagen vermittelt werden. Auch die militärische Schulung erfolgte in Sonthofen.

Keiner der hier geschulten jungen Männer sollte jedoch je in die ihm versprochene Position kommen. Als der erste Jahrgang die Schulen erfolgreich absolviert hatte, brach der 2. Weltkrieg aus und man benötigte Soldaten mehr denn je.

Nach Abzug der Ordensjunker brachte man in der riesigen Anlage gleich drei Adolf-Hitler-Schulen unter. Die rund fünfhundert Jugendlichen, im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, waren handverlesen und stammten aus dem gesamten Reichsgebiet. Während ihrer Recherchen erfuhren die Schüler, dass die Motivation für den Besuch einer solchen NS-Eliteschule durchaus vielfältig sein konnte. So wurde einer der Jugendlichen nach Vogelsang geschickt, da er sich den Besuch eines höheren Gymnasiums nicht leisten konnte und sich auf diesem Weg eine erfolgreichere Zukunft versprach. Für wiederum andere Jugendliche, die aus einem den Nationalsozialisten wohlgesonnenen familiären Umfeld stammten, war es eine Ehre an einer Adolf-Hitler-Schule angenommen zu werden. In Vogelsang wurden die Adolf-Hitler-Schüler dann wie die älteren Ordensjunker in den Jahren zuvor zu treuen Nationalsozialisten erzogen, die durch sportliche Wettkämpfe und ideologische Schulungen auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden sollten. Besonders erstaunlich für die Schüler aus Oberwesel war dabei die übliche Praxis der damaligen Zeit, die Adolf-Hitler-Schüler bei Klassenarbeiten unbeaufsichtigt zu lassen. Dabei wusste man von Seiten der Lehrer, dass ein Abschreiben beim Nachbarn nicht erfolgen würde, denn dies galt als Eingeständnis der Schwäche. Sollte es dann doch einmal vorkommen, so ging aus den Quellen hervor, wurde der Jugendliche mit 14 Tagen Sprechverbot oder einer Tracht Prügel durch die Stubenkameraden von Seiten der Schule bestraft. Mit Heranrücken der Amerikaner Ende 1944 evakuierte man auch aufgrund schwerer Bombentreffer die Eliteschule.

Bis heute strahlt der Ort hoch über der Urft-Talsperre in der Nähe von Bonn Respekt und Macht aus. Obwohl er nie fertiggestellt wurde, kann man anhand der vorhandenen Gebäude die Wichtigkeit, die diesem Ort von Seiten der Nationalsozialisten zugedacht wurde, erahnen.

Wie sehr die Ordensjunker in Vogelsang im Sinne der neuen Machthaber in ihrem Denken verändert wurden, bestätigt die Tatsache, dass einige von ihnen später in den Ghettos, in den besetzten Gebieten Polens, keine Probleme damit hatten, die dort unter den schlimmsten nur vorstellbaren Umständen eingepferchten Menschen in den Tod zu schicken. Einige versahen ihre Dienste auch direkt in den Mordanstalten des Ostens und hatten überhaupt keine Hemmungen und Gefühle mehr. Viele andere ehemalige Schüler von nationalsozialistischen oder auch normalen Schulen, die kein Denken als das der Nazis in ihrem Leben kennengelernt hatten, opferten sogar ihr Leben im Kampf gegen die heranrückenden „Feinde“ am Ende des Zweiten Weltkrieges.


War den Schülern aus Oberwesel vor dem Besuch der ehemaligen NS-Ordensburgen noch relativ unklar gewesen, warum die Jugendlichen so eingenommen von den Ideen Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten waren, so wurde ihnen durch den Besuch dieses Ortes und der Beschäftigung mit diversen Lebensläufen einiges verständlicher. Demgemäß wurde ihnen deutlich, dass die Jugendlichen in ihrem Leben von Kindesbeinen an zu einem gewissen Denken erzogen wurden. Sie hörten die immer gleichen Inhalte in ihren Jugendvereinen (Hitlerjugend oder Bund deutscher Mädel; sonstige Vereine und Organisationen waren verboten worden) und auch in der Schule. Eine freie Meinungsbildung und ein Hinterfragen gewisser Dinge, waren so gar nicht möglich. Demgemäß zählte für sie nur Adolf Hitler und seine Partei und ein Leben ohne den Nationalsozialismus war fast nicht vorstellbar.

Die Schüler waren sich darin einig, dass der Besuch der ehemaligen Ordensburg eine sehr wertvolle Erfahrung war und damit einhergehend auch eine Mahnung für die Zukunft ist.






14.04.2018


Hubert Julius von der Schulgemeinschaft in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet


Am letzten Schultag vor den Osterferien verabschiedete die Schulgemeinschaft der Realschule plus Oberwesel ihren langjährigen Hausmeister. Hubert Julius, der seinen Dienst am 17. November 1986 am damaligen Schulzentrum aufnahm und unter der damaligen Schulträgerschaft der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel bis 2012 auch für die Grundschule Oberwesel zuständig war, blickt zurück auf über 31 Jahre Wirken und Schaffen am Schulstandort Oberwesel. In all den zurückliegenden Jahren identifizierte sich Julius in hohem Maße mit seiner Arbeit, der Beruf des Schulhausmeisters war für ihn eine Berufung. „Du gehst sowohl mit einem lächelnden als auch mit einem weinenden Auge, aber auf jeden Fall mit großen Fußstapfen, die du hinterlässt, das weiß jeder in unserer Schulgemeinschaft“, so resümierte Christoph Vickus, Schulleiter der kooperativen Realschule Oberwesel, Julius‘ Verdienste um die Schule. Diese seien „immens und nachhaltig … und ein jeder, der durchs intakte Schulhaus gehe, könne sich davon überzeugen.“ Nicht nur Pinsel und Farbe waren die Arbeitsmaterialien des Maler- und Lackierermeisters, Hubert Julius zeichnete sich vor allem durch ein breit gefächertes handwerkliches Geschick sowie sein Planungs- und Organisationstalent aus.

Seine Verbundenheit zur Schulgemeinschaft und seine hohe Wertschätzung im Kollegium ließen den Abschied nach einer gemeinsamen Wanderung über die Elfenley und Burg Schönburg zum Weingut Goswin Lambrich in Dellhofen nicht einfach werden. Mit den Worten „ Ihr wart alle wie eine Familie für mich“ verabschiedete sich Hubert Julius in den wohlverdienten Ruhestand.






14.04.2018


Ein Schulsanitätsdienst für die Realschule plus in Oberwesel


Zusammen mit ihren Vertrauenslehrern, Nina Hartenfels und Marcel Griesang, haben Schüler der Realschule plus Oberwesel den Grundstein für den zukünftigen Schulsanitätsdienst gelegt. Ziel ist es dabei, dass die Gruppe von Schülern in der Zukunft die medizinische Erstversorgung auf dem Schulhof, während den Pausen und innerhalb des Schulgebäudes im Krankenzimmer übernimmt.

Eine Gruppe von 25 Schülern absolvierte dafür bereits einen Erste Hilfe - Kurs der Organisation Kurszeit, um die nötigen Grundbegriffe, Anwendungen und Abläufe der Ersten Hilfe kennenzulernen. Zunächst wurden Sachverhalte wie die Ursachen für einen Herzinfarkt thematisiert oder die sogenannte Schocklage und ihre Bedeutung behandelt. Im weiteren Verlauf des Kurses beschäftigten sich die Schüler mit der stabilen Seitenlage oder der Herz-Lungen Wiederbelebung. Auch die richtigen Hilfsgriffe für den Fall, dass sich eine Person an etwas verschluckt hat, wurden erprobt Die Teilnehmer zeigten sich bei den angebotenen Kursinhalten sehr interessiert und scheuten sich nicht davor, die zur Verfügung gestellten „Dummies“ zu benutzen.

Im Anschluss an den Kurs erhielten alle Schüler ihr Zertifikat. Die beiden Lehrer, Nina Hartenfels und Marcel Griesang, hatten nun die Qual der Wahl, indem sie aus der 25-köpfigen Gruppe eine Auswahl von 13 Schülern treffen mussten. Dazu hatten sie sich während des zweitägigen Erste Hilfe - Kurses einige Notizen zu den Teilnehmern und ihrer Beteiligung gemacht. Auch die Jahrgangsstufe spielte bei ihrer Auswahl eine Rolle, schließlich sollen die ausgebildeten Schulsanitäter der Schulgemeinschaft noch eine gewisse Zeit langerhalten bleiben.  Die ausgewählte Schülergruppe wird nun in Zukunft ihren Mitschülern bei medizinischen Zwischenfällen zur Seite stehen. Eine wichtige Aufgabe dabei ist es, in den Pausen den Dienst im schuleigenen Krankenzimmer zu versehen. Dabei werden sie unter anderem Kühlpacks verteilen und den Schülern, denen es körperlich und gesundheitlich nicht gut geht, zur Seite stehen. Um sich von den übrigen Schülern abzuheben, werden sie für den Dienst im Gebäude mit roten Schulsanitäter T-Shirts ausgestattet.

 Außerhalb des Schulgebäudes wird ein weiterer Teil der Gruppe eine Pausenaufsicht auf dem Schulhof übernehmen, um, wenn nötig, bei einem Zwischenfall ihr erlerntes Wissen anzuwenden. Diese Schüler werden durch das Tragen einer Neonweste von den übrigen Schülern wahrgenommen werden.  Die Vergangenheit hat in diesem Fall  gezeigt, dass der reine Zuspruch der Mitschüler bei kleineren Blessuren oftmals schon sehr weiterhilft und der Dienst auf dem Pausenhof als sehr wichtig bei der zukünftigen Arbeit des Sanitätsdienstes sein wird.

Natürlich werden die Schüler auch bei Sportveranstaltungen aktiv die medizinische Versorgung gewährleisten. Dies wird zum Beispiel bei den jährlich im Januar stattfindenden SV-Sporttagen, bei denen sich die verschiedenen Jahrgangsstufen der Schule im Basketball, Fußball, Handball und Volleyball miteinander messen, der Fall sein. Auch bei den Bundesjugendspielen im Mai werden sie aktiv ihren neuen Dienst versehen. Überdies ist bei der Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen an anderen Schulen angedacht, dass zumindest ein Teil der Schulsanitäter mitfährt.

Um die Schüler ständig auf dem medizinisch neuesten Stand zu halten und ihre stetige Fortbildung zu garantieren, bemühen sich Nina Hartenfels und Marcel Griesang um einen außerschulischen Kooperationspartner, der die Schulung der Schüler regelmäßig begleitet. Möglicherweise könnte eine solche Kooperation mit den Loreley-Kliniken St.Goar/Oberwesel zustande kommen.

Die Schulgemeinschaft wird durch den Dienst der Schulsanitäter auf jeden Fall um einen weiteren Aspekt bereichert werden.






14.04.2018


Schüler besuchen Ausstellung im Landeshauptarchiv Koblenz


Zusammen mit ihrem Lehrer Marcel Griesang begaben sich 25 Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel ins Landeshauptarchiv nach Koblenz. Dort besuchten sie die Ausstellung zu den Patientenmorden in der Zeit des Nationalsozialismus im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz und den benachbarten Regionen. Die Schüler erfuhren auf diese Weise zunächst, dass der Gedanke der reinen und sauber zu haltenden Rasse, die von allem Schwachen gereinigt werden sollte,  schon lange Zeit vor den Nationalsozialisten eine breite Akzeptanz innerhalb der Kreise führenden Ärzte und Wissenschaftler gefunden hatte. Die Lehre eines Charles Darwin, der seine Theorie des „survival of the fittest“ im 19. Jahrhundert veröffentlicht hatte, trug dabei einen großen Teil zu diesem Denken bei. Als dann die Nationalsozialisten ab 1933 mit Adolf Hitler den Reichskanzler stellten und sie sukzessive die Kontrolle über den Staat an sich rissen, machten sie sich sogleich daran, den Gedanken des reinen Volkskörpers in die Tat umzusetzen. Einer der ersten Schritte, so erfuhren die Schüler in der Ausstellung, war im Juli 1933 das sogenannte „Gesetz zur Verhütung von erbkrankem Nachwuchs“. Dieses Gesetz regelte genau, wer in Zukunft Nachwuchs zeugen durfte und wer durch frühzeitige Sterilisation davon abzuhalten war. Besonders greifbar und schockierend wurden dieses Gesetzeswerk und die damit einhergehenden Folgen für die Betroffenen durch das Schicksal der Margarete F. und des Josef D.

Margarete F. war die jüngste von vier Geschwistern und wurde 1922 in Neuss geboren. Weil in ihrer Familie „Armut“ und „Not“ geherrscht haben sollen, unterstand sie ab 1933 mehrere Monate der Fürsorgeerziehung. Sie wurde ins Erziehungsheim St. Josef in Föhren gebracht, das offiziell für schwer erziehbare Mädchen und Jugendliche diente. 1934 dann begutachtete ein Amtsarzt 128 Mädchen im Schnelldurchgang, oftmals sogar ohne Untersuchung. 127 von ihnen wurden zur Zwangssterilisation vorgeschlagen. Unter ihnen war auch Margarete. Dabei spielte die Person keine Rolle, sondern man zog ihren angeblich „asozialen Familienhintergrund“ als Begründung für die angeordnete Maßnahme heran. Da ihr Vater sich jedoch einschaltete und Widerspruch gegen das Urteil beim Erbgesundheitsgericht einlegte, zog sich das Verfahren bis ins Jahr 1941 vor diversen Gerichten hin. Retten konnte dies Margarete vor ihrem Schicksal jedoch nicht. Am 28. Juli 1942 wurde sie in einer Kölner Frauenklinik zwangssterilisiert.

Auch bei Josef D., der 1937 in Bad Ems lebte und in der Landwirtschaft tätig war, zeigte man kein Erbarmen.  Da Josef an Epilepsie litt wurde er ebenfalls für die Zwangssterilisation vorgesehen. Sein Vater versuchte mit dem Hinweis, dass sein Sohn nicht vorhabe, eine eigene Familie mit Nachwuchs zu gründen, ihn vor seinem Schicksal zu retten. Seine Einsprüche blieben jedoch ohne Erfolg. Auch die „nicht arische Abstammung“ konnte zur Zwangssterilisation führen. So konnten die Schüler aus einem Dokument, das in den 50er Jahren von einem Opfer der Zwangssterilisationen angefertigt worden war, erfahren, dass dieser aufgrund seines aus Marokko stammenden Vaters unfruchtbar gemacht wurde. Zwangssterilisationen wurden zum Teil schon bei zehnjährigen Kindern durchgeführt. Nicht selten, so belegen es die noch vorhandenen Akten, verstarben diese später auch an den Folgen der sehr gefährlichen Eingriffe. Von den psychischen Folgeerscheinungen ganz zu schweigen.

Ein weiterer sehr erschreckender Aspekt der damaligen Vorgänge war der Umgang mit Kindern, die von französischen Besatzungssoldaten aus den jeweiligen Kolonien, während der Besetzung des Rheinlandes im Anschluss an den 1. Weltkrieg, gezeugt wurden. Diese als sogenannte Rheinlandbastarde bezeichneten Kinder wurden ebenfalls in mehr als 400 Fällen einer Zwangssterilisation unterzogen.

Insgesamt wurden während der Zeit der Nazi-Diktatur mehr als 400.000 Personen zumeist gegen ihren Willen einer Sterilisation unterzogen. Die Nationalsozialisten machten sich dabei in den meisten Fällen noch nicht einmal die Mühe, die Patienten zu untersuchen. Stattdessen reichte oftmals die Anzeige eines Lehrers oder einer anderen Person, um den Prozess in Gang zu setzen. Die Diagnose des „angeborenen Schwachsinns“ nutzten die Täter dabei, um zum Beispiel Kinder unliebsamer Regimekritiker aus dem Weg zu schaffen. Generell war diese Diagnose ein kaum mit Tests wirklich zu belegender Befund und daher, da man ihn auch kaum widerlegen konnte,  ein bei Ärzten der damaligen Zeit äußerst beliebter Befund.

Den nächsten großen Schritt zu ihrem Ziel einer „gesunden Rasse“ gingen die Nationalsozialisten dann mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 und dem damit beginnenden 2. Weltkrieg. Adolf Hitler war sich dabei der möglichen Konsequenzen und Proteste gegen das von ihm betriebene Vorgehen bewusst. Er datierte seine Anweisungen an seinen Leibarzt Karl Brandt und den NSDAP Reichsleiter Philipp Bouhler, die Ermächtigung von Ärzten, in denen für sie für notwendig erachteten Fällen einen Gnadentod zu gewähren, betreffend, vom 9. Oktober auf den offiziellen Beginn des Angriffs aus Polen am 1. September um. Für ihn war der Gedanke, dass auch nur ein Bett durch einen „Geisteskranken“ belegt sein könne und somit einem Soldaten fehle, unerträglich. Mit dieser Anweisung hatte er den Mord an tausenden Menschen, die sie sich in Heilanstalten befanden, offiziell angeordnet. Man installierte daraufhin ein Netzwerk von Tötungsanstalten (reichsweit insgesamt sechs) mit einer Vielzahl von Zwischenanstalten. Dabei waren in unserer Region die Nervenheilanstalt in Hadamar bei Limburg als Tötungsanstalt und vor allem Andernach als Zwischenanstalt den Nationalsozialisten bei ihren Machenschaften von großem Nutzen (die anderen Tötungsanstalten waren Bernburg, Brandenburg, Grafeneck, Hartheim und Sonnenstein). Im Rahmen der 1940 beginnenden Aktion T4 (benannt nach dem Ort in Berlin, wo diese Mordaktionen koordiniert wurden; Tiergartenstraße 4) wurden deutschlandweit mehr als 70.000 Menschen ermordet (im gesamten Zeitraum von 1941 - 1945 wurden über 200.000 Menschen Opfer der Aktionen). Alleine in Hadamar waren es 15.000. Man ließ die Menschen zumeist in der Zwischenanstalt Andernach mit einer eigens für die Transporte gegründeten Busgesellschaft abholen, um sie noch am selben Tag zu ermorden. In der Tötungsanstalt wurden sie zunächst noch  registriert, fotografiert und wenn besonders seltene Erkrankungen vorlagen, am Rücken markiert (oftmals mit einem Kreidestrich). Diese Kennzeichnung diente dazu, dem Personal der im Keller der Anstalt befindlichen Gaskammer zu signalisieren, dass die Person vor der Verbrennung im Krematorium noch zur Entnahme von wichtigen Organen im ebenfalls im Keller befindlichen Sezierraum vorgesehen war. Nach der Verbrennung wurde die Asche der Ermordeten dann in Urnen abgefüllt. Die Angehörigen konnten diese Urne dann anfordern. In den meisten Fällen wurde ihnen auf diese Weise die Asche einer ihnen völlig unbekannten Person übermittelt.

Um die Morde zu verschleiern, wurde im eigens dafür eingerichteten Standesamt der Heilanstalt Hadamar die Todesursache und das Sterbedatum gefälscht. Beliebte Eintragungen bei der Todesursache waren dabei der Herzinfarkt oder der Schlaganfall. Bis 1941 konnten die Nationalsozialisten, so fanden die Schüler im Landeshauptarchiv heraus, ihre Mordaktionen ohne wirklichen Widerstand durchführen. Dann jedoch kam es innerhalb der Bevölkerung und der katholischen Kirche zu Protesten. Aufgrund derer entschied man sich, die Gasmorde einzustellen. Jedoch war dies längst noch nicht das Ende der Verbrechen. So ermordete man zwischen 1941 und 1945 noch einmal rund 5.000 Menschen alleine in Hadamar durch verhungern bzw. verdursten lassen. In anderen Fällen wandte man auch Giftspritzen zur Tötung der Patienten an. Erschreckend war es auch für die Schüler zu erfahren, dass viele der damals an der Organisation der Morde beteiligten Personen mit zum Teil sehr milden Strafen davon kamen. Viele konnten ihren Beruf sogar ohne Einschränkung weiter ausüben.

Nach ihrer Meinung zur Ausstellung befragt, teilten die Schüler mit, dass es vor allem die Einzelschicksale waren, die die damaligen Vorgänge für sie greifbar machten. Diese, so die Schüler, hätten es ihnen ermöglicht, einen persönlichen Zugang zu den Abläufen der damaligen Vorgänge zu erhalten.

Im Anschluss an die Ausstellungsbesichtigung nahm man noch an einer Führung durchs Landeshauptarchiv teil. Auf dieser erfuhren die Schüler so einiges über die Arbeit hinter den Kulissen.

Nach den Osterferien wird sich die Gruppe aus Oberwesel dann auf eine Fahrt in die Gedenkstätte nach Hadamar begeben. Dort werden die Schüler an den einzelnen Stationen der Ausstellung eine eigene Führung für ihre Mitschüler durchführen.






20.03.2018


Kenianische Theatergruppe zu Gast in der Realschule plus in Oberwesel


Das Hope Theater aus Nairobi war zu Gast in der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel. Im Anschluss an ihr Theaterstück, das sich mit dem Thema fair trade (fairer Handel) auseinandersetzte, erhielten einige Schüler die Gelegenheit in Kooperation mit der Video AG unter der Leitung ihres Lehrers Marcel Griesang, die Darsteller der Gruppe zu interviewen. Da die Amtssprachen in Kenia Englisch und Swahili sind, einigte man sich kurzerhand auf Englisch.

Die Schüler machten sich sofort daran, viele Fragen zum Herkunftsland der Akteure zu stellen. Dies mag auch darin begründet liegen, dass die Oberweseler Schule eine Partnerschaft mit einer Schule in Ruanda seit mehreren Jahren unterhält. Durch diese Verbindung hatten viele der Schüler schon in der Vergangenheit die Gelegenheit dazu gehabt, durch Briefe oder sogar in einer Video-Konferenz, mit den dortigen Partnerschülern der Schule in Bigugu Kontakt aufzunehmen. In Planung ist sogar ein zukünftiger Austausch mit anschließendem Gegenbesuch der Schule in Ruanda.

Da die Gruppe in Nairobi selbst auch in Waisenhäuser und in Jugendgefängnisse geht, wollten die Schüler wissen, wie sich die Arbeit in solchen Einrichtungen darstellt. Die Schauspieler erzählten ihnen, dass vor allem die Jugendlichen in den Gefängnissen sehr froh über die mit den Workshops verbundene Abwechslung sind. Oftmals sei es für sie seit Monaten oder sogar Jahren der erste Kontakt mit der Außenwelt. Demgemäß würden sie natürlich auch allerhand Fragen, das alltägliche Leben betreffend, an sie richten. Für die Schauspieler ist, so betonten sie, ihr Vorbildcharakter für die Jugendlichen besonders wichtig, da sie es aus den Elendsvierteln der Hauptstadt Nairobi geschafft hätten und nun ihren Traum inner- und außerhalb Kenias im Rahmen der Workshops leben könnten. Viele der Jugendlichen würden aus der Arbeit mit ihnen wieder Motivation für ein Leben außerhalb der Gefängnismauern ziehen, um die in der Vergangenheit gemachten Fehler nicht zu wiederholen.

Angesprochen auf die Sachen, die sie während ihrer Touren durch Deutschland am meisten vermissen würden, antworteten die Mitglieder des Hope Theater, dass ihnen neben der Familie vor allem das Essen und auch das gute Wetter am meisten fehlen würden. Die größten Unterschiede zwischen Kenia und Deutschland sahen sie in der Technologie. Während in Deutschland nahezu jeder ein Auto habe, sei dies, vor allem in den ländlichen Gebieten in Kenia, bei weitem nicht der Fall. Die Hauptstadt Nairobi jedoch sei vergleichbar mit einer Metropole wie etwa London. Auch das Handynetz sei in Kenia wesentlich besser ausgebaut als das in Deutschland der Fall ist. In diesem Bereich musste die Gruppe während ihrer vielen Auftritte schon die eine oder andere schmerzliche Erfahrung machen.

Von Interesse war für die Schüler auch die Lebenswelt der gleichaltrigen Schüler in Kenia. Die Schauspieler berichteten ihren Interviewpartnern, dass man in Kenia eine Uniformpflicht an den Schulen habe und diese auch ein dauerhaftes Nachmittagsangebot hätten. Schulbildung stehe in Kenia jedem zu, jedoch könnten vor allem arme Familien es sich nicht leisten, ihre Kinder als Arbeitskräfte zu entbehren und stattdessen zum Lernen zu schicken.

Über einen der größten Slums Afrikas berichteten die Mitglieder des Hope Theater ebenfalls, schließlich wuchsen einige der Akteure in Kibera auf. In diesem Slum herrsche ein sehr raues Klima, was sich durch Bandenkämpfe und Überfälle auszeichnen würde. Dabei gäbe es eigentlich genügend internationale Hilfsgelder, um  etwas für die Ärmsten der Armen, die dort leben, zu tun. Jedoch würden diese Gelder in den meisten Fällen in den Taschen der reichen Politiker landen, anstatt in die Infrastruktur dieser Gebiete investiert zu werden. So sei das Elend des Slums sogar gewollt, um einen Grund für weitere internationale Unterstützung auch in der Zukunft zu haben. Eine, so betonten die Darsteller, „perfect source of income“.

Angesprochen auf die bisher beeindruckendsten Ereignisse auf ihren vergangenen Touren in Deutschland, berichteten die Darsteller, dass die generellen Reaktionen der Schüler sie oftmals doch sehr emotional berühren würden. So kämen einige der Schüler auf sie nach den Auftritten zu und würden fragen, was sie denn konkret tun könnten, um die Situation in Kenia und generell in Afrika zu verbessern. Viele würden auch betonen, dass sie von nun an zumindest ab und an auf fair gehandelte Produkte zurückgreifen würden, anstatt auf solche, deren Verkauf dem Land Kenia selbst nicht zu Gute kommt.

Ein ganz besonderer Moment entstand, als einer der Schüler während des Interviews darauf verwies, dass er selbst aus einem Nachbarland Kenias stamme. Er selbst wurde in Deutschland geboren, während seine Eltern aus Tansania stammten. Sofort fragten ihn die Darsteller des Hope Theaters etwas auf  Swahili, woraufhin ein kleiner Plausch begann. Zur Erheiterung sorgte der Kommentar, dass die Situation zwischen Kenia und Tansania vergleichbar mit dem Verhältnis von Deutschland zu Österreich sei. Eigentlich würde man sich sehr mögen, wobei beide Länder jedoch keine Möglichkeit auslassen würden, um das Gegenteil zu behaupten.

Am Ende des rund einstündigen Gesprächs bedankten sich die Schüler recht herzlich für die sehr eindrücklichen Ausführungen der Mitglieder des Hope Theaters Nairobi und man wünschte sich gegenseitig viel Glück für die weitere Zukunft. Für die Darsteller der Theatergruppe stand fest, dass ihr Gastspiel an der Schule in Oberwesel definitiv unter die Top 5 - Erlebnisse ihrer gesamten Tour kommen würde. Ein weiterer Auftritt mit anschließendem Austausch auf Englisch wird bestimmt in nicht allzu ferner Zukunft wieder erfolgen.






20.03.2018


Schüler stellen Fragen auf Englisch an Stürmer des FSV Mainz 05


Ein Thema, das in der heutigen Zeit immer wichtiger wird, ist die multilinguale Kommunikation. Dabei steht Englisch als sogenannte Weltsprache natürlich im Vordergrund. Man gebraucht sie nicht nur im Urlaub oder beim Hören von Musik, sondern heutzutage auch fast in jedem Beruf. Deswegen haben sich die Schüler der Klassenstufen 7 und 9 der Realschule plus Oberwesel zusammen mit ihrem Englischlehrer Marcel Griesang mit dem Mainzer Bundesligaprofi Robin Quaison, gebürtig aus Schweden, für ein Englischinterview in der OPEL ARENA getroffen.

Der im Oktober 1993 in Stockholm geborene Quaison stand den Schülern Rede und Antwort. Die Klassen hatten sich im Vorfeld reichlich Fragen ausgedacht und ihm diese dann auf Englisch gestellt. Das Ganze fand in einem lockeren, lustigen und professionellen Umfeld im 05er-KidsClub-Raum in der OPEL ARENA statt. In der Vergangenheit hatte es schon diverse andere Aktionen mit dem Bundeligaverein gegeben, da man eine enge Verbindung als Mainz 05 Partnerschule unterhält.

Die Jugendlichen erfuhren einiges über Robins Leben, bevor er nach Mainz kam und wie sich sein Leben seitdem verändert hat. Der Bundesligastürmer, der zuletzt doppelt beim Auswärtsspiel in Berlin getroffen hat, gab außerdem tiefe Einblicke in sein Familienleben. So berichtete er, dass ihm seine Familie in Mainz am meisten fehle. Außerdem hätte er auch gerne seinen Hund bei sich, der während seiner Auslandstätigkeit bei seiner Familie Unterschlupf gefunden hat. Die meistgestellten Fragen drehten sich um seinen Beruf oder wie er sagte "getting money for living my dream". Mit dem Motto "focus on football" hat er es erreicht, Fußballer zu werden, denn er hat bereits seit seinem 3. Lebensjahr alles dafür gegeben. Demgemäß berichtet er den Schülern, dass seine Mutter ihn schon als kleinen Jungen kaum vom Ball losreißen konnte. Er äußerte sich auch zu seinem Leben abseits des Fußballplatzes und bezeichnet das Schauen von Serien als eines seiner größten Hobbies. Auf die Frage hin, wer denn sein größtes Vorbild sei, nannte er den früheren brasilianischen Nationalspieler Ronaldo. Überdies gab er Auskunft darüber, für welche Vereine er bereits gespielt hat (Väsby United, AIK Solna und US Palermo). Er isst am liebsten Pasta und bezeichnet seinen Mitspieler Abdou Diallo als den besten Kumpel innerhalb des Teams. Es gab viele Fragen in Richtung Soziale Medien und von Interesse war natürlich, ob er eine Freundin habe. Auf die Frage, ob er sich an sein schönstes Tor noch erinnern könne, erwiderte er, dass er dieses noch genau vor Augen habe. Er erzieltes es in einem Testspiel gegen seinen absoluten Lieblingsverein Manchester United.

Zum Schluss interessierte sich die Gruppe noch für seine Erlebnisse als schwedischer Nationalspieler. So erfuhren sie beispielsweise, dass er bereits mit dem großen schwedischen Fußballer Zlatan Ibrahimovic zusammen gespielt hat und es für ihn ein unbeschreibliches Gefühl war, das Trikot der Nationalmannschaft zum ersten Mal zu tragen. Besonders stolz machte ihn dabei, dass seine Familie ihn von der Tribüne aus unterstützte und er ihnen mit seinem Einsatz einen Traum erfüllen konnte. Einer der Schüler fragte ihn "How does it feel to play in front of thousands of fans?" Darauf antwortete Quaison, dass er jetzt nicht mehr aufgeregt sei. Während des Spiels befinde er sich in einem Tunnel und er würde daher die Abläufe um ihn herum komplett ausblenden. Für Schmunzeln sorgte er mit der Aussage „When I was at your age I was more afraid of having a presentation then I am before a Bundeliga match today”.

Nach der Fragerunde stand Quaison den Schülern für zahlreiche Fotos und Autogramme zur Verfügung. Bereits vor dem Interview hatten die Schüler eine Stadionführung durch die OPEL ARENA absolviert, die eine interessante Grundlage für das folgende Interview mit Quaison gelegt hatte.

Alle Schüler waren sich abschließend darüber einig, dass das Treffen mit dem Fußballprofi eine einmalige und unvergessliche Erfahrung war.






20.03.2018


Der Berg ruft – Oberweseler Schüler antworten …


Pünktlich am Sonntag, 4. März um 7 Uhr starteten 33 Schülerinnen und Schüler der 8a und 8d der Realschule plus Oberwesel zur langersehnten Skifahrt nach Ramsau am Dachstein. Begleitet wurden die Jugendlichen von den Klassenlehrerinnen Christine Kohl und Andrea Nemitz sowie den Skilehrern Claudia Weber und Holger Weißmann. Voller Vorfreude auf den langersehnten Schnee konnten die Kinder es kaum erwarten, die ersten Versuche auf Skiern zu starten. Ausgerüstet mit Helmen, Skibrillen, Handschuhen, Skiern und Stöcken, die die meisten Schüler vom schuleigenen Skispeicher geliehen hatten, konnten schon bald die ersten Erfolge verbucht werden: Bremsen im Pflug, Hoch- und Tiefbewegung zur Geschwindigkeitskontrolle und Richtungswechsel mit zwischenzeitlicher paralleler Skistellung standen auf dem Lehrplan. Zum Abschluss des ersten Tages konnten schon einige Kinder die Märchenabfahrt selbstständig bewältigen. Im Laufe der Woche konnten alle Schüler ihre skifahrerischen Fähigkeiten so ausbauen, dass blaue Pisten sicher bewältigt werden konnten. Die Cracks der Klassen schafften am letzten Skitag in Begleitung der Skilehrer sogar die Nordabfahrt am Rittisberg, eine schwarz klassifizierte Abfahrt. Ein weiteres Highlight der Woche war der Rodeltag am Hochwurzen. Die 7 km lange Abfahrt wurde, unterbrochen durch einige Schneeballschlachten, mit großer Gaudi absolviert. Das Rodelteam Nemitz-Kohl konnte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg verbuchen. Beim traditionellen Hüttenabend waren die Schüler Feuer und Flamme und die Stimmung kochte über. Die Lehrer stellten überrascht fest, dass die Jugendlichen, die ansonsten den Unterricht eher gelassen verfolgen, sehr ausgelassen tanzen und singen konnten. Großen Mut bewies ein großer Teil der Mädchen und Jungen, als sie die Hängebrücke auf dem Dachsteingletscher 500 Meter senkrecht über dem Abgrund überquerten und im Anschluss die Treppe ins Nichts hinab stiegen. Nach dem Besuch des spektakulären Eispalastes  wurde noch die Abfahrt vom Gletscher bewältigt. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken endete die Klassenfahrt nach Ramsau. Die Schüler und Lehrer erreichten müde aber glücklich Oberwesel.






20.03.2018


Pausenverkauf für einen guten Zweck


Auch in diesem Jahr haben wir wieder als eine der 30 Partnerschulen an dem Verkauf von Schokobrötchen für einen guten Zweck teilgenommen. Dieser Pausenverkauf ist zu Gunsten der Tafel e.V. und wird von Globus Wiesbaden-Nordenstadt und Mainz 05 hilft e.V. unterstützt. An diesem Tag wurden in den Partnerschulen die gespendeten Schokobrötchen verkauft. Paula und Leni verkauften an unserer Schule in beiden Pausen 120 Brötchen und wir konnten den Betrag von 60 € spenden. Ein Dank geht von Schulseite, Mainz 05 und dem Globus an die beiden Schülerinnen, die sich für diese Aktion zur Verfügung stellten. Die offizielle Gesamtscheckübergabe an die begünstigten Tafeln wird im Rahmen eines Heimspiels von Mainz 05 stattfinden.






20.03.2018


Oberweseler Schüler treffen eine beeindruckende Persönlichkeit


Schüler der Video AG der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus haben zusammen mit ihrem Lehrer, Herrn Marcel Griesang, die Auschwitz Überlebende, Frau Esther Bejarano, zu einem Interview getroffen. Frau Bejarano berichtete dabei den Schülern von ihrem schier unglaublichen Martyrium während der Nazizeit, das sie unter anderem in das Vernichtungslager Auschwitz und das ebenfalls gefürchtete Frauenlager nach Ravensbrück bei Berlin führte.

Zu Beginn des rund zweistündigen Gespräches erzählte sie den Schülern auf deren Nachfrage von ihrer weitestgehend unbeschwerten Jugend bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933. Ab diesem Zeitpunkt wendeten sich Mitschüler von ihr ab und eine schleichende Ausgrenzung aus dem alltäglichen Leben wurde spürbar. So entdeckte sie in Parks Schilder, die den jüdischen Bürgern das Benutzen der Bänke verboten oder aber auch den Besuch von öffentlichen Einrichtungen untersagten. Außerdem war auch der Einkauf in vielen Geschäften nicht mehr erwünscht. Esther und ihre Familie fielen zumindest teilweise unter den Paragraphen der sogenannten Mischlinge, da ihr Vater einen nicht-jüdischen Großelternteil besaß. Jedoch erfuhren sie auch schon früh die gleiche Ausgrenzung wie der Rest ihrer Leidensgenossen. Auf ihre alte Schule konnte Esther schon früh nicht mehr gehen, da für Juden ein Besuch auf öffentlichen Schulen untersagt wurde. Von ihren früheren Freunden wurde sie oftmals gehänselt und man ließ sie die vom neuen Staat gewollte Ausgrenzung täglich spüren.

Die Familie war mittlerweile aus Saarlouis weggezogen, wo Esther auch geboren wurde, und sie besuchte das jüdische Landschulheim Herrlingen bei Ulm. In der Reichspogromnacht 1938 musste sie miterleben, wie ihr Vater von der lokalen SA abgeholt und eingesperrt wurde. In Ulm selbst musste sie mit ansehen, wie jüdische Bürger um einen Brunnen laufen mussten und dabei von SA Männern geschlagen wurden. Wie in vielen anderen deutschen Städten wurde auch hier die Synagoge ein Raub der Flammen. Für ihren Vater, der in vielen jüdischen Gemeinden als Kantor gearbeitet hatte und auch in Opern mitgesungen hatte, stand jedoch ein Verbleib als deutscher Patriot des 1. Weltkriegs in seiner Heimat fest. Er war festentschlossen sich von den Nationalsozialisten nicht verdrängen zu lassen und hoffte insgeheim darauf, dass ihr Terror über kurz oder lang enden würde. Seinen vier Kindern jedoch versuchte er ein baldiges Entkommen des Terrors zu ermöglichen. So schaffte es Esthers Bruder bereits 1938 nach Amerika und ihre Schwester nach Palästina auszuwandern. Während Esthers jüngere Schwester bei den Eltern blieb, versuchte auch Esther über die Vorbereitung auf ländliche Arbeit im Landwerk Neuendorf ihre Ausreise vorzubereiten. Der Kriegsausbruch, mit dem Überfall auf Polen im Jahr 1939, verhinderte dies jedoch. Esther besuchte die Schule bis 1941 weiter, bis die Nazis sie in ein Internierungslager umwandelten und damit ein Entkommen unmöglich machten. Der Plan „ihrer Endlösung der Judenfrage“, den sie am 20. Januar 1942 auf der Wannseekonferenz in Berlin finalisieren sollten, nahm so langsam Konturen an. Esther musste von nun an in einem Blumengeschäft Arbeit versehen, wobei sie, wie sie den Schülern berichtete, damit noch eine eher leichte Arbeit zugeteilt bekommen hatte. Mit ihrer Familie hatte sie jetzt schon keinen Kontakt mehr. Erst nach dem Krieg sollte sie erfahren wie es ihnen ergangen war.

Im Jahr 1943 wurde Esther von Berlin aus mit einem Sammeltransport ins Lager Auschwitz-Birkenau in Polen deportiert. Schon auf der Fahrt dorthin starben viele der in die Viehwagons gepferchten Menschen an Erschöpfung. Die Erleichterung war daher groß, als der Zug nach schier endloser Fahrt in Auschwitz ankam. An der berüchtigten Rampe wurden sie von Männern in zivil empfangen. Der Ton ihnen  gegenüber war, so berichtete Esther, durchaus nett. Sie wiesen auf seitlich von der Rampe stehende Lkws hin, die dort von den älteren und kränkelnden Zuginsassen zum Transport genutzt werden sollten. Esther wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass man auf diese Weise die nicht mehr arbeitsfähigen aussortieren wollte und sie auf direktem Wege zu den Gaskammern brachte. Esther, die von ihren Freunden aufgrund ihrer geringen Körpergröße bis heute  nur Krümel gerufen wird, entschied sich den Weg zum Stammlager zu Fuß anzutreten. In dem Moment, in dem sie und die anderen Frauen, von den Männern waren sie schon an der Rampe getrennt worden, das Lagertor mit der Inschrift „Arbeit macht frei“ durchquert hatten, wurden sie von SS-Frauen und Männern mit Schlägen und dem Ausspruch „jetzt werden wir euch Saujuden mal zum Arbeiten bringen“, empfangen. Sie wurden in den sogenannten Duschraum gebracht, um sich zu entkleiden. Besonders bedrückend für die Frauen war dabei, dass die SS-Männer ihnen beim Ausziehen zusahen und sich köstlich amüsierten. Anschließend wurde ihnen jegliche Körperbehaarung abgeschoren, bis einige bis zur Unkenntlichkeit entstellt waren. In einem nächsten Raum wurden sie geduscht. Im Gegensatz zu den Kammern, in die man die Kranken des Zugtransportes gebracht hatte, kam aus den Brausen in diesem Teil des Lagers Wasser. In den anderen Gaskammern des Lagers Auschwitz dienten die Duschbrausen nur als Attrappe. Dort wurde durch eine Klappe in der Decke eine Kapsel mit dem tödlichen Gas Zyklon B. zur Ermordung der eingepferchten Menschen hineingeworfen. Nach dem Duschen gingen Esther und die anderen Frauen in eine Heißlufttrockenkammer. Die Luft in dieser war so stickig, dass man kaum Luft bekam. Im Anschluss musste sie die im Lager übliche gestreifte Häftlingskleidung in Empfang nehmen. Nach diesem Martyrium gleich zu Beginn, dass den Frauen verdeutlichte wo sie hier hingekommen waren, wurden sie zu ihrer Unterkunft gebracht. In den ehemaligen Pferdeställen lagen sie auf Holzpritschen eng aneinander gedrängt. Wollte man vor allem im Winter etwas Wärme haben, musste man sich, so Esther, an wildfremde Körper schmiegen. Zu Essen gab es nur eine dünne Suppe und zu trinken, ein Tee ähnliches Gesöff. Jedoch spendete dieses zumindest etwas Wärme.

In den nächsten Tagen wurde sie ihrem Arbeitskommando zugeteilt. Mit diesem war es ihre Aufgabe Steine von einer Seite des Feldes auf die andere Seite zu tragen. Eine körperliche Arbeit, der die meisten total entkräfteten Frauen nicht mehr gewachsen waren. Besonders perfide dabei war, dass die Frauen die Steine am Folgetage von der einen wieder auf die Ursprungsseite zurücktragen mussten. Getreu dem Motto des Lagertors, sollten sich die Frauen durch oftmals völlig sinnlose Arbeit zu Tode schuften. Esther wurde schnell klar, dass sie dieses Kommando nicht lange überleben würde. So kam es wie ein Wink des Schicksals, als sie die Nachricht zu hören bekam, dass eine polnische Musiklehrerin mit der Gründung eines Mädchenorchesters für Auschwitz-Birkenau beauftragt wurde. Sie, die Tochter eines Kantors, war schon immer sehr musikalisch gewesen und im Gegensatz zu ihren Geschwistern sehr hartnäckig beim Erlernen der Instrumente gewesen. Daher konnte sie auch Klavier und Flöte spielen. Sie entschloss sich zum Vorspielen für das Orchester zu gehen. Auf die Frage, welches Instrument sie denn  spielen könne, erwiderte sie die von ihr beherrschten Instrumente. Man teilte ihr zu ihrer anfänglichen Enttäuschung jedoch mit, dass kein Klavier vorhanden sei und auch die Flöte nicht mehr besetzt werden müsse. Jedoch habe man ein Akkordeon. Die Frage, ob sie dieses auch spielen könne, bejahte Esther in ihrer Not, denn eine Rückkehr zum Arbeitskommando wäre ihr sicherer Tod gewesen. Mit der Bemerkung, dass sie schon einige Jahre nicht mehr gespielt habe und sich daher zum kurzen Üben vor dem Vorspielen noch einmal zurückziehen wolle, machte sich Esther nun daran einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage zu finden. Hierbei kam ihr jedoch ihr musikalisches Verständnis zu gute. Den einen Teil der Tasten kannte sie vom Klavier und die Knöpfe auf der anderen, die für die Akkorde stehen, konnte sie sich durch Ausprobieren ebenfalls herleiten. Nach kurzem Üben schaffte sie es die Musiklehrerein von ihrem Nutzen für das Orchester zu überzeugen. Von nun an war sie Teil des Auschwitzer-Mädchenorchesters. Die Instrumente waren dabei nicht etwa von den Nazis für das Orchester angeschafft worden, sondern den Neuankömmlingen bei der Ankunft mit den Zügen an der Rampe abgenommen worden.

Ihre zentrale Aufgabe war es, bei der Ankunft der Züge an der Rampe Musik zu machen. Diese diente, so Esther dazu, dass die Menschen ein positiveres Gefühl erhielten und sie sich ohne Vorahnung und mögliche Gegenwehr in ihr Schicksal ergaben. Nach einer Weile erkrankte Esther schwer an Typhus. Sie wurde nicht in das christliche Krankenrevier gebracht, sondern ins jüdische. Dort gab es keine medikamentöse Behandlung und auf Dauer hätte auch dieser Ort ihr den Tod gebracht. Nun kam es jedoch dazu, dass einer der größten Mörder von Auschwitz, SS-Hauptscharführer Moll, ihr das Leben retten sollte. Dieser hatte es sich besonders auf die Fahne geschrieben, das Orchester zu fördern. Als er nun hörte, dass seine Akkordeonistin zu sterben drohte, gab er zunächst die Anweisung Esther ins christliche Revier zu verlegen und ihr dort dann eine spezielle Zuwendung zukommen zu lassen. Jedoch trat zunächst das Gegenteil ein. Esther wurde von der behandelten Krankenschwester nicht berücksichtigt und lag zum  Schluss nur noch einen Raum von den Kranken entfernt, die man auf den Transport in eine der vier Gaskammern schickte. Als Moll dies mitbekam, ließ er die Krankenschwester antreten und teilte ihr mit, dass für den Fall, dass Esther sterben sollte, er auch ihrem Leben ein Ende setzen würde. Daraufhin besserte sich ihr Zustand zusehends. So konnte sie das Krankenrevier verlassen und wieder in ihre Baracke zurückkehren. Jedoch hatte in der Zwischenzeit eine andere Akkordeonspielern, die mit einem Transport aus Griechenland angekommen war, ihren Platz eingenommen. Esther erhielt mit Hilfe der Chorleiterin eine Gitarre zum Weiterspielen im Orchester. Die wichtigsten Griffe hatte ihr ein weiteres Mitglied des Orchesters beigebracht.

Esther berichtete den Schülern anschließend, dass ihr „Retter“, SS-Hauptscharführer Moll, besonders wegen seiner zwei abgerichteten Schäferhunde gefürchtet war. Diese hetzte er mehrere Male in ihrer Anwesenheit auf Frauen, die ihm nicht passten und sie ließen erst von ihnen ab, als sie sich nicht mehr bewegten. 1944  kam dann die Anweisung, dass jüdische Mischlingskinder ins Reich transportiert werden sollten. So kam Esther mit anderen ins Frauenlager nach Ravensbrück. Dort wurde sie in den Siemenswerken zur Produktion von Schaltern für U-Boote eingesetzt. Innerhalb kürzester Zeit lernte sie Russisch, um als Vorarbeiterin eine Gruppe von russischen Zwangsarbeiterinnen zu beaufsichtigen. Besonders stolz erzählte sie den Schülern von der Sabotage, die sie und die Frauen bei ihrer Arbeit durchführten, indem sie die Schalter falsch zusammenbauten. Diese kamen nach einigen Wochen zurück, weil sie für die deutsche Kriegsindustrie nicht nutzbar waren.

Mit Herannahen der russischen Armee wurde dann der Befehl zur Auflösung des Lagers gegeben. Zusammen mit allen noch verbliebenen Insassen musste sich Esther auf einen der sogenannten Todesmärsche begeben. Noch nicht einmal auf diesem zeigten die Nazischergen Erbarmen. So wurde jede Frau, die nicht mehr Schritt halten konnte, erschossen und am Wegesrand liegen lassen. Eines Tages hörte Esther zusammen mit den anderen Frauen ihrer Gruppe, wie einer der SS-Männer zum anderen sagte, dass nicht mehr geschossen werden dürfe. Dies war für Esther ein klares Zeichen dafür, dass das Kriegsende und die damit einhergehende Befreiung kurz bevorstand. So entschlossen sie sich dazu,  im nächsten Waldstück eine nach der anderen wegzulaufen. Bereits im Lager hatten kommunistische Mithäftlinge ihnen den Rat gegeben, unter ihre Häftlingskleidung normale Sachen zu ziehen, um nach einer möglichen Flucht nicht aufzufallen.  Auf diese Weise gelang ihnen die Flucht und wenige Tage später wurden sie von amerikanischen Soldaten aufgegriffen und damit befreit.

Besonders eindrücklich erinnerte sich Esther Bejarano noch an ein Ereignis kurz nach ihrer Befreiung in einem  Ort in Mecklenburg. In einem Gasthaus waren sie und einige ihrer Freundinnen in Gespräche mit Amerikanern vertieft, als sie plötzlich lautes Geschrei auf der Straße hörten. Sie liefen auf den Dorfplatz,  sahen  wie sich russische und amerikanische Soldaten um den Hals fielen und das kurzbevorstehende Kriegende feierten. Plötzlich übergab einer der GIS Esther ein Akkordeon. Sie hatte kurz zuvor in der Gaststätte von ihrer Zeit in Auschwitz erzählt. Nun stand sie auf dem Dorfplatz uns spielte Akkordeon, während ihre Freundinnen zusammen mit den anderen Soldaten um ein Feuer tanzten, das durch ein großes Bild Adolf Hitlers entfacht worden war.

Für Esther stand nun fest, dass sie ihre Familie sobald wie möglich wieder treffen wollte. Da sie nicht wusste, wo ihre Eltern und die jüngste Schwester geblieben waren, entschloss sie sich dazu, zu ihrer älteren Schwester nach Palästina zu gehen. Im sogenannten Kibbuz Buchenwald bei Fulda, welches ein Vorbereitungslager für die Ausreise nach Palästina war, erhielt sie die nötigen Unterlagen. In Palästina lernte sie später ihren Mann kennen und bekam zwei Kinder.

Das Schicksal ihrer Familie sollte sich, so berichtete sie den Schülern weiter, erst vor wenigen Jahren ganz klären. Ihren Vater hatte man 1941 vor die Wahl gestellt, seine Frau zu verlassen und damit aufgrund seines Mischlingsstatus gerettet zu werden, oder aber mit ihr zusammen deportiert zu werden. Für ihren Vater war es dabei selbstverständlich seiner Frau auch in diesen schweren Zeiten zur Seite zu stehen. Beide fanden den Tod in Polen. Ihre Schwester hatte versucht mit ihrem Mann in die Schweiz zu entkommen und so ihrem Schicksal zu entgehen. Dort wurde sie aber von Grenzposten aufgegriffen und an die Deutschen ausgeliefert. Diese brachten sie ins Sammellager Westerbork in den Niederlanden, von wo aus man sie direkt ins Vernichtungslager Auschwitz transportierte. Ruth wurde dort 1942 ermordet, ein Jahr bevor ihre Schwester dort ankam und aufgrund des Mischlingsgesetzes der Ermordung entkommen konnte.

Diese Verluste hat Esther bis heute nicht verschmerzt. Vor allem der Umstand, dass ihre Schwester auch nach Auschwitz-Birkenau verbracht wurde und das Lager nicht lebend wieder verließ, schmerzt sie sehr. Sie hatte bis zur Aufklärung des Schicksals ihrer Schwester vor zwei Jahren immer noch ein positives Gefühl dabei gehabt, dass, wenn ihre Schwester schon hatte sterben müssen, sie zumindest zusammen mit ihrem Mann hatte sterben können. Dies war in Auschwitz, aufgrund der Trennung von Frauen und Männern an der Rampe, wohl nicht der Fall gewesen.

Auf die Frage hin, ob sie denn, nachdem sie sich aufgrund gesundheitlicher Probleme und der Kriegsdienstverweigerung ihres Mannes in Israel schweren Herzens zu einer Rückkehr nach Deutschland entschieden hatte, wieder mit Antisemitismus konfrontiert sah, antworte Esther mit einem klaren Ja. So wurde ihr Mann in ihrem ersten Wohnort Uetersen stark angefeindet, als sich im Dorf die Nachricht verbreitet hatte, dass der Besitzer der lokalen Disco Jude war. Man schickte ihm sogar Schlägertrupps vorbei, die für „Ordnung sorgen sollten. Auch ihr endgültiger Entschluss, über ihr Schicksal zu sprechen, fiel aufgrund von rechten Anfeindungen. So kam es, dass nach ihrem Wegzug aus Uetersen ein Stand der NPD in der Nähe ihres Bekleidungsgeschäftes Position bezog. Gegen diesen Stand und die dort propagierten Parolen, erhob sich eine kleine Gruppe Gegendemonstranten. Als diese dann von der Polizei mit Schlagstöcken traktiert wurden, zum Schutze der Rechten, schritt Esther ein und stellte einen der Polizisten zur Rede. Sie wollte wissen, wie dieser sich denn so massiv für die rechten NPD-Mitglieder einsetzen könne. Dieser erwiderte ihr nur, dass sie sich nicht so aufregen solle und am besten, um einen Herzinfarkt zu vermeiden, wieder zurück in ihr Geschäft gehen solle. Esther jedoch hielt ihn fest an seinem Kragen, worauf er ihr mit Polizeigewahrsam drohte. Esther erwiderte ihm, dass sie davor, aufgrund ihrer Vergangenheit in Auschwitz, keine Angst habe. Der Polizist wusste darauf nichts mehr zu entgegnen, jedoch forderten ihn die Betreiber des NPD-Standes dazu auf, sie gefälligst zu verhaften. Esther war von diesen Ereignissen so schockiert, dass sie beschloss ihr Schweigen zu brechen, um frühzeitig gegen diesen offenen Hass vorzugehen. Von diesem Zeitpunkt an setzte sie sich aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit und das Vergessen ein.

Demgemäß war es ihr auch eine Herzensangelegenheit mit den Oberweseler Schülern ins Gespräch zu kommen, obwohl sie erst am Abend zuvor ein Konzert zusammen mit ihrem Sohn und der Band „Microphone Mafia“ in Büchenbeuren gegeben hatte. Alle beim Gespräch anwesenden Schüler waren zutiefst von dieser starken Persönlichkeit angetan und dankbar für ihre Ausführungen. Man war sich einig, dass man mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in der Zukunft alles dafür tun wird, dass sich ein solches Geschehen nicht mehr wiederholen kann.






26.02.2018


Gewaltprävention anders: Professionelles Theater zu Gast an der Schule


Das Ensemble „Radiks“ aus Berlin gastierte am 16. Januar mit zwei Theaterproduktionen zu den Themen „Mobbing“ und „Fremdenfeindlichkeit, Respekt, Freundschaft“, an der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel.

Jeweils 140 Schülerinnen und Schüler sahen die beiden Stücke, die im Rahmen der schulischen Gewaltprävention zur Aufführung kamen. Die gelungenen Inszenierungen sind von den Schulklassen zunächst im Unterricht vorbereitet worden. Die Dramatik in den Werken, die jeweilige Spannung und auch der Charme der Schauspieler konnten dann von den Jugendlichen begeistert mitverfolgt werden. Die Organisation lag in den Händen von der pädagogischen Koordinatorin Claudia Weber, Christoph Zirfas und Schulsozialarbeiter Thomas Theis.

In dem ersten Stück „Fake – oder war doch nur Spaß“, wurden die Themen Mobbing, Medienkompetenz und Cyber-Mobbing behandelt. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassenstufe wie Aspekte der Sprachlosigkeit der Opfer und Zuschauer sowie die Suche nach Anerkennung und Achtung unter Gleichaltrigen, miteinander zusammenhängen. Ebenso das Phänomen des Mobbings als Selbstläufer, das sich unabhängig von anfänglichen, eher harmlosen Streitigkeiten, unter Jugendlichen entwickeln kann.

Bei dem zweiten Werk „Wir waren doch mal Freunde“, handelte es sich um eine Kriminalgeschichte, die sich mit den Themen Respekt, Fremdenfeindlichkeit und Freundschaft beschäftigte. Die professionellen Darsteller Romana Schneider und Alexander Abramyan, fesselten die Jugendlichen der neunten und zehnten Jahrgangsstufe mit der tragischen Geschichte des 16-jährigen Joschas, der einen Obdachlosen aus einem in Brand gesteckten Asylheims für Flüchtlinge rettet und dabei selbst unter Verdacht gerät. Für die Schülerinnen und Schüler der kooperativen Realschule Oberwesel war dieses Stück nicht nur ein einfacher Beitrag zur Reflexion von Fremdenfeindlichkeit, sondern vielmehr ein weiteres Element im Schulprogramm „Schule ohne Rassismus“, welches täglicher und fester Bestandteil im Schulalltag ist.

Die schauspielerische Leistung und Authentizität der beiden Theaterprofies kam bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an. Auch in der anschließenden gemeinsamen Diskussion fanden die Darsteller den richtigen Ton zu den Jugendlichen und beantworteten deren Fragen in einem offenen und ungezwungenen Rahmen. Dabei wurden nicht nur Fragen bzgl. des Inhaltes der Stücke gestellt, sondern auch persönliche Fragen beantwortet, wie beispielsweise: „Sie haben sich auf der Bühne geküsst. Sind sie privat auch ein Paar?“ Es wurden aber auch die Fragen nach der Motivation des Autors gestellt, sich diesem Thema zu widmen.

Das Ensemble „Radiks“ gastiert bundesweit mit diesen Inszenierungen an deutschen Schulen und möchte so einen Beitrag für ein besseres Miteinander und gewaltfreie Schulen liefern. Die Schulgemeinschaft der Heuss-Adenauer Mittelrhein Realschule plus sieht sich nicht nur durch die beiden Theaterstücke darin bestärkt weiter in Sachen Cybermobbing, Gewaltprävention und den Kampf gegen Rassismus fortzuführen. Die „Radiks“ haben jedoch einen starken Impuls gesetzt, sich noch intensiver in der Schulgemeinschaft mit diesen Themen auseinanderzusetzen.






06.02.2018


Menschenrechtsverletzungen weltweit– Oberweseler Schüler protestieren


Im Rahmen der Menschenrechtsbildung im schulspezifischen Wahlpflichtfach UNESCO erörterten Neuntklässler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus in Oberwesel anlässlich des internationalen Menschenrechtstages am 10. Dezember Fälle von Menschenrechtsverletzungen, die Amnesty International in ihrem Briefmarathon 2017 veröffentlichte.

Die Schüler erstellten eine Info-Präsentation, die sie in allen Klassen der Schule vorstellten.

Die gesamte Schulgemeinschaft hatte im Folgenden an zwei Tagen die Möglichkeit, in der Pausenhalle sich vertiefend zu informieren und ihren Unmut in Protestbriefen an die entsprechenden Staatsoberhäupter der Länder kundzutun.

Die Teilnahme an der UNESCO-Projektschule war mehr als befriedigend: 379 Protestbriefe wurden geschrieben!

Die meisten Briefe gehen nach Jamaika, wo eine Frau Gerechtigkeit verlangt. Ihr Bruder wurde von der Polizei aufgrund einer fragwürdigen äußerlichen Ähnlichkeit zu einem Tatverdächtigen erschossen. Die Polizei blockt bisher jede Untersuchung ab.

Drei weitere Fälle wurden thematisiert:

Ein transgeschlechtlicher Mann, der gegen Diskriminierung und für Anerkennung in Finnland kämpft. In der Öffentlichkeit bekannt: grundlos inhaftierte Journalisten in der Türkei.

Der Blogger Mahadine lebt im Tschad und postete auf Facebook regierungskritische Videos, wofür ihm nun eine lebenslange Haftstrafe droht.

Beim Briefmarathon 2016 wurden 4.660.774 Briefe verschickt und diese forderten Regierungen auf, die Menschenrechte zu achten. 331.395 Briefe allein in Deutschland.

Die Schüler lernten, sich für das Thema Menschenrechte zu interessieren, zu engagieren und ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen, getreu dem Motto: informieren – solidarisieren – handeln.

Die Teilnahme an der Briefaktion war freiwillig.






06.02.2018


Schüler der Realschule plus Oberwesel auf großer Fahrt


Zusammen mit ihren Lehrern Christiane Cronester, Marcel Griesang, Nina Hartenfels und Christine Kohl begaben sich die Schüler der Klassen 10a/10b auf ihre Abschlussfahrt in die englische Metropole. Angekommen auf der Insel, wurden sie von einer Schneelandschaft empfangen, wie sie die begleitenden Lehrer trotz vieler Aufenthalte in England noch nie gesehen hatten. In London erwartete die Gruppe dann ein reichhaltiges Angebot an Aktivitäten. Neben dem Besuch von Madame Tussaud’s Wachsfiguren, wagten sich die Schüler auch in die Abgründe Londons bei der Tour durch das London Dungeon. Dort war man unter anderem heilfroh, den Fängen Jack the Rippers entronnen zu sein. Bei der nächtlichen Fahrt im London Eye konnte die Gruppe den atemberaubenden Blick über die Dächer Londons genießen. Fürs leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt. So stärkten sich die Schüler an einem Abend im Hard Rock Cafe bei angesagter Musik, während sie an anderer Stelle im Winter Wonderland ihren Hunger stillten. Dort wagten sich auch einige ganz Tollkühne auf den Free Fall Tower.

Shopping sollte natürlich auch nicht zu kurz kommen. So deckten sich manche mit einer so großen Zahl an Kleidungsstücken ein, dass der Bus kaum noch eine freie Stelle aufwies. Beeindruckend für die Schüler war auch der Gang über den Glasboden der Tower Bridge. Einige ließen es sich dabei nicht nehmen, sich von Klassenkameraden auf dem Rücken liegend hoch über der Themse ablichten zu lassen.

Nach fünf ereignisreichen Tagen traten die Schüler die Rückfahrt aus London an. Alle waren einstimmig der Meinung, dass die Klassenfahrt ein absolutes Highlight der gemeinsamen Schulzeit war.






23.01.2018


Schüler erkunden winterliche Bergwelt rund um das Dachsteinmassiv


19 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c machten sich am Sonntagmorgen, 14. Januar 2018, mit ihrer Klassenlehrerin, Christina Leibundgut, und den begleitenden Lehrern Claudia Weber und Christoph Vickus auf den Weg in den langersehnten Schnee. Wolfgang Geiß, der zum 50. Mal für einen sicheren und unterhaltsamen Transport sorgte, komplettierte das kompetente Team. Nach achtstündiger Fahrt und fachmännischer Skibindungseinstellung beim Sport-Ski Willy, einem renommierten Skisportfachgeschäft in Ramsau / Dachstein, war der Peterbauerhof bei Schladming erreicht, wo die Herbergsmutter Andrea die angehenden Skifahrer herzlich mit einem leckeren Abendessen empfing.

Nach aufgeregtem Beziehen der Zimmer fielen alle ins Bett, um Kräfte für den kommenden Tag zu sammeln.

Die ersten Skigewöhnungsübungen auf dem für fast alle Schüler ungewohnten Sportgerät wurden am nächsten Morgen mit viel Begeisterung auf dem leicht abschüssigen Gelände am Klanglift in Ramsau-Ortsmitte aufgenommen. Nach der mittäglichen Stärkung im bäuerlichen Quartier diente die Märchenabfahrt auf dem Rittisberg der Festigung der Lernerfolge.

Die zehn wichtigsten FIS-Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder wurden gleich am zweiten Abend thematisiert, denn am übernächsten Tag ging es schon ins alpine Skigebiet.

Sowohl die Pisten der idyllischen Fageralm als auch die Pisten der Hochwurzen, einem Berg am nördlichen Rand der Schladminger Tauern über dem Ennstal, boten den skibegeisterten Jugendlichen in den nächsten drei Tagen ausreichend Übungsmöglichkeiten. Auch die Klassenleiterin, Frau Leibundgut, absolvierte den angebotenen Skikurs und erhielt am Ende der Woche den Ehrentitel „Frau Skiundgut“.

Am Abend des vorletzten Tages bot sich den Schülern aus dem Oberen Mittelrheintal ein weiteres Highlight der Klassenfahrt: Die abendliche Fackelwanderung zur urigen Sonnenalm. Hüttenwirt Gerhard arrangierte wie gewohnt mit kniffligen Geschicklichkeitsspielen, delikatem steirischen Essen und textsicheren Liedbeiträgen den Hüttenabend, nicht nur die Mädels der Klasse 8c bewegten sich rhythmisch zu den Liedern der aktuellen Charts.

Der Wettergott zeigte sich während der gesamten Woche von seiner winterlichen Seite. Tägliche Neuschneefälle um ca. 20 cm verwandelten die Dachstein-Tauern-Region in eine wunderschöne winterliche Landschaft und ließen das Skifahren auf Pulverschnee zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Jeder Schüler erfuhr individuelle wintersportliche Erfolgserlebnisse, was sich in strahlenden Gesichtern und glänzenden Augen widerspiegelte.

Eine traditionelle Skitaufe und die Prämierung verdienter Schüler wurden am Abschlussabend ebenfalls von allen Beteiligten mit viel Begeisterung aufgenommen. Die Klasse bedankte sich eindrucksvoll und sangesstark bei ihren Lehrern mit „Hey, wir woll´n nach Ramsau geh’n“ und rundete den letzten Abend so musikalisch ab.

Mit vielen neuen Eindrücken, tollen Erlebnissen und dem guten Gefühl, eine harmonische Woche mit der Klasse verbracht zu haben, ging es am Samstag, 20. Januar wieder zurück ins heimische Rheintal, wo alle unverletzt und sehnlichst erwartet von ihren Eltern in die Arme geschlossen wurden.

Im März fahren die Parallelklassen 8a und 8d ins Skischullandheim nach Ramsau. Die Schilderungen der 8c lassen die Vorfreuden in den kommenden Wochen sicherlich noch steigen.

Ski heil!






23.01.2018


Realschule plus Oberwesel präsentierte lebendiges Schulleben


Am vergangenen Samstag, den 13. Januar, öffnete die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel ihre Türen für alle interessierten Viertklässler, die im kommenden Schuljahr die Klassenstufe 5 der dortigen Orientierungsstufe besuchen möchten, sowie deren Eltern und Geschwisterkinder.

Um auf die besonderen Bedürfnisse von Eltern und Grundschülern eingehen zu können, wurden diese jeweils in separaten Kleingruppen von Lehrkräften durch die Schule geführt. Während den Kleinen in spielerischen Angeboten ein kindgerechter Einblick in das vielfältige Schulleben vermittelt wurde, standen in den Elterngruppen zentrale organisatorische und pädagogische Aspekte im Vordergrund.

Bei der Begrüßung durch die Schulleitung wurde neben allgemeinen Informationen zur kooperativen Realschule auch das Schulprofil umfassend erläutert. Dessen Kernaspekte sind vor allem Medienkompetenz, rhythmisierte Ganztagsschule, Schwerpunktschule, Bläserklasse und die UNSECO-Projektschule. Davon, dass die Schule sich diese Dinge nicht bloß auf die Fahnen schreibt, sondern sie auch lebt, konnten die Eltern sich anschließend in unterschiedlichen Workshops überzeugen. So wurden beispielsweise die gut ausgestatteten Computerräume sowie der im Rahmen der Ganztagsschule eingerichtete Ruheraum besichtigt und die alltägliche Arbeit mit den zahlreichen interaktiven Whiteboards demonstriert - Dinge, die in Oberwesel mittlerweile nicht mehr aus dem Unterricht wegzudenken sind.

Auch die einzelnen Fachbereiche präsentierten ihre Arbeit äußerst eindrucksvoll. Im naturwissenschaftlichen Bereich demonstrierten fachkundige Neuntklässler Experimente aus der Chemie, in der Physik kamen Solarmodule und Brennstoffzellen als Energiewandler zum Einsatz,  im NaWi-Raum stellten Zehntklässler die Unterrichtseinheit Robotic aus dem Wahlpflichtfach TuN vor, während Orientierungsstufenschüler anschließend die Arbeit mit den Digitalmikroskopen demonstrierten. Eine Ausstellung im 2. Stock zeigte die Vielseitigkeit des Oberweseler Schullebens: die Kooperation mit dem FSV Mainz 05 wurde dargestellt, die UNESCO-Tätigkeiten und die Ruanda-Partnerschaft präsentiert, beliebte Schulfahrten nach London und Ramsau auf Stellwänden thematisiert und die Bienen-AG verschenkte Kostproben des prämierten Schulhonigs und Wachskerzen. Ein Blick in unterschiedliche Klassenräume, ein Ständchen der Bläserklasse und auch eine leckere Kostprobe vom Können der Schüler des Faches Hauswirtschaft- und Sozialwesen in der Lehrküche rundete den Eindruck der Besucher ab. Zusätzlich konnten sich die Gäste in den Pausen auch in der Mensa stärken, wo dank tatkräftiger Unterstützung durch den Schulelternbeirat in reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken bereit stand.

Nach einem rundum gelungenen Tag der offenen Tür freut sich die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel nun auf zahlreiche Anmeldungen für das kommende Schuljahr. Die Anmeldetermine sind von Mittwoch, 14. Februar, bis Freitag, 23. Februar 2018, jeweils von 8.00 - 16.00 Uhr, außer am Freitag, 23. Februar, von 8.00 - 13.00 Uhr. Es ist begrüßenswert, wenn die Kinder mit zur Anmeldung kommen.






23.01.2018


Vorlesewettbewerb 2017 an der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel


Gibt es an einem eisigen Wintertag etwas Besseres als ein gutes Buch und leckere Plätzchen?

Die Realschule plus Oberwesel veranstaltete den Vorlesewettbewerb der 6.Klassen in der winterlich geschmückten Bücherei. Drei tapfere Kandidatinnen versammelten sich samt Jury um einen großen Tisch, der mit einem Teller voller Leckereien gedeckt war.

Zuvor wurden die Teilnehmer als individuelle Sieger ihrer Klassen bestimmt und hatten nun die Aufgabe, gegeneinander anzutreten, um die Schulsiegerin zu ermitteln. Zur Unterstützung durfte den aufgeregten Schülerinnen ein Klassenkamerad zur Seite stehen.

Zu Beginn stellte jede Schülerin eine ausgewählte Stelle aus ihrem Lieblingsbuch vor. Um das wirkliche Können der jungen Vorleserinnen zu erfahren, war im Anschluss noch ein unbekannter Text zu lesen. Die Jury einigte sich nach einiger Beratung auf die Siegerin: Lana Röse aus der Klasse 6c wird die kooperative Realschule im Vorlesewettbewerb auf Kreisebene vertreten dürfen. Glücklich und stolz nahmen alle Teilnehmerinnen einen Buchpreis als Trophäe für ihre Leistung entgegen und freuten sich mit der Siegerin. Die ganze Schule drückt Lana die Daumen, wenn sie beim Kreisentscheid als mutige Vertreterin der Realschule plus Oberwesel antreten wird.






22.12.2017


Fünf Kinder von der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel gewinnen Hauptpreise beim Wettbewerb „Einfälle gegen Unfälle“


Strahlende und erwartungsvolle Gesichter bei der Preisverleihung zum Mal- und Zeichenwettbewerb „Einfälle gegen Unfälle“, den die Unfallkasse Rheinland-Pfalz jährlich für die allgemeinbildenden Schulen ausschreibt. Gemeinsam mit Staatssekretär Hans Beckmann vom Ministerium für Bildung zeichnete Geschäftsführer Manfred Breitbach die Hauptgewinnerinnen und -gewinner mit einer Urkunde, einem Geldpreis sowie einem Buch aus. Die Kinder waren auf Einladung der Unfallkasse mit ihren Eltern und Lehrpersonen aus ganz Rheinland-Pfalz nach Andernach gekommen. Während der Feier hatten die jungen Künstlerinnen und Künstler Gelegenheit, ihre prämierten Gemälde vorzustellen. Mit dabei fünf Schulkinder von der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus in Oberwesel: Schülerin Isabou Brammer erreiche den zweiten Platz, Schülerin Areeba Doger den dritten Platz, Schülerin Leonie-Lara Tiebel den vierten Platz, die beiden Schüler Hanam Brim und Mert Hennebeul jeweils einen fünften Platz.

„Die Preisverleihung kurz vor Weihnachten gehört für mich zu den schönsten und auch wichtigsten Veranstaltungen im Jahr. Die Bilder zeigen: Unser Anliegen, das Thema Prävention in den Unterricht zu tragen, ist uns auch in diesem Jahr mit dem Wettbewerb gelungen“, richtete sich Manfred Breitbach lobend an die ausgezeichneten Kinder und ihre Lehrpersonen.

„Die Schülerinnen und Schüler haben es auch in diesem Jahr wieder auf bewundernswerte Weise geschafft, das wichtige Thema der Unfallvermeidung vielfältig und kreativ in ihren Bildern umzusetzen. Es sind richtige Kunstwerke entstanden. Ich danke allen Teilnehmenden von den 122 rheinland-pfälzischen Schulen und gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern ganz herzlich“, so Staatssekretär Hans Beckmann.

3.652 Sechstklässler aus rheinland-pfälzischen Schulen beteiligten sich in diesem Jahr am Wettbewerb der Unfallkasse. Dieser findet – unterstützt durch das Ministerium für Bildung – bereits seit 1982 mit großer Beteiligung der Schulen statt: Fast 100.000 Kinder beschäftigten sich in dieser Zeit in vielfältiger Weise mit unterschiedlichen Präventionsthemen.

Während der Veranstaltung überraschte Geschäftsführer Manfred Breitbach auch in diesem Jahr drei Schulen mit einem Sonderpreis für ihr besonderes Engagement beim Wettbewerb. Diese Gewinne, die für die Schulgemeinschaft bestimmt sind, gehen an die Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule in Trier, die Mittelrhein-Realschule plus in Oberwesel und das Kurfürst-Salentin-Gymnasium in Andernach. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler dürfen sich über einen Buchpreis freuen, der ihnen über ihre Schule zugestellt wird. Alle Kinder, die sich am Wettbewerb beteiligt haben, erhalten von der Unfallkasse einen kleinen Anerkennungspreis.

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb

Die Ausschreibungsunterlagen für den nächsten Wettbewerb gehen den Schulen nach den Sommerferien 2018 zu. Zeitgleich können die Unterlagen dann auch im Internet unter www.ukrlp.de, Webcode: b878, heruntergeladen werden.

(Pressebericht der Unfallkasse Rheinland-Pfalz)






22.12.2017


Oberweseler Bläserklasse auf Tournee


Seit nun fast zehn Jahren gehört die Bläserklasse zu den Besonderheiten der kooperativen Realschule in Oberwesel.

„Gemeinsam musizieren, aufeinander hören und so eine Klassengemeinschaft bilden“ ist am wich­tigsten für Christoph Zirfas, Musiklehrer der Bläserklasse 6b. Es ist für Kinder und Jugendliche ungemein motivierend in einer musikalischen Gemeinschaft zu starten, so Zirfas. Das Konzept ist ganz einfach: Fünftklässler ohne musikalische Vorkenntnisse, aber natürlich mit der Lust an der Musik, starten in der Bläserklasse der Oberweseler Realschule ab dem ersten Ton gemeinsam. Die Kinder lernen im Zusammenspiel, was es heißt, ein Teil eines Orchesters (und so auch einer Klasse) zu sein. Bereits nach wenigen Stunden können die Kinder einfache, kleine Stücke spielen. Ziel ist es, dass die Kinder nach dem sechsten Schuljahr im Schulorchester oder auch in benachbarten Musikvereinen weiter musizieren.

Natürlich wird die „Bläserklasse“ von fachkundigem Personal geleitet. Die Musiklehrer Julia Kingen, Thomas Maier, Christoph Zirfas und Dirk Zorbach sind für Bläserklassen zertifiziert.

In der Adventszeit organisiert die pädagogische Koordinatorin Claudia Weber die Bläserklassentournee, damit die Mädchen und Jungen der 6b ihr gemeinsames Musizieren präsentieren können. Die Nachwuchsmusiker treten in den umliegenden Grundschulen auf. Außerdem spielen sie bei der musikalischen Weih­nachtsfeier ihrer Klasse.

Bei den „Mitmachkonzerten“ in den Grundschulen durften die Grundschüler das Orchester dirigieren, Percussionsinstrumente bedienen, Holz- und Blechbläser kennen lernen und bei dem Stück „Indian River“ die verschiedenen Musikpassagen, über Melodie und Bildkarten identifiziert, der Handlung zuordnen. Für die Kinder der Bläserklasse war es besonders schön, an ihre alten Schulen zurück zu kehren und die ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer mit ihrem neu erworbenen Können zu beeindrucken. Kaum zu glauben für die Zuhörer, dass die Gruppe erst seit gut einem Jahr zusammen spielt: „Das ist ja wie bei einer richtigen Band; hört sich cool an!“

Wer neugierig geworden ist kann unsere Bläserklasse am Tag der offenen Tür am 13. Januar 2018 live erleben. Die Kinder begrüßen um 9 Uhr die Gäste in der Mensa und bieten für interessierte Kinder das Ausprobieren der Instrumente im Filmsaal an.






22.12.017


Oberweseler Schüler besuchen Bulle und Bär


Beim Besuch der Frankfurter Börse lernten die Jugendlichen, dass der Bär vor der Börse in Frankfurt für fallende, der Bulle für steigende Aktienkurse steht. Die Exkursion der Wahlpflichtfach-Gruppen Wirtschaft und Verwaltung der Klassenstufen 9 und 10 war Teil der Unterrichtseinheit rund ums Geld und Aktienhandel. Bereits durch das Börsenspiel der Sparkasse konnten die Schülerinnen und Schüler ihr theoretisches Wissen erproben und feststellen, dass bei der Geldanlage in Aktien Chancen und Risiken stecken, und vor allem genaues Beobachten und Geduld gefragt ist. Im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank konnte man verschiedene alte und neue Währungen bewundern, Geldscheine auf ihre Echtheit prüfen und die Gefahren von Inflation und Deflation beleuchten.
Ein Schüler resümierte: „Gut, dass wir uns die Börse mal in echt anschauen konnten; ich habe mir das ganz anders vorgestellt.“ Durch die gewonnenen Eindrücke vor Ort und das Lernen im außerschulischen Lernort Museum wurde der WuV-Unterricht bereichert.






22.12.2017


Ein Blick hinter die Kulissen…


Am Dienstag, 14. November, begab sich die Klasse 9d auf eine Exkursion ins Staatstheater nach Mainz. Im Musikunterricht behandelten die Schülerinnen und Schüler das Themenfeld „Musiktheater“ mit ihrem Fachlehrer Thomas Maier. Einige Werke und Sujets wurden bereits im Unterricht erarbeitet und so bot es sich an, dass man auch einmal einen Blick hinter die Kulissen eines Theaterbetriebes erhaschen konnte. Gemeinsam mit zwei Vertretern der Theaterpädagogik wurden verschiedene Werkstätten, Fundus und (Probe-)Bühnen besichtigt und die Beschäftigten mit einigen Fragen „gelöchert“. Begeistert waren die Schülerinnen und Schüler vor allem von der Schneiderei und der Maskenbildnerei. Diese Betriebserkundung zeigte über 32 Beschäftigungsmöglichkeiten in einer solchen Einrichtung. Einig waren sich am Schluss alle, dass die Berührungsängste mit „Oper“ völlig unbegründet sind und diese Zugangsmöglichkeit spannend ist und das Interesse auf Mehr geweckt hat.






13.11.2017


Realschule plus Oberwesel zu Besuch im Globus


Am letzten Wandertag besuchte die Klasse 6b den Globus in Simmern. Dieser Wandertag wird bei der Realschule plus Oberwesel unter dem Schwerpunkt der Berufsorientierung durchgeführt. Der Globus führt dabei eine Betriebsbesichtigung durch, die auch Bereiche hinter der Theke zeigt.

Nach einer kurzen Information rund um die Firma Globus, die schon 1828 in St. Wendel von Franz Bruch gegründet wurde und der heute mit über 400 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber in Simmern ist, mussten sich die Schülerinnen und Schüler erst mal umziehen.   Im Anschluss zeigte der Bäckermeister einige Maschinen zur Herstellung von Backwaren, wie die Knetmaschine, eine Berlinerfriteuse oder den befahrbaren Backofen. In der Bäckerei durften die Schüler auch drei Brötchen selbst mit verschiedenen Körnern bestreuen und backen. Nach der Bäckerei besuchten die Schüler die Warenannahme, die Kühllager und die Müllbeseitigungsanlage. Der Globus lud die Kinder danach in der Cafeteria zu einem vielfältigen Frühstück mit süßem und salzigen Gebäck, Getränken und Obst ein. Ein weiterer Höhepunkt waren die Automaten zur Pfandflaschenrücknahme. Dort wird hinter den Automaten noch jeder Kasten und jede Flasche von Hand weiter sortiert. Diese Handarbeit überraschte viele Kinder. Zum Dank spielte die Bläserklasse 6b drei kleine Musikstücke im Eingangsbereich des Globus. Dort konnten die Schüler zeigen, dass sie in eineinhalb Jahren Bläserklasse sehr viel gelernt haben.

Zum Schluss bekam jeder Schüler nun seine drei gebackenen Brötchen und etwas Wurst mit auch den Nachhauseweg. Für diesen informativen und interessanten Rundgang durch den „Gläsernen Globus“ und die reichhaltige Verköstigung möchten wir uns beim Globus und besonders bei Frau Hammen bedanken.






13.11.2017


Zahlreiche Betriebe besuchten die Realschule plus Oberwesel


Zum Berufsinformationstag 2017 waren 25 Betriebe aus unterschiedlichen Bereichen in die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel gekommen, deren Vertreter sich den Schülerinnen und Schülern vorstellten und Rede und Antwort standen.

Neben vielen bekannten Betrieben aus dem letzten Jahr wie der BOMAG, Hahn Automation,  Polizei, Bundeswehr, Deutsche Bahn oder Continental Teves waren auch zahlreiche neue Betriebe wie die SCHOTTEL, die Landesapothekerkammer, die IKK, Westnetz, Sonntag Bauunternehmung und das Golfhotel Stromberg  vertreten. Aus dem sozialen Arbeitsfeld nahmen aufgrund der verstärkten Nachfrage bei den Schülerinnen und Schülern mit der Loreleyklinik Oberwesel, der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Bad Kreuznacher Diakonie, den Mittelrhein-Kliniken auch erstmals das Altenzentrum Haus Elisabeth gleich vier Vertreter teil. Zudem konnte sich eine Gruppe den physiotherapeutischen Teil der Loreley-Klinik in Oberwesel vor Ort ansehen.

Aus dem Bereich Einzelhandel waren mit Rossmann und REWE ebenfalls zwei Vertreter anwesend, für die Banken stellten sich die Kreissparkasse Rhein-Hunsrück und die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück zur Verfügung. Den Schülern wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, denn mit Ehrhardt & Partner, dem Rheinhotel Bellevue, der Kreishandwerkerschaft sowie der Kreisverwaltung waren zudem Arbeitgeber mit unterschiedlichen Ausbildungsberufen dabei.

In drei Workshops, die die Schüler zuvor nach ihren Interessen wählen konnten, stellten sich die Betriebe vor, um dann auf die verschiedenen Ausbildungsplätze ihrer Branche hinzuweisen. Arbeitsaufgaben, Ausbildungsdauer, Bewerbungsbesonderheiten, Kompetenzen und vieles mehr waren Themen der Workshops. Bei einigen Betrieben waren auch praktische Dinge gefragt. So hatte die BOMAG eigens einen Schweißapparat mitgebracht, mit dem die Schüler üben konnten und die SCHOTTEL hatte diverse Übungen im Bereich der Elektrotechnik mitgebracht.

Bereits eine Woche zuvor hatten sich vier weiterführende Schulen (Julius-Wegeler-Schule Koblenz, die BBS Boppard, die BBS Simmern sowie die Rochus-Realschule plus Bingen mit FOS) den über 100 interessierten Eltern und Schülern vorgestellt. Bei diesem Elterninformationsabend präsentierten sich mit Westnetz, SCHOTTEL, BOMAG, Deutsche Bahn und Continental-Teves auch fünf Betriebe.

Nicht nur die Teilnehmer zeigten sich zufrieden, auch die Betriebe verließen gut gelaunt die kooperative Realschule. „Wir hatten viele spannende Workshops. Die Rückmeldung der Schüler zeigt, dass der Tag für viele ein voller Erfolg war, denn einige konnten auch Praktika bzw. Einladungen für Vorstellungsgespräche ergattern. Das freut uns natürlich sehr und zeigt, wie sehr die Wirtschaft an den jungen Menschen interessiert ist“, so Berufswahlkoordinator Peter Krämer.






27.09.2017


Schüler sehen ersten Sieg von Mainz 05


Als Partnerschule von Mainz 05 bekam die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel kurzfristig Eintrittskarten zum Bundesligaspiel am Samstag, 09.09.2017 gegen Bayer 04 Leverkusen zur Verfügung gestellt. Mit dem Zug ging es von Bacharach aus zum Hauptbahnhof Mainz. In der Eintrittskarte ist der Transfer mit dem Verkehrsverbund enthalten. Vom Mainzer Bahnhof ging es dann mit dem Shuttlebus zum Stadion. Dort sahen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte dann mit ca. 25.000 anderen Zuschauern den ersten Sieg von Mainz 05 in der noch jungen Bundesligasaison. Zur Halbzeit stand es nach dem Ausgleich durch den Japaner Muto 1:1. Doch in der zweiten Hälfte sollte das Mainzer Eigengewächs Suat Serdar maßgeblich zum 3:1-Sieg der 05er beitragen. Der Neuzugang Diallo köpfte nach einem Freistoß aus dem Halbfeld das 2:1 und Serdar erhöhte mit einem platzierten Schuss aus 18m zum 3:1 Endstand. Die mitgereisten Schüler hatten von Beginn an Spaß und unterstützen die Mainzer lautstark. Für die Karten bedanken wir uns herzlich und hoffen auf eine weitere engagierte Partnerschaft mit Mainz 05.






27.08.2017


42 neue Fünftklässler an der Realschule plus Oberwesel


Zuhören können, trösten, kreativ sein … Unsere neuen Schülerinnen und Schüler bringen viele Talente mit!

Die Einschulungsfeier der kooperativen Realschule in Oberwesel stand unter dem Motto „Talente ohne Grenzen“. In einer kleinen Andacht haben die Mädchen und Jungen, gemeinsam mit Pastoralreferent Friedhelm Wessling, überlegt, welche Talente sie mitbringen und diese Talente mit dem Schulalltag an der neuen Schule in Zusammenhang gebracht. So stellten sie fest, dass jeder ganz unterschiedliche Talente hat und ferner, dass nicht jeder alles gleich gut kann.

Die 6. Klassen hatten einige unterhaltsame und abwechslungsreiche Beiträge einstudiert. Die Bläserklasse 6b begrüßte unter Leitung von Christoph Zirfas und Julia Kingen mit dem „Elefant in der Disko“. Die Klasse 6a hatte mit ihrer Klassenleiterin Sarah Fraund Fürbitten erarbeitet. Die Kinder aus der 6c begrüßten die Neuen zusammen mit ihrer Klassenleiterin Manuela Baab mit einem Gedicht zum Schulanfang. Von Dirk Zorbach am Klavier begleitet wurde der Schulsong der Realschule plus präsentiert.

„Hier trifft man sich, hat Spaß, und häufig lernt man auch noch ´was“ ist eine Liedzeile des Schulsongs, die vom Schulleiter Christoph Vickus als Ausblick auf die kommenden Jahre zu Beginn seiner kleinen Ansprache aufgegriffen wurde. Gemeinsam mit Claudia Weber, der pädagogischen Koordinatorin, wurde ein Schulrucksack ausgepackt, um heraus zu finden, was die Mädchen und Jungen alles im Gepäck haben: Neue Schulbücher mit spannenden Inhalten, verbunden mit der Möglichkeit, neue Interessen und Stärken zu entdecken. Eine Brotdose als Zeichen der Unterstützung und Fürsorge durch die Eltern sowie eine Grußkarte der ehemaligen Grundschullehrerin mit den besten Wünschen und einer Versicherung an die Kinder, den neuen Herausforderungen gewachsen zu sein, waren auch im Rucksack zu finden. Aber auch ein Sorgenfresser war im Gepäck, der dafür stand, dass alle gemeinsam daran arbeiten, dass kleinere oder auch größere Sorgen keine dauerhaften Wegbegleiter sein werden.

Am Ende der Feier haben alle Schülerinnen und Schüler von ihren neuen Klassenleitern Christine Erbach und Thomas Maier ein vierblättriges Kleeblatt als Glücksbringer bekommen. Während sich die Eltern in der vom Schulelternbeirat und Patric Muders organisierten Cafeteria bei Kaffee und Kuchen unterhielten, haben die Mädchen und Jungen ihre ersten Unterrichtsstunden erfolgreich bewältigt.

Die 42 Fünftklässler werden zukünftig in einer Bläserklasse mit Ganztags- und Halbtagsschülern und einer Kombiklasse bestehend aus Halbtags- und Ganztagsschülern geführt.

Berichte Schuljahr 2017/18

E-Mail: sekretariat@sz-oberwesel.de

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