Einschulung

Berichte Schuljahr 2016/17

05.08.2017


Klasse 7c der Realschule Oberwesel unterwegs in einer echten Herzensangelegenheit


Kurz vor den Sommerferien folgte die Klasse 7c zusammen mit ihren Lehrerinnen Christina Leibundgut und Natalie Baumbach der Einladung der Stiftung Mainzer Herz zur Kinderakademie Gesundheit in die Universitätsmedizin Mainz. Aufgrund der großen Resonanz für diese Rheinland-Pfalz-weite Veranstaltung wurden die teilnehmenden Klassen in diesem Jahr ausgelost. Die Klasse 7c hatte bei der Platzvergabe Glück.

Die Stiftung Mainzer Herz hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen präventiv sowohl Verständnis als auch Verantwortung für den eigenen Körper zu vermitteln. Dafür bietet sie mit der Kinderakademie Gesundheit ein fünfstündiges Programm an, in dem die Herz-Kreislauf-Physiologie und vor allem der Risikofaktor Rauchen thematisiert wird. Die Stiftung zeigt sich dabei äußerst großzügig, da alle Kosten inklusive der Busfahrt übernommen werden.

Angekommen in Mainz beeindruckte zunächst der große Empfangsbereich des Zentrums für Kardiologie und schließlich Prof. Dr. Münzel, ein Kardiologe, der die Schüler standesgemäß im weißen Arztkittel begrüßte. Nach einer kurzen Vorstellung kam er schnell mit den Jugendlichen ins Gespräch und konnte sie durch einen informativen Vortrag über das Rauchen und dessen Gefahren schnell für sich gewinnen. „Wer hat schon einmal geraucht?“, „Wer weiß, was eine Shisha ist?“, „Ist Passivrauchen eigentlich gefährlich?“, „Wer hat als Kind Schoko-Zigaretten „geraucht“?“ usw. Durch solche Fragen bezog er die Schüler immer wieder in seine Ausführungen mit ein. Gerade die letzte Frage war nicht unerheblich. Er erklärte den Schülern, dass Schokoladen-Zigaretten im Kindesalter dazu führen, dass man später eher zur „echten Zigarette“ greift. Außerdem wusste er viel über die Tricks der Tabakindustrie zu berichten. Häufig findet man Zigarettenautomaten in direkter Nachbarschaft zu Kaugummi- und Süßigkeitenautomaten. Auch darüber werden bereits Kinder und Jugendliche zum Rauchen verleitet. Als weiteren Schwerpunkt thematisierte er das Shisha-Rauchen, das oftmals als ein harmloser Ersatz zum Rauchen von Zigaretten dargestellt wird. Weit gefehlt! Prof. Dr. Münzel konnte den unglaublichen Gegenbeweis aufzeigen: „20-30 Minuten Shisha-Rauchen entspricht dem Konsum von 100 (!) Zigaretten.“ Die Schüler waren schockiert. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto verabschiedete sich der sympathische Mediziner von den Schülern.

Anschließend hatten die Jugendlichen Zeit das Herz-Kreislauf-Spiel auszuprobieren. An verschiedenen Mitmach-Stationen lernten sie einiges über die Funktion von Herz, Lunge und Kreislauf. Unterstützt wurden sie dabei von Studentinnen der Universitätsmedizin Mainz, die bei aufkommenden Fragen Rede und Antwort standen. An einer Station konnten beispielsweise die Auswirkungen von Rauchen auf die Lungenfunktion nachempfunden werden. Die Schüler atmeten einmal ohne und einmal mit eingeschaltetem Widerstand aus. Hier erfuhren sie, wie z.B. chronisches Rauchen das Ausatmen erschwert.

Im Anschluss wurde die Arbeitsweise des Herz-Kreislauf-Systems durch den Vortrag einer Ärztin vertieft und schließlich die Bestandteile des Herzens am begehbaren Herzmodell veranschaulicht. Bei dieser einmaligen Gelegenheit konnten die Schüler z.B. in einer der beiden Herzkammern stehen und sich deren Aufbau aus nächster Nähe betrachten. Das gegenseitige Abhören der Herztöne wurde danach durch Stethoskope ermöglicht. Von „cool, das wollte ich immer schon mal machen!“ bis hin zu „ich kann bei dir nichts hören!“ war alles vertreten. Die Zeit verging wie im Flug. So viel Input macht hungrig. Somit kam der gesunde Imbiss, der für die Gruppe angeboten wurde, wie gerufen. Nach dieser Stärkung stand die Thematik „Wiederbelebung - Reanimation“ auf dem Programm. An einer Übungspuppe demonstrierte ein weiterer Arzt den Schülern die wichtigsten Schritte der „Ersten Hilfe“, vom Auffinden der Person, über Bewusstseins- und Atmungsprüfung, Absenden des Notrufs an die „112“, Herz-Druck-Massage und Beatmung. Er betonte die immense Wichtigkeit der Wiederbelebung, bei der man mit einem geringen Aufwand so viel Gutes tun kann. „Ich möchte das unbedingt selbst ausprobieren, damit ich im Notfall helfen kann!“, so der Wunsch einer Schülerin. Gesagt, getan! In Kleingruppen wendeten die Jugendlichen das Gelernte an Übungspuppen an und vertieften so die einzelnen Handlungen. Eine Abschlussrunde beendete die Kinderakademie Gesundheit in Mainz. Das Feedback der Klasse 7c war einstimmig positiv. Mit guten Vorsätzen wie „Ich werde meinen Eltern zuhause direkt sagen, dass sie mit dem Rauchen aufhören sollen!“ sowie mit viel Wissenswertem über den eigenen Körper und dass es diesen besonders zu schützen gilt, trat die Gruppe die Rückfahrt nach Oberwesel an. „HERZ“lichen Dank an die Stiftung Mainzer Herz für diesen tollen Tag!






05.08.2017


Oberweseler Schüler arbeiten für einen guten Zweck


Teller waschen, Unterlagen abheften, Boden kehren, Gäste bedienen, Flaschen sortieren, Unkraut jäten, Waren einräumen, Telefondienst leisten, Rechnungen kopieren - alles Tätigkeiten, die Schüler im Rahmen der Aktion Tagwerk ausübten, an welcher die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus in diesem Jahr zum zweiten Mal teilnahm.

Bei dieser Aktion arbeiten Schüler einen Tag in einem Betrieb oder im privaten Bereich und spenden das erwirtschaftete Geld an Aktion Tagwerk. Dieser Verein wurde 2002 in Rheinland-Pfalz gegründet und seit 2008 finden bundesweit Veranstaltungen von Aktion Tagwerk statt. Mit diesem Geld werden überwiegend Projekte in Afrika unterstützt, wo in Ländern wie Burundi, Uganda, Ruanda, Ghana und Südafrika schulische oder soziale Projekte mit finanziellen Mitteln gefördert werden. Seit jüngster Vergangenheit werden auch Projekte in Deutschland unterstützt. Genauso werden in über 40 Ländern Schulpartnerschaften von deutschen Schulen mit dortigen Schulen gefördert.

Am Dienstag, 20. Juni 2017, fand der bundesweite „Aktion Tagwerk Tag 2017“ statt. Dabei engagierten sich 80 Schüler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus, die einen Betrag von mehr als ca. 2.500 € als Spendensumme erwirtschaften konnten. Die eine Hälfte dieses Geldes geht direkt über das Ministerium an die Partnerschule der Oberweseler in Ruanda, die andere Hälfte wird in andere Projekte fließen. Für einige Schüler stellte dieser Tag den ersten Kontakt zu einer Firma in der Region her und vermittelte ihnen einen Einblick in den Ablauf von Arbeitsprozessen. An dieser Stelle möchte die Schule sich nochmals bei allen Schülern, aber besonders auch bei den Betrieben und Privatpersonen bedanken, die diese Aktion unterstützten und so einen Beitrag leisten, dass beispielsweise Kinder in anderen Ländern zur Schule gehen können, verwaiste Kinder in einem Kinderheim aufwachsen können, Flüchtlingskinder Sprachkurse erhalten und vieles mehr.

Die Schulgemeinschaft der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus sagt „Dankeschön“.






05.08.2017


Realschule plus Oberwesel sammelt für die „Vor-Tour der Hoffnung“


Im Rahmen der Projekttage der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus vom 26. – 29. Juli 2017 befasste sich eine Gruppe von Schülern mit dem sozialen Verein „Vor Tour der Hoffnung e.V.“. In diesem Projekt sollten Schüler Verantwortung für andere Menschen übernehmen und lernen, dass jeder von uns etwas Gutes tun kann.

Die Schüler informierten sich am Montag über Aktionen, die von Unterstützern des Vereins durchgeführt wurden, am Dienstag und Mittwoch gingen sie dann selbst in einer angemeldeten Haustürsammlung durch verschiedene Orte der Verbandsgemeine St. Goar-Oberwesel und Trechtingshausen. Die acht Schülerpaare sollten dabei bei Privatleuten klingeln oder in Geschäfte gehen und für die „Vor-Tour der Hoffnung“ um eine Spende bitten. Diese Haustürsammlung wurde unter anderem von Oswald und Heidi Haese toll vorbereitet. Am Donnerstag, dem Präsentationstag der Projekttage, wurde dann Werbung für den „Vor-Tour der Hoffnung“-Verein gemacht, Infomaterial ausgelegt, zwei eigene Plakate zur Vor-Tour und zu weiteren möglichen Schulspendenaktionen aufgehängt und mit einer Spendendose bei der Präsentationsveranstaltung in der Großsporthalle abermals fleißig Geld gesammelt. Die Schüler konnten insgesamt einen Betrag von über 1000 Euro zusammentragen, der nun krebskranken Kindern und deren Familien zu Gute kommt. Dafür möchte sich die Schulgemeinschaft nochmals bei jedem Spender herzlich bedanken.






05.08.2017


Erfolgreiche Schüler beim DFB-Juniorcoach an der Realschule plus Oberwesel


Im Schuljahr 2016/2017 absolvierten zehn Schüler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel erfolgreich die Ausbildung zum DFB-Juniorcoach unter der Leitung von Sportlehrer Patric Muders.

Diese Schüler nahmen das Angebot am Montagnachmittag im Rahmen der Ganztagsschule an oder engagierten sich zusätzlich freiwillig in dieser AG. In diesen Doppelstunden wurde unter anderem über die Jahrgangseinteilungen, Entwicklungsstufen, Rahmenbedingungen für Trainingseinheiten, Lernalter der Kinder und Jugendlichen und vieles mehr gesprochen. In der fußballerischen Ausbildung wurden in der Theorie die Techniken und die Koordination bearbeitet, weiterhin etwas über taktische Inhalte weitergegeben und diese dann auch in praktischen Einheiten umgesetzt. Zusätzlich gab es zwei Angebote des Fußballverbandes Rheinland, welche durch den Mitarbeiter Sebastian Reifferscheid ermöglicht wurden. Dabei wurde einmal von Maja Mang über die Erste Hilfe und ein weiteres Mal von Mathias Haben über das Thema Jugendschutz referiert. Besonders wichtig waren die eigenen Trainererfahrungen mit einer D-Jugendmannschaft der SV Vesalia Oberwesel. Dort mussten die Schüler dann ihre Fähigkeiten als Trainer erstmals in der Praxis beweisen. Für die Unterstützung gilt ein herzlicher Dank den Trainern Markus Haberkamp und Veit Muders. Ein zusätzliches Angebot wird von der Commerzbank als Sponsor dieser Ausbildung gemacht. Die DFB-Juniorcoach-Schüler können ein Praktikum bei der Commerzbank absolvieren oder sich dort um einen Ausbildungsplatz bewerben und erhalten sofort die Möglichkeit eines Bewerbungsgesprächs. So absolvierte ein Schüler ein Praktikum in der Commerzbank-Filiale in Bingen unter der Leitung von Frau Niedzwetzki.  

Die Zertifikatsübergabe erfolgte schließlich im Rahmen der Siegerehrung bei den Bundesjugendspielen der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus am 19. Juni auf dem Sportplatz der Verbandsgemeinde Oberwesel. Der Vizepräsident des Fußballverbandes, Herr Stroh, und Schulleiter Herr Vickus sprachen Dankesworte und überreichten dann gemeinsam die Zertifikate und DFB-Juniorcoach Polo-Shirts an die stolzen und erfolgreichen Schüler der Realschule plus Oberwesel. Mit dieser ersten Qualifizierung können die Schüler in zwei weiteren Ausbildungen die Trainer-C-Lizenz erwerben. Des Weiteren wäre es schön, den ein oder anderen Jugendlichen als Co-Trainer in einem Sportverein zu sehen.






05.08.2017


Erster Dreck-weg-Tag für Oberweseler Realschüler


Für Samstag, 24. Juni 2017, hatte sich die Schulgemeinschaft der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel zum Schuljahresabschluss etwas Besonderes vorgenommen. Im Rahmen des sogenannten Dreck-weg-Tages wurden Straßen, Wege und Plätze all jener umliegenden Gemeinden, aus denen Schüler stammen, von Müll und Unrat befreit. Bei der Planung unterstützt wurde die Schule von den betreffenden Ortsgemeinden sowie der Rhein-Hunsrück Entsorgung.

Schüler und Lehrer trafen sich am Morgen in Kleingruppen in insgesamt sechzehn Orten, um dort gemeinsam für ein gepflegtes Ortsbild zu sorgen, wobei kleinere Gemeinden und solche, aus denen nur vereinzelt Schüler stammen, aus organisatorischen Gründen zusammengefasst worden waren. Die Ausbeute der einzelnen Gruppen fiel dabei sehr unterschiedlich aus. Mancherorts, besonders unmittelbar am Rhein, war es den Schülern ein Leichtes, die dankenswerterweise vom Bau-Fachmarkt Stockmanns in Oberwesel gespendeten Müllsäcke zu füllen. Anderenorts mussten die Jugendlichen schon ganz genau hinschauen, um ihrem Auftrag erfolgreich nachgehen zu können.

Eine solche Aktion wurde in diesem Schuljahr erstmalig durchgeführt, doch für die Oberweseler Schulgemeinschaft war es sicher nicht der letzte Dreck-weg-Tag.






05.08.2017


Schulentlassfeier in Oberwesel


Am 23. Juni war für 99 Oberweseler Abschlussschüler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus der lang ersehnte Tag gekommen: Sie durften endlich ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen. 41 Schüler erhielten den Abschluss der Berufsreife und 58 Schüler verließen die Schule mit dem Qualifizierten Sekundarabschluss I.

Zum Ablauf der Entlassfeierlichkeiten: Auftakt dieses besonderen Tages war ein besinnlicher ökumenischer Gottesdienst in der Liebfrauenkirche. Im Anschluss daran fanden wie bereits in den beiden vergangenen Jahren die offiziellen Feierlichkeiten in der Turnhalle der Elfenley-Grundschule statt. Danach gestalteten die vier Abschlussklassen jeweils ganz persönliche Abschlussfeiern im kleinen Kreis, wobei auch die Zeugnisvergabe in diesem individuellen Rahmen erfolgte.

Der offizielle Teil der Entlassfeier wurde von Schulleiter Christoph Vickus eröffnet, der allen Abschlussschülern herzlich zu ihrem Erfolg gratulierte und ihnen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg geben wollte: „Ihr alle seid etwas wert, ihr seid - jeder einzelne von euch - wertvoll”. Er brachte seine besten Wünsche für den weiteren Lebensweg der frischgebackenen Absolventen zum Ausdruck und erinnerte sie daran, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und etwas daraus zu machen. Sein besonderer Dank galt außerdem seinem Kollegium, welches er für seine wertvolle pädagogische Arbeit lobte.

Im weiteren Verlauf war die sehr kurzweilige Entlassfeier gespickt mit von den Abschlussklassen einstudierten Gesangs- und Turndarbietungen sowie einer gelungenen Parodie des Oberweseler Schulalltags. In ihren kreativen, liebevoll geplanten und eingeübten Aufführungen nutzten die Schüler die Gelegenheit, ihre Schulzeit Revue passieren zu lassen und sich bei ihren Lehren für deren Unterstützung zu bedanken.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die alljährliche Auszeichnung der jeweiligen Klassenbesten. Folgende Schülerinnen und Schüler durften sich über eine Urkunde sowie einen Gutschein freuen: Lorena Lohbeck (9a), Dennis Mollink (9b), Nick Silbernagel (10a) und Lina Schulze (10b).

Zudem wurden weitere Schüler geehrt. Den Buchpreis der Ministerin für Bildung, Frau Dr. Stefanie Hubig, der an Schüler vergeben wird, deren Haltung und Einsatz in der Schule besondere Anerkennung verdient, erhielten Linda Morina (9b) sowie Lina Schulze (10b).

Auch die Gilányi-Stiftung verlieh wieder eine Auszeichnung an verdiente, engagierte und leistungswillige Schüler. In diesem Jahr durften sich Nick Silbernagel und Max Koblitz (10a) über die Anerkennung freuen. Beide machten sich im Laufe ihrer Schulzeit im Technikteam, im Bereich der Schulfotografie und der Video-AG verdient. Zudem erteilte Nick leistungsschwächeren Schülern Nachhilfe und zeichnete sich für die eigenständige Erstellung der diesjährigen Abschlusszeitung verantwortlich. Max wirkte außerdem besonders engagiert im Schulorchester mit, wofür er überdies im Auftrag des Landesmusikrats mit einer Urkunde und einem Gutschein ausgezeichnet wurde.

Für ihr Engagement bei der zweiten Stolpersteinverlegung in Oberwesel im vergangenen Mai erhielten einige Schüler der 10a einen Buchpreis: Anna-Lena Dehen, Tanja Eich, Michaela Henrich, Elias Werner, Max Koblitz und Nick Silbernagel.

Mit dem gemeinsamen Abschlusslied „Auf uns“ verabschiedeten sich die 99 Absolventen gutgelaunt und euphorisch von der Schulgemeinschaft, um diesen besondern Tag jeweils im Kreis der Klassengemeinschaft ausklingen zu lassen und ihre mit Spannung erwarteten Zeugnisse endlich in Empfang zu nehmen.






05.08.2017


Helden machen Helden – eine Olympiasiegerin kommt in die Schule


Wenn eine Olympiasiegerin in die Schule kommt, dann ist das sicherlich außergewöhnlich. So geschehen am 10. Mai, als die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel Besuch von Anna Dogonadze bekam. Die Trampolinolympiasiegerin von Athen 2004 war einen Vormittag zu Besuch und zeigte den Schülern der 8a und b sowie der 9c und d, was auf einem Trampolin alles möglich ist. Dogonadze hat an vier Olympiaden teilgenommen und berichtete zudem davon, wie wichtig Fleiß, Disziplin und Motivation seien, um seine Ziele zu erreichen. Ein Highlight war sicherlich Kür der Olympiasiegerin, die sie mehrfach dem interessierten Publikum zeigen musste. Aber auch die echte Goldmedaille sorgte für staunende Gesichter.

Gemeinsam mit der IHK ist sie Teil des Programms „Helden machen Helden“, welches Sport und Berufsorientierung miteinander verbindet. Denn neben der Action am Trampolin waren weitere Gäste zu Besuch in der Oberweseler Schule. Die vier Klassen waren im Vorfeld in drei Gruppen eingeteilt worden und hatten am Vormittag jeweils drei Programmpunkte. Von der BARMER GEK war Herr Dany gekommen und übte mit den Schülern Vorstellungsgespräche ein. Freundliches Auftreten, das Antworten auf trickreiche Fragen und die Vorbereitung für ein Bewerbungsgespräch standen auf dem Programm.

Während eine Gruppe auf dem Trampolin sprang und die zweite Gruppe die Vorstellungsgespräche übte, lernte die dritte Gruppe auf einer Berufswahlmesse in der Turnhalle verschiedene Betriebe und Ausbildungsmöglichkeiten kennen. Insgesamt sieben Stände sorgten für Kurzweile. Die BOMAG war extra mit dem Schweißroboter angereist, so dass die Schüler das Schweißen einmal live testen durften. Am Ende konnten die besten Schülerinnen und Schüler sogar einen Preis gewinnen. Vertreten war auch die Loreleyklinik, die gleich mit sieben Mitarbeitern gekommen war. Anhand eines Anzugs konnten die Schüler hier die Erfahrung sammeln, wie sich Menschen höheren Alters fühlen. Auch das Rheinhotel Bellevue aus Boppard war auf der Messe vertreten. An diesem Stand durften die Schüler Lebensmittel zuordnen, einen Tisch eindecken und diverse Aufgaben aus dem Bereich der Gastronomie lösen. Die Kreissparkasse war ebenfalls mit an Bord. Neben vielen Informationsangeboten hatten Schüler hier die Möglichkeit, sich in Einstellungstests zu probieren und in Gesprächen zu üben. Die Drogeriemarktkette DM, an deren Stand die Schüler zahlreiche Informationsmaterialien fanden, schickte gleich drei Vertreter.  Zur Verfügung stand den Schülern ebenfalls unser Jobfux, Mike Garmhausen. Er beriet sie und stand Rede und Antwort. Extra aus Frankfurt war der Verein Experiminta angereist. Die beiden Herren verblüfften nicht nur Schüler mit naturwissenschaftlichen Experimenten, auch mit flüssigem Stickstoff wurde gearbeitet.

„Es war ein sehr kurzweiliger Tag, an dem für jeden etwas im Angebot war. Das abwechslungsreiche Programm war klasse“, so eine Schülermeinung.  Auch die Betriebe waren sich einig, dass es sehr gut war, mit den Schülern in eine direkte Kommunikation eintreten zu können. Während das bei einer Berufswahlmesse wie in Koblenz nur sehr schwer möglich ist, weil dafür einfach zu viel los ist, konnte hier jeder im persönlichen Gespräch erreicht werden.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=bbFbBiVmaVE





05.08.2017


Oberweseler Schüler belegen 2. Platz bei den Wald-Jugendspielen


Die Klassen 7a und 7c der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel tauschten kürzlich für einen Unterrichtstag ihren Klassenraum gegen den Lernort „Wald“ ein. Zusammen mit ihren Biologielehrern Holger Hirt und Christina Leibundgut nahmen sie an den Wald-Jugendspielen in Bärenbach, dem geographischen Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz, teil. Bereits zum 35. Mal wurden diese von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Rheinland-Pfalz e.V. und Landesforsten Rheinland-Pfalz durchgeführt.

Bereits im Vorfeld bereiteten beide Klassen im Biologieunterricht die Teilnahme mit dem „Wald-Kunst“-Wettbewerb vor, der mit in die Bepunktung der Wald-Jugendspiele einfließt. Dabei entstanden mit viel Eifer und Kreativität wunderschöne Arbeiten zum diesjährigen Thema „Abenteuer Wald“.

Am 30. Mai startete die Gruppe schließlich bei hochsommerlichen Temperaturen in Oberwesel. In Bärenbach angekommen, wurden die Klassen von ihren Patenförstern in Empfang genommen. Diese begleiteten die Schüler während des gesamten Tages, erklärten die Aufgaben und beantworteten alle Fragen zu Natur, Landschaft und Wald. Das Verständnis und die Begeisterung dafür zu wecken, ist das Ziel der Wald-Jugendspiele. Die Schüler zeigten sich sehr interessiert. Verschiedene Käfer sowie Kaulquappen und Molche in kleinen Tümpeln am Wegesrand wurden hierbei besonders genau beobachtet. Auf dem vorgegebenen Parcours wurden an verschiedenen Stationen Wissensaufgaben gestellt, u.a. zu Nachhaltigkeit, Waldfunktionen, Waldbäumen und Wildtieren. Dabei konnten die Schüler ihr Wissen aus dem Unterricht direkt anwenden und fast immer die volle Punktzahl erzielen. Auch sportliche Übungen und Spiele kamen nicht zu kurz. Dabei bewiesen die Schüler, z.B. beim „Holzstapel umräumen“, viel Geschick und vor allem Teamgeist. Nachdem die ersten Stationen bravourös absolviert wurden, packte die Schüler mehr und mehr der Ehrgeiz, eine vordere Platzierung zu erreichen. Nach dem Beenden des Parcours verharrten die Oberweseler gespannt bis zur Siegerehrung. Die Wartezeit wurde mit einem gesponserten Mittagessen verkürzt. Schließlich war es soweit: Bei der Preisverleihung konnte die Klasse 7c einen tollen zweiten Platz belegen. Der Jubel der Schüler, die sich fortan „Walddetektive“ nennen dürfen, darüber und über den gewonnenen Geldpreis für die Klassenkasse war riesengroß. Die glücklichen Gesichter aller Beteiligten auf der Rückfahrt bestätigten einen rundum gelungenen Tag.

Die Realschule plus Oberwesel freut sich schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Auf nach Bärenbach zu den Wald-Jugendspielen!






30.05.2017


Oberweseler Schüler besuchen Fußballprofis in Mainz


Einen erlebnisreichen Tag verbrachten 24 Schüler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel in Mainz. Im Rahmen der Ausbildung zum DFB-Juniorcoach durften die Schüler eine Trainingseinheit der Mainz 05er-Profis sehen. Die acht Schüler interessierten sich sehr und konnten sehen, dass auch im Profitraining das einfache Passen sowie das Torschusstraining aus verschiedenen Positionen ein fester Bestandteil innerhalb einer Trainingseinheit sind und dass dabei auch bei den Profis schon einmal Bälle auf dem angrenzenden Grundstück landen. Da die Oberweseler Partnerschule von Mainz 05 sind, durften weitere Schüler mitfahren und konnten bei einer lebendigen Stadionführung beispielsweise erfahren, dass ca. 28 Kilometer Schlauch als Rasenheizung unter dem Feld verlegt wurden. Auch die Kabinen der Heimmannschaft konnten besichtigt werden, ebenso wie die handschriftliche Aufstellung des Gegners Eintracht Frankfurt von Trainer Martin Schmidt noch zu lesen war. Da die Profis am Bruchwegstadion trainieren, waren ein paar Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Doch Bilder und Autogramme entschädigten die Schüler für die „Strapazen“. Das Jugendspiel der Mainzer U12 gegen die U12 von Schott Mainz endete nach deutlicher Überlegenheit der 05er mit einem 1:1-Unentschieden. Das Trainingsgelände und der dortige Trainingsbetrieb zeigt, dass Mainz 05 in den letzten Jahren viel Geld in die Infrastruktur gesteckt hat, aber auch auf die Anzahl und Qualität der Trainer geachtet wird, sodass Mainz 05 deutschlandweit zu den führenden Ausbildungsvereinen gehört.






30.05.2017


Erste Hilfe Lehrerfortbildung an der Realschule plus Oberwesel


Am 16. und 17. Mai 2017 fand an der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel ein sogenannter „langer Nachmittag“ zur Fortbildung in Erster Hilfe für Lehrekräfte statt, durchgeführt von Naveen Schwind vom DRK.

Mit vielen Beispielen konnte er die Lehrer für dieses wichtige Thema sensibilisieren, wobei die Pädagogen aus ihrer täglichen Arbeit bestimmte Wünsche einbringen konnten. So sind Platzwunden, Zeckenbisse oder epileptische Vorfälle Ereignisse, die im schulischen Alltag vorkommen. Es wurden alle Inhalte in der Theorie besprochen, aber auch die Praxis kam nicht zu kurz. Im praktischen Teil wurden das Anlegen von Verbänden und besonders der mögliche Einsatz eines Defibrillator geübt. Diese Fortbildung zeigt, dass das Interesse des Oberweseler Kollegiums nicht nur im pädagogischen Bereich liegt, sondern auch sichere Hilfe bei Verletzungen geleistet werden kann.






30.05.2017


London, we’re coming


Auch in diesem Jahr machten sich wieder 30 interessierte Neunt- und Zehnklässler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel auf den Weg nach London. Begleitet von Nina Hartenfels und Julia Westrich wollten sie die wunderschöne Metropole an der Themse erkunden.

Nach einer langen Bus- und Fährüberfahrt erwartete sie London mit strahlendem Sonnenschein, sodass die Schüler beeindruckende Impressionen von Tower Bridge, Tower, Themse, Piccadilly Circus, Big Ben, Parlamentsgebäude und dem höchsten Gebäude der Stadt, the Shard, genießen konnten. Unmittelbar nach dem ersten Sightseeing stattete die Gruppe dem London Dungeon einen Besuch ab, um sich auf die Spuren Londons düsterer Vergangenheit zu begeben. Bei einer spannenden Führung erfuhren sie viel über Jack the Ripper, Guy Fawkes, die Pest und das große Feuer, welches die Stadt fast komplett zerstörte. Durch viele überraschende Effekte und tolle schauspielerische Leistungen kam auch hier der Spaß nicht zu kurz. Im Anschluss bot das London Eye ein atemberaubendes Panorama der Stadt. Nach dem Abendessen konnten noch letzte wichtige Besorgungen erledigt werden, bevor alle völlig erschöpft in ihr Bett fielen.

Am nächsten Morgen starteten die Oberweseler pünktlich zum Buckingham Palace, um der Wachablösezeremonie beizuwohnen. Bei einem anschließenden Spaziergang durch das Zentrum, konnten die Schüler weitere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Trafalgar Square bewundern. Nach einer Mittagspause kamen die Schüler dann bei Madame Tussaud’s den Stars zum Greifen nahe. Auch wenn sie leider nur aus Wachs waren, sahen sie dennoch täuschend echt aus, sodass zahlreiche Schnappschüsse mit Prominenten und Politikern entstanden. Ein gemeinsames Abendessen mit anschließendem Spaziergang entlang der Themse rundete den Tag ab.

Nach einer erholsamen Nacht hieß es am nächsten Tag leider schon zu packen und auszuchecken. Sobald alle Koffer verstaut waren ging es mit der U-Bahn nach Camden Town, um den bekannten Camden Market mit seinen kreativen Häuserfronten kennenzulernen. Dort angekommen konnten Köstlichkeiten aus aller Herren Ländern genossen werden. Auch das Feilschen um die besten Schnäppchen kam hier nicht zu kurz. Im Anschluss hatten die Schüler die Chance, London auf eigene Faust zu erkunden. Dabei wurden besonders die Geschäfte der Oxford Street, Londons berühmter Einkaufsstraße, aufgesucht. Vollgepackt mit tollen Erinnerungen und Einkäufen mussten sie am späten Nachmittag leider die Heimreise antreten. Mit Blick auf die Kreidefelsen von Dover verabschiedeten sie sich von der Insel und einer sehr schönen und ereignisreichen Fahrt. Ein besonderer Dank gilt Frau Hütte vom Förderkreis Oberwesel, die mit ihrer großzügigen Spende maßgeblich zum Gelingen der Fahrt beigetragen hat.






30.05.2017


Realschule plus Oberwesel begrüßt einen neuen Partner


Die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel begrüßt mit der SCHOTTEL GmbH einen weiteren Partner im Bereich der Berufsorientierung. Der am 4. Mai 2017 abgeschlossene Kooperationsvertrag verbindet Schule und Betrieb für die nächsten Jahre miteinander. Darin wurden verschiedene Aktivitäten vereinbart, wie die Teilnahme am Berufsorientierungstag, Betriebsbesichtigungen sowie Praktikumsplätze. Zur Vertragsunterzeichnung war eine Delegation der Schule eingeladen. Neben Rektor Christoph Vickus waren die beiden Berufswahlkoordinatoren Jörg May und Peter Krämer sowie Jan Zinnert und Jannik Keßler, die ihr zweiwöchiges Betriebspraktikum bei der SCHOTTEL GmbH absolviert hatten, zur Unterzeichnung eingeladen. Die Oberweseler Delegation zeigte sich im Anschluss sehr begeistert vom neuen hochmodernen Werk in Dörth. „Wir wünschen uns, dass beide Seiten von der Patenschaft profitieren und sind schon sehr auf die gemeinsamen Aktivitäten gespannt. SCHOTTEL ist ein hochmodernes Unternehmen, das mit dem neuen Standort in Dörth ideale Voraussetzungen für Auszubildende geschaffen hat. Wir freuen uns daher sehr, unseren Schülern neue Möglichkeiten zu bieten und den guten Kontakt zu den Unternehmen der Region zu pflegen“, so Berufswahlkoordinator Peter Krämer.






30.05.2017


Im Oberweseler Pfarrwingert lebt der UNESCO-Gedanke



Zugehörige Presseinformation des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal






09.04.2017


Schüler auf den Spuren der Ehrenbreitsteiner Pioniere


Auf die Spuren der Koblenzer Pioniere machten sich 27 Schüler der Realschule Oberwesel zusammen mit ihrem Lehrer Marcel Griesang. An gleicher Stelle, an der im Zeitraum von 1914-18 die zuvor auf der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein stationierten Soldaten eingesetzt gewesen waren, stiegen die Schüler in die ehemaligen Stollenanlagen hinab. Die Höhe von Vauquois, in der Nähe der berühmten Festung von Verdun, beherbergte bis 1914 eine malerische Ortschaft mit einer Einwohnerzahl von ungefähr 160 Seelen. Wohl niemand der damaligen Einwohner hätte sich selbst in seinen schlimmsten Albträumen ausgemalt, welches Inferno hier 1915 ausbrechen sollte. Nachdem die kaiserlichen Soldaten 1914 auf ihrem Vormarsch den Berg samt dem Ort hatten hinter sich liegen lassen, wogen sich die Bewohner schon in Sicherheit. Überhaupt war es für keinen der damaligen Zeitgenossen vorstellbar, welche enorme Zerstörungswut dieser zum ersten Mal von Technik dominierte Krieg haben sollte. Vielmehr war auf deutscher und französischer Seite wenn überhaupt das edle Gefecht des Mann gegen Mann, das es im Krieg von 1870/71 gegeben hatte, noch in den Hinterköpfen. Jedoch sollte das Wunder an der Marne, mit dem damit verbundenen teilweise fluchtartigen Rückmarsch der deutschen Soldaten, Vauquois wieder in den Brennpunkt der Schlacht rücken. Die deutschen Soldaten, unter der Führung des Kronprinzen Wilhelm, dem Sohn von Wilhelm dem II., erkannten schnell den Wert der Anhöhe und nisteten sich in den Häusern ein. Vom Gipfel hatte man einen perfekten Beobachtungsposten für das Umland und konnte somit jegliche Bewegung des Gegners kontrollieren und durch Artilleriebeschuss unterbinden. Dementsprechend gab die französische Führung in der Folge alles daran den Berg zurückzuerobern. Da das Anstürmen über freies Feld jedoch nur mit extremen Verlusten durchgeführt werden konnte, gruben sich die französischen Soldaten am Fuße der Anhöhe ein und beschlossen die deutsche Besatzung durch eine unterirdische Sprengung aus ihren Stellungen auf dem Bergkamm zu vertreiben. Diese Art der Kriegsführung sollte prägend für die kommenden Jahre an der Front von Vauquois werden.

Die geplante Sprengung führte zunächst jedoch nicht zu dem gewünschten Ergebnis, da sie nur geringe Zerstörungen an den feindlichen Stellungen verursachte. Daher beschloss man den Berg während eines eigenen Sturmangriffs mit schweren Geschützen zu beschießen. Das bei einem gleichzeitigen Anstürmen der eigenen Soldaten auch sehr hohe Verluste durch eigenes Feuer zu befürchten waren, wurde dabei von der französischen Führung billigend in Kauf genommen.  Der neuerliche Angriff kam dieses Mal ungefähr in der Mitte des Berges zum Stehen, so dass sich dort genau wie am Rest der Westfront ein verbissen geführter Stellungskrieg entwickelte. Mit der Zeit gruben sich beide Seiten immer tiefer in den etwa 800 Meter langen Bergrücken. Die deutsche Besatzung betrug zeitweise etwa 2000 Mann. Diese waren im Inneren des Berges in einer kasernenähnlichen Anlage untergebracht. Zur Ausstattung dieser gehörte unter anderem eine eigene Bäckerei, eine Sanitätsstation und sogar ein eigenes Kraftwerk, das die Gänge mit Strom für die Beleuchtung versorgte. Die Schüler erlebten die beengten Lebensumstände hautnah bei der Begehung der ehemaligen Mannschaftsunterkünfte. Zur eigenen Sicherheit trug dabei jeder einen Schutzhelm. Besonders beeindruckend war der Abstieg in die ehemaligen Kampfstollen. Diese dienten den deutschen Truppen dazu Sprengladungen unter die französischen Linien zu transportieren, um diese dann nach der Platzierung in einer Sammelkammer zur Explosion zu bringen. Ziel war es wiederum dadurch den Gegner zu überrumpeln und in die oberirdischen Gefechtsanlagen einzudringen. Um dies zu verhindern, versuchten Horschtruppen in den Stollen den Gegner zu lokalisieren und diesen wie es im Fachjargon hieß durch einen Gegengrabung möglichst früh abzuquetschen.  Die gewaltigste Sprengung auf Vauquois fand auf deutscher Seite im Mai 1916 statt. Damals platzierten die Pioniere insgesamt 60 Tonnen Sprengstoff unter den feindlichen Stellungen. Über 100 Soldaten mussten dabei ihr Leben lassen. Die gigantischen Ausmaße des Sprengkraters ließen die Schüler erschaudern.

Neben der ständigen Gefahr, durch eine Sprengung des Gegners das Leben zu verlieren, war auch der Tod durch sich unter der Erde ausbreitende Gase ein stetiger Begleiter. Um den Erstickungstod zu verhindern und die nahende Gefahr frühzeitig zu erkennen, führten die Pioniere bei ihren Grabungen stets weiße Mäuse oder Kanarienvögel mit sich. Sobald diese in den Käfigen anfingen hektisch umherzulaufen, war es für die Soldaten ein Signal fluchtartig den Stollen zu verlassen.

Auch die damaligen hygienischen Zustände ließen die Schüler aufhorchen. Ratten, Flöhe und Läuse erschwerten das Leben der Besatzungen. Eine Entlausung fand nur alle paar Wochen in der Etappe statt. Jedoch machten sich die Soldaten auch einen Spaß daraus unter Einsatz von Geld die Plagegeister zu jagen, wobei der erfolgreichste Jäger auch angemessen mit Geld oder Lebensmitteln belohnt wurde. Nach einer etwa neunzigminütigen Führung, die zum Teil in der Hocke durchgeführt wurde und bei der die Kleidung der Schüler sich zum größten Teil mit nicht geringen Mengen an Schlamm bedeckt hatte, stiegen die Oberweseler Schüler wieder aus dem Untergrund auf. Zum Abschluss des Tages begab man sich noch auf den gegenüberliegenden Südhang, auf dem sich während der Zeit der Gefechte die französischen Stellungen befunden hatten. Nach einem kurzen Blick in diese Anlage ging es auf die Heimreise. Die Schüler waren durchweg von den Erfahrungen des Tages eingenommen und kamen einhellig zu dem Schluss, dass auch zukünftige Generationen von Oberweseler Schülern an diesen beeindruckenden Ort fahren sollten.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Herrn Adolf Buchner, der als absoluter Vauquois Experte viele interessante Informationen zu den damaligen Geschehnissen vermittelte und ohne den eine Begehung der Stollenanlagen nicht möglich gewesen wäre.

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09.04.2017


Pausenverkauf für einen guten Zweck


Auch in diesem Jahr hat die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel als eine der dreißig Partnerschulen von Mainz 05 an dem Verkauf von gespendeten Schokobrötchen für einen guten Zweck teilgenommen. Dieser Pausenverkauf findet zu Gunsten der Tafel e.V. statt und wird von Globus Wiesbaden-Nordenstadt und Mainz 05 hilft e.V. unterstützt. Einige Neuntklässler verkauften während der Pausen ca. 120 Brötchen und so konnte die Schule einen Betrag von 60,00 € spenden. Ein besonderer Dank geht an Niklas Oldach und Jannis Lang aus der Klasse 9d, die sich für diese Aktion zur Verfügung stellten. Die offizielle Scheckübergabe an die begünstigten Tafeln wird im Rahmen des Heimspiels gegen Borussia Mönchengladbach stattfinden.








12.03.2017


Schulvolleyballturnier an der RS plus Simmern


In diesem Jahr wurde wieder der Goldpokal der Schulen ausgespielt. Diesmal organisierte die Realschule plus Simmern den Turnierablauf in ihrer Großsporthalle. Es kam am Aschermittwoch, 01. März 2017, zum Wettkampf von acht Schulmannschaften aus den Kreisen Bad Kreuznach, Koblenz und Rhein-Hunsrück. Auf zwei Spielfeldern wurde in der durch den Kollegen Carsten Hüttmann bestens vorbereiteten Halle guter Volleyballsport geboten. Die Mannschaften mussten immer drei Mädchen und drei Jungen auf dem Spielfeld haben. Die Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 2000 und jünger zeigten hohen Einsatz und spielten mit viel Freude. In zwei Gruppen wurden die Endspielgegner ausgespielt. In der Gruppe 1 konnte sich die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel durchsetzen. Nur wegen des besseren Punktverhältnisses erreichte die RS plus Goethe aus Koblenz den zweiten Gruppenplatz, knapp vor der RS plus Bad Kreuznach II und der RS plus Bad Sobernheim. Die RS plus Langenlonsheim wurde Gruppensieger vor der RS plus aus Bad Kreuznach I. Auf dem dritten Gruppenplatz landete die KGS Kirchberg vor der IGS Emmelshausen.

Die Gruppenspiele zeigten bereits viele gute und ausgeglichene Spiele. Das erste Halbfinale musste dann noch in den dritten Satz, wo die RS plus Bad Kreuznach gegen die Heuss-Adenauer  Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel siegte. Das zweite Halbfinale gewann die RS plus Langenlonsheim deutlich gegen die RS plus Goethe aus Koblenz. In den Platzierungsspielen gab es jeweils gute Paarungen, aber auch immer 2.0 Satzsiege. Folgende Reihenfolge zeigte sich nach den Spielen: 1. RS plus Bad Kreuznach I 2. RS plus Langenlonsheim I 3. RS plus Goethe Bad Kreuznach I 4. RS plus Oberwesel l 5. KGS Kirchberg l 6. RS plus Bad Kreuznach II l 7. RS plus Bad Sobernheim l 8. IGS Emmelshausen.

Alle Partien wurden von den Lehrerkollegen und Schülern fair und kompetent geleitet. Der Turnierablauf sowie der Verkauf von Speisen und Getränken wurde von Schülerinnen der RS plus Simmern vorbildlich unterstützt und organisiert.

Bei der kurzen Siegerehrung, die vom Sportfachberater Patric Muders durchgeführt wurde, erhielten die Bad Kreuznacher Schüler den Goldpokal, Urkunden und einen Spielball. Alle weiteren Mannschaften erhielten Urkunden, die von der Sparkasse und der Volksbank gestiftet wurden. Weitere Schulen erhielten die von der ADD gestellten Ballpreise.






12.03.2017


Gute Leistung der Oberweseler Schüler beim Basketballturnier


Wie in den letzten Jahren fand auch in diesem Jahr das Basketballturnier der weiterführenden Schulen der Kreise Bad Kreuznach, Koblenz und Rhein-Hunsrück in der Sporthalle der RS plus Sohren-Büchenbeuren statt. In diesem Jahr nahmen aufgrund diverser Absagen nur fünf Schulen teil, doch nichtsdestotrotz war die Begeisterung für das Spiel bei den teilnehmenden Schülern deutlich spürbar. Erstmals spielten bei dem Basketballturnier für Schulen zwei Mädchen mit. Durch verlängerte Spielzeiten kamen im alle Schüler zum Zuge. Der Vizepräsident der Jugend des Basketballverbandes und Schiedsrichter Ralph Weiler aus Koblenz leitete die Spiele gut und wurde dabei erstmals von Schülern unterstützt. Viele Spiele endeten leider mit wenigen Körben, da doch einige technische Fertigkeiten fehlten, die jedoch mit viel Einsatz ausgeglichen wurden. Die Kirchberger konnten alle Spiele gewinnen. Mit drei Siegen belegte die RS plus Sohren-Büchenbeuren den zweiten Platz. Die RS plus Oberwesel konnte immerhin zwei Spiele gewinnen. Besonders zu erwähnen ist, dass im ersten Spiel ein 0:8-Rückstand in ein 14:8-Sieg gedreht wurde. Die Partien gegen Kirchberg und Sohren wurden knapp mit 2:4 verloren, wohingegen die Goethe-Schule aus Koblenz mit 6:3 geschlagen werden konnte. Die Defensivleistung der Schüler war gut, wobei vor allem der große Einsatz belohnt wurde. Der Sportlehrer Jörg May konnte mit seinen Schülern schlussendlich den dritten Platz erreichen und die Gruppe erhielt als Anerkennung Urkunden sowie einen Ballpreis.






02.03.2017


Oberweseler Schüler gehen den Schicksalen ihrer neuen Mitschüler filmisch auf die Spur


Im Rahmen eines Filmprojekts, das ein Teil der Video AG der kooperativen Realschule Oberwesel zusammen mit ihrem Lehrer Marcel Griesang und dem Filmemacher Herrn Daniel Schenk durchgeführt haben, thematisierten Schüler die Lebensgeschichten zweier Mitschüler, die vor dem IS fliehen mussten.

Zunächst stand dabei die Vorbereitung des sehr aufwendigen Drehs im Vordergrund. Neben der Findung passender Interviewfragen, galt es auch bei einer ersten Begehung des Schulgebäudes, zusammen mit dem Regisseur, adäquate Settings zu finden. Nachdem man sich auf den groben Rahmen der filmischen Arbeiten geeinigt hatte, konnte es wenige Wochen später losgehen.

Die Schüler erhielten dabei hautnah die Gelegenheit bei einem richtigen Filmdreh mitzuwirken. Sie übernahmen dabei den Aufbau des Interviewrahmens, aber auch die Einstellung der Kamera und das Ausleuchten des Filmsets. Herr Schenk stand den Schülern als Leiter der Dreharbeiten während der gesamten Zeit als Berater und Hilfesteller zur Seite.

Den Kern der Arbeiten erfassten die Interviews mit den Flüchtlingskindern. Ali Hasso und Rama Alamah konnten dabei von ihrem Leben in einer sehr beeindruckenden Weise berichten, obwohl sie erst seit kurzer Zeit am regulären Unterricht teilnehmen. Ali musste als Jeside, diese Glaubensgruppe wurde und wird vom sogenannten IS besonders verfolgt, da man sie als Ungläubige betrachtet, zusammen mit seiner Familie aus der sehr umkämpften Stadt Aleppo fliehen (im Irak verübte der IS im Jahr 2014 einen Genozid an den dort im Gebiet des Sindschar Gebirges lebenden Jesiden; tausende Menschen wurden dabei ermordet und viele weitere befinden sich bis heute in der Gewalt des IS) .

In Aleppo war die Lage für die Familie mit Voranschreiten des Bürgerkriegs zu gefährlich geworden. Alis Vater musste einem Schleuser aus Pakistan für jedes jugendliche Familienmitglied 500 Euro und für jeden Erwachsenen 1000 Euro bezahlen. Für diesen Betrag brachte man sie über die Grenze in die Türkei. Dort versuchte sich die fünfköpfige Familie, neben Ali waren mit ihm auch seine beiden Geschwister mit den Eltern geflohen, ein Leben aufzubauen. Jedoch erhielt sein Vater, der sich mit Arbeiten auf Baustellen im Maurer- und Malerbereich versuchte eine Existenz aufzubauen, den Lohn oftmals nicht. Ein Grund für die schlechte Behandlung mag neben der Religionszugehörigkeit auch die kurdische Abstammung der Familie gewesen sein. Die Türkei, unter Präsident Erdogan, verweigert den Kurden ihren eigenen Staat und versuchte alles in ihrer Macht stehende gegen die Gründung eines solchen zu tun.

Als die Lebensqualität sich in der Türkei nach zwei Jahren dramatisch verschlechtert hatte, entschloss sich die Familie dazu die Flucht fortzusetzen, in der Hoffnung eine neue Lebensgrundlage zu finden. Man versuchte wiederum mit Hilfe von Schleusern über die bulgarische Grenze zu gelangen. Dort, so erinnerte sich Ali während des Schülergesprächs mit Schaudern zurück, wurden sie jedoch in einem einsamen Waldstück zunächst nicht wie besprochen bei Nacht abgeholt und über die Grenze gebracht. Stattdessen musste man eine ganze Nacht umgeben von wilden Tieren im Ungewissen ausharren, mit der ständigen Angst von den lokalen Behörden aufgegriffen und in ein Sammellager gebracht zu werden.

Doch auch als man es nach Sofia geschafft hatte wurde es nicht besser. Ali berichtete im Interview von sehr vielen rassistisch motivierten Anfeindungen, die ihm und seiner Familie zu Teil wurde. Aussagen, wie „was wollt ihr hier und ihr wärt doch besser schon tot“ waren für seine Familie an der Tagesordnung. Von einem besonders schrecklichen Ereignis während seines Aufenthalts in Bulgarien berichtete er den aufmerksam lauschenden Schülern ebenfalls, als diese die Frage nach einschneidenden Begebenheiten während seiner Flucht stellten. So musste er mit ansehen, wie ein Bulgare einen syrischen Flüchtling zunächst verbal attackierte, um ihn anschließend, nachdem dieser sich auf die Provokation eingelassen hatte, mit einem Messer niederzustechen.

Der Aufenthalt in Bulgarien dauerte vier Monate. Von dort aus flog die Familie, nachdem man sich genug Geld erarbeitet hatte, mit einem Flugzeug zu Verwandten nach Frankreich. In Frankreich meldete sich der Vater sofort an, um arbeiten zu gehen. Die französischen Behörden erwiderten ihm jedoch, dass dies so ohne Weiteres nicht möglich sei. Die Vorstellung, ungefähr zwei Jahre auf eine Arbeitserlaubnis warten zu müssen und währenddessen in sehr beengten Wohnverhältnissen bei den Verwandten unterzukommen, veranlasste die Familie wiederum dazu weiterzuziehen. Ihr Weg führte über mehrere Erstaufnahmezentren nach Oberwesel, wo man ein neues Zuhause fand. Ali lernte innerhalb kürzester Zeit die Sprache und nimmt momentan sogar am Regelunterricht teil. Sein Ziel für die Zukunft ist es Polizist zu werden, da er in seiner frühesten Kindheit von einem Polizisten in Syrien vor Übergriffen durch einen gewalttätigen Mann geschützt wurde. Diese Hilfe, die ihm damals wiederfuhr, will er eines Tages auch anderen zu Teil werden lassen.

Das zweite Interview führte Rama Alamah aus Manubach mit den Neuregisseuren. Rama wurde in Rakka in Syrien geboren. Rakka sollte traurige Berühmtheit erlangen, da der IS es als seine Hauptstadt in Syrien deklarierte und dort besonders brutal wütete. Rama wusste ihren Mitschülern im Interview von einer sehr schönen Kindheit zu berichten. Gerne besuchte sie dabei ihre Großmutter, deren Haus von vielen grünen Parkanlagen umgeben war. Ihr unbeschwerter Alltag sollte jedoch mit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 und schließlich mit dem Einmarsch des sogenannten IS ein jähes Ende finden. Von nun an mussten sich die Frauen voll verschleiern und Mädchen durften die Schulen, die ihre Türen aufgrund der Bombengefahr nach kurzer Zeit schon nicht mehr öffnen sollten, nicht mehr besuchen. Nur am frühen Morgen, als die meisten Kämpfer des „Islamischen Staates“ noch schliefen, traute sich ihr Vater vor die Tür, um Essen für die sechsköpfige Familie zu besorgen. Trotz dieser widrigen Umstände versuchte die Familie so lange wie möglich ein Leben in ihrer bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Heimat aufrechtzuerhalten. Ein schwerer Schicksalsschlag ereilte die Familie mit dem Tod des Vaters. Dieser, der vor dem Krieg als Englischlehrer gearbeitet hatte, wurde bei einem Luftangriff durch einen Granatsplitter tödlich getroffen. Dieser Vorfall und der immer schwerer werdende Alltag in Rakka veranlassten die Familie schließlich zur Flucht. Wie im Falle Alis mussten Schleuser zunächst bezahlt werden. Rama und ihre zwei älteren Brüder mussten genauso wie die Mutter 900 Dollar zahlen um in die Türkei geschleust zu werden. Ihr jüngerer Bruder musste 600 Dollar zahlen. Der Tag des Abschieds, so berichtete Rama, war besonders schwer für sie. Ihrer so geliebten Großmutter konnte sie nicht mehr auf Wiedersehen sagen, da man aufgrund der ständigen Fliegerangriffe in tiefster Nacht die Flucht antreten musste. Auch der IS versuchte die Menschen an ihrer Flucht zu hindern und daher stand das eigene Überleben noch vor dem Abschiednehmen. Der geringe Platz, den man für persönliche Gegenstände hatte, wurde hastig mit ein paar Kleidungstücken gefüllt. Besonders schwer fiel es Rama die Familienbilder, die noch an die unbeschwerten Tage im Kreise der Familie erinnerten, zurückzulassen. Ihre Flucht führte sie von der Türkei aus übers Mittelmeer nach Griechenland. Die Fahrt in einem kleinen Boot bereitete Rama besondere Angst, da sie mit einem ständigen Sinken der kleinen Nussschale rechnete. In Griechenland und auch auf der restlichen Route durch die Balkanländer wurde die Familie mit viel Ablehnung konfrontiert. Geschlafen wurde oftmals unter freiem Himmel bei klirrender Kälte. Natürlich war man für diese Witterungsbedingungen nicht vorbereitet und litt große Not. Als man am Ende der Odyssee in Deutschland ankam, fühlte sich die junge Syrerin wie in einer anderen Welt. Keiner verstand sie und die Umgebung war so anders im Vergleich zu dem was sie von Rakka gewohnt war. In den Erstaufnahmeeinrichtungen berührte sie besonders die Herzlichkeit der vielen Helfer. Die äußerst beengten Wohnsituationen und überlasteten Sanitäranlagen, die sich Frauen und Männer teilen mussten, waren jedoch eine Belastung für das soziale Miteinander. Ihr Leidensweg endete schließlich für die Familie in Manubach, wo sie zusammen mit einer weiteren Familie aus Syrien und einer Familie aus Aserbaidschan Zuflucht fand. Auch Rama passte sich so schnell an, dass sie innerhalb kürzester Zeit am Regelunterricht im Verband einer 6. Klasse teilnehmen konnte. In ihrer Freizeit malt sie gerne und ihr größter Wunsch ist es eines Tages Deutschlehrerin in ihrer Heimat Syrien zu werden. Denn eines steht für sie schon heute fest, am Ende des Krieges in Syrien will sie zurück in ihr Land kehren, um dabei zu helfen, dieses wieder aufzubauen und zu einer gewissen Normalität zurückzuführen.

Nachdem die Dreharbeiten in der Schule soweit abgeschlossen sind, werden die Schüler zusammen mit dem Regisseur, Herrn Daniel Schenk, und ihrem Lehrer, Marcel Griesang, nun im Filmstudio in Simmern an den Schnitt des Films gehen. Ziel dabei ist es, bis Mitte Juni einen etwa 15 minütigen Dokumentarfilm zu erstellen, der anschließend auch seine Premiere vor den Augen der Schülerschaft der Realschule Oberwesel finden wird. Für alle am Projekt beteiligten stand am Ende der Dreharbeiten schon fest, dass sich die Mühen absolut gelohnt haben und die Schicksale der beiden Mitschüler, die stellvertretend für die vielen weiteren Lebensgeschichten der jungen Flüchtlinge an der Schule und in Deutschland stehen,  definitiv einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen.

Weitere Bilder des Filmprojekts





02.03.2017


Zweite DFB-Junior-Coach-Ausbildung an der Realschule plus Oberwesel gestartet


An der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel werden zurzeit 13 Schülerinnen und Schüler zu DFB-Junior-Coaches ausgebildet. Die Oberweseler Schule ist somit eine von bundesweit über 100 Schulen, an denen Jugendliche als junge Trainer qualifiziert werden. Nach einem erfolgreichen ersten Pilot-Schuljahr 2013/2014 mit etwa 1.000 zertifizierten DFB-Junior-Coaches sollen im laufenden Schuljahr über 2.000 Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland die Ausbildung zum DFB-Junior-Coach durchlaufen. Das Projekt geht die großen Herausforderungen für den Fußball an, wie den demografischen Wandel, die Ausdehnung der Schulzeit und das rückläufige Engagement beim Ehrenamt. Ziele des Projekts sind somit sowohl die Sicherung des Trainernachwuchses in Deutschland als auch die Förderung des Ehrenamtes.

Die dreizehn fußballbegeisterten Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Oberwesel  werden in einer 40-stündigen Schulung zum DFB-Junior-Coach ausgebildet, welcher eine neue Säule innerhalb der DFB-Qualifizierungsoffensive bildet und als Einstieg in die lizenzierte Trainertätigkeit dient. Die Jugendlichen sollen somit frühzeitig Trainererfahrung sammeln und Kindern den Spaß am Fußball vermitteln. Die Ausbildung erfolgt direkt an der Realschule plus unter der Leitung von Patric Muders und in Zusammenarbeit mit der SV Vesalia 08 Oberwesel. Weiterhin begleitet der Fußballverband Rheinland die Ausbildung durch den hauptamtlichen Mitarbeiter Sebastian Reifferscheid und unterstützt das Projekt z. B. durch Abstellung von Physiotherapeuten, die in die erste Hilfe bei Sportverletzungen einführen. „Der Jugendbereich braucht viele qualifizierte und motivierte Trainer. Hier werden wichtige Grundlagen gelegt. Die DFB-Junior-Coaches werden den Jugendfußball in Deutschland nachhaltig aufwerten“, sagt der Vizepräsident des FVR Alois Stroh.

Unterstützt wird die Ausbildung von der Commerzbank, die als Premium-Partner des DFB auch Partner der Qualifizierungsoffensive ist. Im Zuge dessen hat Frau Niedzwetski als Commerzbank-Filialleiterin in Bingen den Schülern Möglichkeiten angeboten, sie auch für einen Ausbildungsplatz vorzubereiten. Interessierte Schüler können ein Praktikum absolvieren, ein Bewerbertraining durchlaufen oder auch zu einem Vorstellungsgespräch kommen. Neben der sportspezifischen Ausbildung wird besonderer Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung der Nachwuchstrainer gelegt. Die Commerzbank kann darüber hinaus in Form von Vorträgen bzw. Veranstaltungen mit viel Experten-Know-How den jungen Leuten wirtschaftliche Zusammenhänge praxisnah erklären und damit zur Allgemeinbildung beitragen. Der Dank von Schulleiter Christoph Vickus gilt den Jugendlichen, die mit Ihrem Engagement beim DFB-Junior-Coach bereits früh gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und dem Fußballverband Rheinland sowie der Commerzbank als unterstützende Partner.







31.01.2017


Oberweseler Schüler erobern Skipiste


Tolle Berge, verschneite Pisten, Winterwunderland, Helden auf Ski, jubelnde Menschenmassen, Sieger – so empfängt Schladming in Österreich auf der Planai seine Gäste zum Nightrace der alpinen Ski-Weltelite im Januar.

Tolle Berge, verschneite Pisten und Winterwunderland erwartete auch die Klasse 8d der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel, die vom 08. - 14. Januar 2017 mit Geiss-Reisen in die benachbarte Gemeinde Ramsau am Dachstein reiste. Unterstützt wurde die Fahrt dankenswerterweise durch den Förderkreis Hütte aus Oberwesel.

Neue Helden auf Ski wurden im Laufe der Woche geboren – tägliche Kurse der schulischen Skilehrer brachten allen Kindern das alpine Skilaufen bei. Einige waren sogar nach kurzer Zeit in der Lage, die Weltcupabfahrt der Planai zu meistern – wenn auch noch nicht in Bestzeit. Diese wurde allerdings auf dem Rittisberg, dem Hausberg der Ramsau, auf der Märchenabfahrt aufgestellt: 5 Minuten!

Eine jubelnde Menschenmasse war die Gruppe bei Schneeballschlachten, „wilden“ Rodelfahrten und bei der Hüttengaudi auf der Sonnenalm, wo getanzt, gesungen und gelacht wurde. Leckeres Essen und steirische Live-Musik aus der „Quetschkommode“ rundeten den Hüttenabend ab. Im Anschluss ging es mit Fackeln durch den verschneiten Wald nach Hause auf den Peterbauerhof.  

Sieger waren alle Schüler. Am Abschlussabend wurden Urkunden vergeben und besondere Leistungen prämiert. Ein lustiges Programm von Schülern und Lehrern ließ den Abend viel zu schnell vorübergehen, so auch die ganze Klassenfahrt.

Nach der achtstündigen Busfahrt wurden die Kinder erwartungsvoll von ihren Eltern in Oberwesel empfangen.  

So erlebte die Klasse zwar nicht das Nightrace, aber eine wirklich tolle Klassenfahrt!






31.01.2017


Realschule plus Oberwesel lädt ein


Am Samstag, den 21. Januar, öffnete die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel ihre Türen für alle interessierten Besucher. Ganz besonders galt das Angebot natürlich Grundschülern, die im kommenden Schuljahr die Klassenstufe 5 der dortigen Orientierungsstufe besuchen möchten, sowie deren Eltern.

Um auf die besonderen Bedürfnisse von Eltern und Grundschülern eingehen zu können, wurden diese jeweils in separaten Kleingruppen von Lehrkräften durch die Schule geführt. Während den Kleinen in spielerischen Angeboten ein kindgerechter Einblick in das vielfältige Schulleben vermittelt wurde, standen in den Elterngruppen zentrale organisatorische und pädagogische Aspekte im Vordergrund.

Bei der Begrüßung durch die Schulleitung wurde neben allgemeinen Informationen zur kooperativen Realschule auch das Schulprofil umfassend erläutert. Dessen Kernaspekte sind vor allem Medienkompetenz, soziales Verhalten, Schwerpunktschule, Bläserklasse und die UNSECO Projektschule. Davon, dass die Schule sich diese Dinge nicht bloß auf die Fahnen schreibt, sondern sie auch lebt, konnten die Eltern sich anschließend in unterschiedlichen Workshops überzeugen. So wurden beispielsweise die gut ausgestatteten Computerräume sowie der im Rahmen der Ganztagsschule eingerichtete Ruheraum besichtigt und die alltägliche Arbeit mit den zahlreichen interaktiven Whiteboards demonstriert - Dinge, die in Oberwesel mittlerweile nicht mehr aus dem Unterricht wegzudenken sind.

Auch die einzelnen Fachbereiche präsentierten ihre Arbeit äußerst eindrucksvoll. So lösten die Besucher beim Genuss von typisch französischen Crêpes spannende Quizfragen zu Frankreich, schauten den Schülern beim Mikroskopieren über die Schulter und konnten sich bei interessanten und fachkundig durchgeführten Versuchen von den naturwissenschaftlichen Kenntnissen der Schüler überzeugen. Ein Blick in unterschiedliche Klassenräume, ein Ständchen der Bläserklasse und auch eine leckere Kostprobe vom Können der Schüler des Faches Haus- und Sozialwesen in der Lehrküche rundete den Eindruck der Besucher ab. Zusätzlich konnten sich die Gäste in den Pausen auch in der Mensa stärken, wo dank tatkräftiger Unterstützung durch den Schulelternbeirat in reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken bereit stand.

Nach einem rundum gelungenen Tag der offenen Tür freut sich die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel nun auf zahlreiche Anmeldungen für das kommende Schuljahr. Die Anmeldetermine sind von Montag, 13. Februar, bis Freitag, 17. Februar 2016, montags bis donnerstags jeweils von 8.00 - 16.00 Uhr sowie freitags von 8.00 - 13.00 Uhr. Es ist begrüßenswert, wenn die Kinder mit zur Anmeldung kommen.






14.01.2017


Nur noch eine Nummer: Schüler erleben die Schrecken der Nazizeit hautnah durch die Schilderungen einer der letzten Überlebendenden des Holocaust


Mit gerade einmal zwölf Jahren musste sich Eva Szepesi (geborene Diamant) aus ihrer Heimat Ungarn auf die Flucht vor den Nazis begeben. Diese hatten 1944, nachdem sich das Kriegsgeschehen endgültig zu Ungunsten der Nazis gewendet hatte, ihre Heimat besetzt und sich daran gemacht, die Endlösung der Judenfrage auch hier in die Tat umzusetzen. Eva’s Mutter erkannte die Zeichen der Zeit und schickte ihre Tochter schweren Herzens zusammen mit ihrer slowakischen Tante Piri auf die Flucht. Ihre Reise führte sie vor allem des Nachts durch Wälder und Täler bis an die slowakische Grenze. Diese konnten sie mit Hilfe falscher Papiere und einem bezahlten Schleuser auch erfolgreich überqueren. Eva durfte während der gesamten Zeit kein Wörtchen von sich geben, da sie ansonsten ihre wahre Identität verraten hätte. In der Slowakei tauchte Eva dann zunächst bei einem Rabbiner unter. Ihre Tante hatte sie zwischenzeitlich wieder verlassen müssen, um selbst unterzutauchen. Doch dieser Aufenthalt sollte nur von kurzer Dauer sein. Nachdem sie im Anschluss in einer weiteren Familie Schutz gefunden hatte, landete sie, so erzählte sie den gefesselt lauschenden Schülern weiter, bei ihren „Märchenschwestern“. Die zwei älteren Damen waren Zwillinge und hatten ihr gesamtes Leben miteinander verbracht. Sie gaben der Geflüchteten ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz, auch durch ihre vielen Erzählungen, in denen die kleine Eva sich in eine Parallelwelt zurückziehen konnte. Eines Nachts wurde diese Insel des Schutzes jedoch jäh zerstört, als slowakische Polizisten das Haus stürmten. Man hatte sich auch in der Slowakei dazu entschlossen nun in Anbetracht des baldigen Kriegsendes sein Machwerk auf den finalen Höhepunkt zu treiben. Man brachte die Häftlinge nun zunächst in ein Sammellager, um sie anschließend nach Auschwitz-Birkenau zu transportieren. Eva kam dort zu ihrem Glück erst im November an, als die Nazis ihre Morde aufgrund der heranrückenden russischen Armee und ihren damit verbundenen Absetzvorhaben schon gedrosselt hatten. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Nazis jedoch bereits ihre Mutter und ihren Bruder und auch die von ihr so geliebten Märchenschwestern ermordet. Das Schicksal sollte es, wie bereits angedeutet, mit ihr besser meinen. Sie überlebte das Todeslager auf abenteuerliche Weise. So berichtete sie den Schüler davon, wie sie bereits bei der Selektion an der Rampe von einer Aufseherin auf Slowakisch dazu aufgefordert wurde sich als sechzehnjährige auszugeben. Ihr wahres Alter von zwölf Jahren hätte sie wohl auf einem direkten Weg in die Gaskammer geführt. Auch die Prügel und starken Verbrennungen, die sie sich an einem heißen Suppentopf zugezogen hatte, sollte sie überstehen. Darüber hinaus sicherte die Hilfe einiger Leidensgenossinnen ihr Überleben. Da war zum Beispiel Stella, ihr blonder Engel, deren Tochter die Nazis vor ihren Augen erschossen hatten. Sie nahm sich der kleinen Eva an und beschützte sie wie ihr eigenes Kind.

Als die russische Armee schließlich im Januar 1945 das Lager befreite, war Eva zu einem kümmerlichen Skelett abgemagert. Sie war von den SS Schergen auf der Pritsche der Baracke zurückgelassen worden, da man ihr den Todesmarsch schon nicht mehr zugetraut hatte. Noch heute erinnert sich die Zeitzeugin nur noch bruchstückhaft an den Tag der Befreiung. Sie sah, nachdem sie anscheinend über Tage das Bewusstsein verloren hatte, ihren Befreier, der sich über sie gebeugt hatte, nur schemenhaft. Man brachte sie anschließend in diverse Lazarette, um sie wieder aufzupäppeln.

Nach ihrer Rückankunft in Ungarn musste sie feststellen, dass nahezu keiner ihrer Familie das Martyrium überlebt hatte. Sie sollte jedoch eine neue Familie bei einer der wenigen überlebenden Verwandten finden, die aus den Lagern im Osten zurückgekommen war. Dort hatte diese zuvor ihre Zwillingstöchter verloren und sah nun, wie bereits Stella zu Zeiten in Auschwitz-Birkenau, in Eva ihre „neue“ Tochter. In den 50er Jahren lernte Eva dann ihren Mann kennen und es verschlug beide aus Arbeitsgründen nach Frankfurt. Dort fanden beide eine neue Heimat. Eva Szepesi erzählte bis in die 90er Jahre niemandem von ihrem Schicksal. Auch ihr Mann stellte ihr nie unangenehme Fragen. Erst der fünfzigste Jahrestag der Befreiung des Lagers Auschwitz-Birkenau und ihre Enkelkinder veranlassten sie dazu an den Ort des Schreckens zurückzukehren und ihre Leidensgeschichte aufzuschreiben.

Abschließend schilderte die Zeitzeugin den Schülern wie sehr sie die Ereignisse von damals noch verfolgen. Sie betonte jedoch, dass es auf der anderen Seite aber gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je sei, davon zu berichten. Nach zwei Stunden gespannten Zuhörens verließen die Oberweseler Schüler mit vielen Eindrücken die Anne Frank Bildungsstätte in Frankfurt um die Heimreise anzutreten. Viele waren von dem Gehörten sogar so gefesselt, dass sie sich die Autobiografie Eva Szepesis direkt vor Ort kauften und ihr dabei noch einmal für ihre sehr eindrücklichen Schilderungen dankten.

Teile des Zeitzeugeninterviews können auf der Webseite der Heuss-Adenauer Mittelrhein Realschule plus Oberwesel auf dem schuleigenen youtube Kanal der Video-AG abgerufen werden.






14.01.2017


Koffer gepackt und überlebt - Die Geschichte der Ursula Michel


In den Genuss eines einzigartigen Gespräches kamen die Schüler der Heuss-Adenauer Realschule plus Oberwesel zusammen mit ihrem Englisch- und Geschichtslehrer Marcel Griesang. Zu Gast war Judith Rhodes aus Leeds in England, deren Mutter Ursula Michel im Jahr 1938 aufgrund ihres jüdischen Vaters vor den Nazis aus Deutschland geflohen war. Ihre Mutter Ursula war eines von nur 10.000 Kindern, denen von den Nationalsozialisten auf einem Kindertransport die Ausreise aus Deutschland genehmigt wurde. Dies war auch nur möglich, da sie als sogenanntes Mischlingskind galt, denn nur ihr Vater war jüdisch während Mutter und Schwester christlich getauft waren.

Judith Rhodes berichtete den Schülern davon, dass ihre Mutter sich damals von ihren Eltern abgestoßen fühlte, da sie die Reise alleine antreten musste. Während sie sich nämlich auf den Weg nach England machte, blieb ihre Schwester bei den so von ihr geliebten Eltern. Was Ursula jedoch ausblendete war, dass nur jeweils einem Kind pro Familie die Ausreise genehmigt wurde. Erst im Jahr 1942 sollte Ursula noch einmal eine Nachricht von ihrer Familie erhalten. In diesem Schreiben versuchten sowohl ihre Eltern als auch ihre Schwester sich ihr Leid nicht anmerken zu lassen. So schrieben sie, obwohl die Deportation aus Ludwigshafen schon stattgefunden hatte, dass sie sich keine Sorgen um sie zu machen brauche und alles in Ordnung sei.  Diese Nachricht sollte jedoch das letzte Lebenszeichen der Familie sein. Sowohl die Eltern als auch ihre Schwester Lilly wurden wohl im Jahr 1942 in einem der vielen Vernichtungslager des Ostens ermordet.

Judith Rhodes berichtete den Schülern weiter, dass ihre Mutter in England auch aufgrund ihrer Sprachbegabung schnell heimisch wurde. Sie baute sich ein eigenes Leben in der Gastfamilie auf und versuchte ihre deutsche Vergangenheit auszublenden. Im Jahr 1951 heiratete sie ihren Mann und bekam ihre Tochter Judith. Im Laufe der Jahre erst fing sie an ihrer Tochter von ihrem Schicksal zu erzählen. Deutsch sprach sie mit ihr jedoch selten. An das „Gute Nacht“, das ihr die Mutter all abendlich am Bett zuflüsterte, erinnert sich Frau Rhodes jedoch bis heute noch.

Besonderes Interesse weckte bei den Schülern der mitgebrachte Reisekoffer Ursula Michels mitsamt den darin befindlichen Utensilien, die ihre Mutter damals hastig zusammen gesucht hatte. Mehr als diesen Koffer hatte sie nicht mitnehmen dürfen. Die „Zweitzeugin“ zeigte den Schülern neben einer kleinen Parfümflasche auch das von ihrer Mutter selbst gehäkelte Platzdeckchen, das sie wohl als besondere persönliche Erinnerung neben einigen wenigen Familienfotos mitnehmen wollte.

Eine besonders fesselnde Geschichte wusste Frau Rhodes den Schülern gegen Ende des rund zweistündigen Gesprächs zu erzählen. So berichtete sie davon, wie sie vor zwei Jahren eine offizielle Suchanfrage bezüglich des Schicksals ihrer Familie stellte. Während sie über ihre Eltern nichts mehr in Erfahrung bringen konnte, wurde ihr bezüglich ihrer Schwester Lilly die Nachricht übermittelt, dass sie noch am Leben sei. Frau Rhodes war natürlich wie vor den Kopf gestoßen. Warum nur hatte sich ihre Tante nie bei ihr gemeldet in all den Jahren? Sofort leitete sie weitere Recherchen in die Wege und schnell wurde ihr klar, dass es sich bei der vom Suchdienst ermittelten Person nicht um ihre Tante handelte, sondern um eine Person, die in den Wirren der Lagergeschehnisse ihre Identität angenommen hatte. Judith Rhodes führte weiter an, dass dieses Vorgehen vor allem von rumänischen Juden oft praktiziert wurde, da sie auf diese Weise schneller eine Chance auf Auswanderung erhielten. Im Gegensatz zu Volljuden aus dem osteuropäischen Raum wurden Halb- oder Vierteljuden aus Deutschland nach der Befreiung aus den Lagern bei der Visumsvergabe für Amerika bevorzugt (die Frau, die die Identität der Tante angenommen hatte, stammte aus Rumänien).

Die Schüler waren während der gesamten Zeit des „Zweitzeugengespräches“ gefesselt von den Ausführungen ihres Gastes aus Leeds und stellten ihr sehr viele interessante Fragen. Am Ende des Gesprächs luden sie sie sogar auf die nächste von den Schülern geplante Stolpersteinverlegung in Oberwesel am 12. Mai 2017 ein. Schließlich hatte Frau Rhodes ihrer Familie diese Erinnerungssteine bereits im Jahr 2010  vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie in Ludwigshafen verlegen lassen.






04.01.2017


Gemeinsame Weihnachtsfeier lässt bei Realschülern besinnliche Stimmung aufkommen


Zusammen mit ihren Schülersprechern, den Klassenpaten und den Vertrauenslehrern Nina Hartenfels und Marcel Griesang feierten die Fünftklässler der Heuss-Adenauer Mittelrhein Realschule plus eine besinnliche Weihnachtsfeier. Neben dem Genuss von Kinderglühwein standen auch noch das Plätzchenbacken, lustige Weihnachtsspiele, wie etwa Liedergurgeln und ein Christmas Cracker Bastelwettbewerb auf dem Programm. Den beiden Siegern wurden abschließend von ihren Paten (aus den neunten und zehnten Schuljahren) zwei echte Christmas Cracker, die frisch aus London von einer Klassenfahrt mitgebracht worden waren, überreicht. Alle Schüler kamen zu dem Schluss, dass solch eine Feier kurz vor den Weihnachtsferien erst die richtige Weihnachtsstimmung aufkommen lässt und gewinnbringend für das Schulklima ist.





04.01.2017


Kompetenzen werden individuell erfasst


Mit der Kompetenzanalyse Profil AC setzt die Landesregierung einen weiteren Baustein im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung an allen weiterführenden Schulen um. In diesem Schuljahr gilt Profil AC noch als Pilotprojekt, in den kommenden Jahren soll es aber verpflichtend für alle Schulen werden. Ziel ist es, ein individuelles, stärkeorientiertes Kompetenzprofil zu erstellen, welches genutzt werden soll, um die beruflichen Interessen und Stärken der Kinder individuell zu fördern. Als eine der ersten Schulen nahm die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel teil.  Die Schüler der Klasse 7a im Bildungsgang Berufsreife wurden von drei geschulten Lehrkräften bei verschiedenen Einzel- und Gruppenaufgaben beobachtet und absolvierten einige Tests am PC. Zu den Testergebnissen und der Fremdeinschätzung kam dann auch die Selbsteinschätzung hinzu. Am Ende stand als Ergebnis eine Kompetenzübersicht, die in einem Rückmeldegespräch thematisiert wurde. „Die Schüler hatten sichtlich Spaß mit den Aufgaben, insbesondere mit den Gruppenaufgaben. Es ist ein durchaus aufwendiges Verfahren, insbesondere bei einer großen Teilnehmerzahl. Profil AC bietet uns aber die Möglichkeit, unserem Anspruch an individueller Förderung im Hinblick auf die Berufs- und Studienorientierung unserer Schule noch besser gerecht zu werden. Wir werden die Kompetenzanalyse im kommenden Schuljahr ausweiten und schulen zu Beginn des Jahres 2017 weitere Kollegen zur Durchführung der Analyse“, so Peter Krämer, Berufswahlkoordinator der Realschule plus Oberwesel.






04.01.2017


Auf Spurensuche des jüdischen Oberwesels

Oberweseler Realschüler werden im Rahmen des Projektes „Denkmal aktiv“ tätig


Schüler der Realschule plus Oberwesel arbeiten zusammen mit ihren Lehrern Frau Christiane Cronester und Marcel Griesang  die Geschichte des jüdischen Oberwesels auf. Ihr Ziel ist es, am Ende der Recherchearbeit, am Platz Ecke Holzgasse vor dem ehemaligen Wohnhaus der jüdischen Familie Gerson, eine Infotafel zu errichten. An dieser Stelle befinden sich bereits fünf vom Künstler Gunter Demnig im Februar 2015 für das Gedenken an die Familie Gerson gesetzte Stolpersteine.  Auf der Tafel sollen Informationen zum jüdischen Friedhof, der Familiengeschichte der Gersons, der Reichspogromnacht in Oberwesel, der Werner Legende, der ehemaligen Synagoge am Scharplatz und der Mikwe zu finden sein. Bei der Mikwe handelt es sich um ein ehemaliges jüdisches Ritualbad, das sich im Gewölbekeller des Fachwerkhauses gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Gerson befindet. In diesem Bad mussten sich Frauen zum Beispiel nach der Regelblutung oder aber einer Entbindung wieder reinwaschen. Vorschrift für diese Ritualbäder war es auch, dass sie mit lebendigem Wasser (also Grundwasser) gespeist werden mussten. Warum dieses Bad in einem kleinen Ort wie Oberwesel zu finden ist, gibt viele Rätsel auf. Eine Möglichkeit wäre, dass sich in unmittelbarer Umgebung eine Synagoge oder zumindest ein Gebetsraum zu Zeiten des mittelalterlichen Oberwesels befunden haben mag. Die Synagoge am Scharplatz wurde erst im 19. Jahrhundert gebaut. Genaue Unterlagen zu diesem Bereich der Stadt gibt es aber leider nicht mehr.

Die Schüler erhoffen sich durch die dauerhafte Errichtung einer Gedenktafel, dass die einst so blühende und für den Ort Oberwesel gewinnbringende jüdische Vergangenheit wieder in die Erinnerung der Bürger und Besucher der Stadt gerückt wird.

Ein Ort liegt den Schülern besonders am Herzen. Dabei handelt es sich um den oberhalb der Stadt gelegenen jüdischen Friedhof. Diesen mit seinen vielen Geheimnissen aufwartenden Ort besuchen die Schüler in regelmäßigen Abständen, um durch Strauchschnitt und die Beseitigung von abgebrochenen Ästen für Ordnung zu sorgen. Während ihrer Besuche gehen die Schüler jedes Mal sehr bedacht vor. Gemäß den jüdischen Vorschriften tragen die Jungen bei den unmittelbaren Arbeiten an den Gräbern jedes Mal eine Kopfbedeckung. Die Grabsteine werden bei den Arbeiten nicht von Moos oder sonstigen Verunreinigungen befreit, sondern in ihrem jetzigen Zustand belassen. Erst kurz vor Weihnachten war man zum letzten Mal dort, um sich aktiv mit der Pflege dieses Denkmals zu beschäftigen. Dabei thematisierten die Schüler auch viele Fragen die die jüdische Kultur betreffen. Für die Infotafel klärte man unter anderem wann die letzte Bestattung stattfand, warum auf den Grabsteinen kleine Steine abgelegt werden oder welche Symbole auf diesen zu finden sind. Die Antworten auf viele solcher Fragen rund um das Thema Judentum wird es hoffentlich schon zu Beginn des nächsten Jahres, eine Eröffnung der Infotafel könnten sich die Schüler zum Termin der neuerlichen Stolpersteinverlegung am 12. Mai 2017 vorstellen, an der Ecke zur Holzgasse zum Nachlesen geben.






04.01.2017


100 Jahre danach


Fast genau 100 Jahre nach Beginn der Schlacht um Verdun begaben sich Schüler mit ihren Geschichtslehrern Dirk Zorbach und Marcel Griesang an den Ort, der bis heute weit mehr als ein ehemaliges Schlachtfeld darstellt. An diesem ansonsten so idyllischen Flecken Erde standen sich im Jahr 1916 die französische und die kaiserliche Armee gegenüber. Nachdem es in den Vorjahren zu einem zähen und verlustreichen Stellungskrieg gekommen war, versuchte General Falkenhayn durch den Angriff auf die Festung Verdun eine entscheidende Wende herbeizuführen. Dabei hatte man das Angriffsziel mit Bedacht gewählt. Wusste man doch, dass Verdun für die französischen Verteidiger vielmehr als nur ein Netzwerk an Festungen war. Verdun war ein Symbol für Frankreich, das es aus moralischer Sicht für die kämpfenden Soldaten aber auch die kriegsmüde Bevölkerung unter allen Umständen zu halten galt. Mit diesem Wissen startete die deutsche Armee im Februar einen Angriff der bis dahin seines gleichen suchte. Ziel war es nicht unbedingt die Festung schnellst möglich zu nehmen, sondern einen lang andauernden Abnutzungskampf zu initiieren. Dabei sollte die französische Armee an den Rand der Erschöpfung getrieben werden, um danach gegen geschwächte Truppen wieder den Marsch nach vorne antreten zu können.

Wie anders die Schlacht sein sollte, zeigt auch ein Brief eines Vorfahren einer der am Ausflug beteiligten Schüler. Damals 37 Jahre alt schrieb der Verwandte am 22. Juli 1916 an seine Familie: „Ich hoffe, meine Gedanken sammeln zu können, um euch ausführlich über unsere furchtbaren und heftigen Kämpfe berichten zu können. Vorweg möchte ich bemerken, dass die von Anfang an beim Regiment befindlichen Leute sagen, dass sie solche Kämpfe noch nicht bestanden haben. Unser Hauptmann war heute Nachmittag hier und hat uns für unser außerordentlich tapferes Verhalten gelobt. Er sagte, selbst wir hätten jetzt die Ruhe nötig und könnten diese hoffentlich recht lange genießen, aber man könne ja nie wissen, was noch alles vorfällt.“

Die Schlacht forderte auf beiden Seiten einen hohen Blutzoll. Insgesamt fielen auf französischer wie auf deutscher Seite mehr als 100.000 Soldaten. Viele der Männer die in und um Verdun im Einsatz waren erlitten grausame Verstümmelungen oder verloren den Verstand. Eine ganze Generation wurde durch die Geschehnisse gezeichnet.  

Im Spätjahr 1916 starteten die Franzosen unterstützt von den Briten, die an der Somme in die Offensive gegangen waren, einen Gegenangriff, der die Deutschen wieder in ihre Ausgangsstellungen zurückdrängen sollte. Im Raum Verdun war jedoch nichts mehr so wie es vor den Angriffen im Frühjahr gewesen war. Viele Ortschaften waren dem Erdboden gleich gemacht worden und die Landschaft ähnelte einem Trümmerfeld. Noch heute kann man die Narben der Geschichte in Form der vielen Granatlöcher oder durch die Furchen der ehemaligen Schützengräben sehen.

Vom heftigen Einsatz der Geschütze schilderte ebenfalls der Feldpostbrief des Vorfahren eines Oberweseler Schülers: “Alle mussten Posten stehen. Wir wurden ständig stark beschossen. Diese entsetzlichen, furchtbaren Detonationen begleitet von einer gar nicht zu schildernden Staub-und Pulverdampfwolke. Es ist gar nicht zu schildern. Die Spreng-und Mauerstücke flogen unendlich weit….“.

Die Schüler waren besonders beeindruckt vom Haus der Gebeine, in dem die Überreste der nicht mehr zu identifizierenden Soldaten von Verdun aufbewahrt werden, und dem davor befindlichen französischen Soldatenfriedhof. Kaum vorstellbar war für sie, in Anbetracht der vielen weißen Kreuze, welches Leid diese Schlacht für jeden Einzelnen, aber auch die Familien gebracht haben mag. Äußerst beklemmend fanden sie auch den Besuch des ehemaligen Forts Thiaumont, von dem aufgrund der heftigen Gefechte, die sich an dieser Stelle zugetragen haben, bis auf wenige Steinreste und Drahtverhaue nichts übrig geblieben war.

Am Ende des Tages fuhren die Schüler tief beeindruckt nach Hause und man war sich darüber einig, dass Verdun nicht nur ein ehemaliges Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs ist, sondern vielmehr eine Mahnung an den Frieden zwischen beiden Ländern und in Europa.






04.01.2017


Schulkinder von der Realschule plus Oberwesel gewannen Hauptpreise

Überraschung für die Schule: Sie erhält den Schulpreis


Strahlende und erwartungsvolle Gesichter bei der Preisverleihung zum Mal- und Zeichenwettbewerb „Einfälle gegen Unfälle“ der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit Ministerialdirigentin Barbara Mathea vom Ministerium für Bildung zeichnete Geschäftsführer Manfred Breitbach alle Hauptgewinnerinnen und -gewinner mit einer Urkunde, einem Geldpreis sowie einem Buch aus. Die Kinder waren mit ihren Eltern und Lehrpersonen aus allen Regionen des Bundeslandes nach Andernach gekommen. Während der Feier hatten die jungen Künstlerinnen und Künstler Gelegenheit, ihre prämierten Gemälde vorzustellen. Mit dabei Levente Czébely und Luisa Leidig von der Heuss-Adenauer-Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel. Für das eingereichte Bild erhielt Levente den ersten Preis. Auf die Schule selbst wartete bei der Unfallkasse eine besondere Überraschung: Sie wurde mit einem Schulpreis ausgezeichnet.

„Dieser Termin kurz vor Weihnachten gehört für mich zu den schönsten und wichtigsten Veranstaltungen im Jahr. Unser Anliegen, das Thema Prävention in die Schulen zu tragen, ist uns auch in diesem Jahr mit dem Wettbewerb gelungen. Eure Bilder zeigen deutlich: Ihr habt euch im Unterricht intensiv mit der Thematik befasst“, richtete sich Manfred Breitbach lobend an die ausgezeichneten Kinder.

„Wenn es diesen Wettbewerb nicht gäbe, müsste man ihn erfinden. Ich bin in jedem Jahr wieder begeistert zu sehen, wie gut die Schülerinnen und Schüler gefährliche Situationen erkennen und mit wie viel künstlerischem Einfallsreichtum sie ihre ‚Einfälle gegen Unfälle‘ darstellen. Diese Zeichnungen, die ganz unmittelbar die Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler abbilden, sensibilisieren für Unfallrisiken und zeigen auf kreative Weise, wie man Unfälle vermeiden kann“, zeigt sich Ministerialdirigentin Barbara Mathea überzeugt.

4.119 Sechstklässler aus 130 rheinland-pfälzischen Schulen beteiligten sich in diesem Jahr am Wettbewerb. Dieser findet bereits seit 1982 mit großer Beteiligung der Schulen statt – fast 100.000 Kinder beschäftigten sich in dieser Zeit mit Präventionsthemen, für die sie die Unfallkasse mit dem Wettbewerb sensibilisieren möchte.

Während der Veranstaltung überraschte Geschäftsführer Manfred Breitbach einige Schulen mit einem Sonderpreis für ihr besonderes Engagement beim Wettbewerb. Diese Gewinne, die für die Schulgemeinschaft bestimmt sind, gehen an die Friedrich-Schweitzer-Schule in Westerburg, die Heuss-Adenauer-Mittelrhein-Realschule plus in Oberwesel, das Elisabeth-Langgässer-Gymnasium in Alzey und die Private Schönstätter Marienschule in Vallendar. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler dürfen sich über einen Buchpreis freuen, der ihnen über ihre Schule zugestellt wird. Alle Kinder, die sich am Wettbewerb beteiligt haben, erhalten von der Unfallkasse einen kleinen Anerkennungspreis.






18.12.2016


Abschlussfahrt der Klasse 10a nach London vom 04. - 09.12.2016


Pünktlich um 21.30 Uhr standen 31 Schüler mit ihren Eltern und Geschwistern am Busbahnhof in Oberwesel und warteten voller Vorfreude auf den Startschuss für die langersehnte Fahrt in die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs. Nachdem der Bus mit bedeutsamen Utensilien wie Schminkkoffer, Glätteisen, Wasserkocher und einem lebensgroßen Teddy beladen war, starteten wir in Richtung Dünkirchen, um dann mit der Fähre nach Dover überzusetzen und nach erneuter zweistündiger Busfahrt London zu erreichen. Im Hostel angekommen erhielten die Schüler die überlebenswichtige Information seitens der Hostelangestellten, das WLAN-Passwort. Was auch immer zu Hause vergessen wurde, dank Passwort, Handyladekabel und Steckdosenadapter war die Klassenfahrt nahezu gerettet (zusätzliche essentielle Pflegeprodukte für unbeschreiblich schöne und weiche Haut wurden während unseres Aufenthaltes noch direkt vor Ort im Wert von 100 englischen Pfund erworben und der mobilen Beautybar hinzugefügt).

Ankunft 11 Uhr. Nachdem 20 qm Koffer in einem 4 qm großen Holzschuppen kraftvoll verstaut waren, ging es endlich los! Von Piccadilly Circus aus verschafften wir uns einen kleinen Überblick über die atemberaubende Stadt, dabei durfte ein Besuch bei Trafalgar Square, dem beeindruckenden Buckingham Palace und Leicester Square nicht fehlen. Auch Covent Garden mit seinen vielen kleinen Marktständchen stand am ersten Tag noch auf unserem Programm. Todmüde – manche Schüler waren bereits beim Warten an der U-Bahn-Station eingeschlafen - kamen wir im Hostel an und man hörte aus keinem Zimmer mehr einen Mucks.

Der zweite Tag begann mit einer dreistündigen Stadtrundfahrt, bei der wir sämtliche Highlights der Stadt kennenlernen durften und zahlreiche Insider-Informationen erhielten. Bei Madame Tussauds kamen wir dann den Stars zum Greifen nahe. Auch wenn sie nur aus Wachs waren, wurden unzählige täuschend echte Schnappschüsse mit den Prominenten und Weltstars gemacht. Das London Eye bot uns im Anschluss ein atemberaubendes Panorama über die mit Tausenden Lichtern beleuchtete und prachtvoll funkelnde weihnachtlich geschmückte Metropole. Der Abend endete mit einem Besuch der Entertainment-Bezirke Soho und China Town.

Am dritten Tag kamen wir bei Harrods, dem berühmten Kaufhaus der Schönen und Reichen (mit 11.000 an der Außenfassade angebrachten Lichtern), aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dem folgte großer Grusel, als wir im London Dungeon über die dunkle Geschichte von London mit Jack the Ripper, the Great Fire, Blake und Guy Fawkes informiert wurden. Im Anschluss an das London Dungeon besichtigten wir ein weiteres Wahrzeichen von London, die eindrucksvolle, in einem wunderschönen vorabendlichen pupurfarbenen Schimmer liegende Tower Bridge. Das Winter Wonderland mit seinen vielen spektakulären Fahrgeschäften und leckeren verschiedenartigen Imbissbüdchen ließ den dritten Tag, für die einen mehr, für die anderen weniger rasant, ausklingen. Gestärkt und gleichzeitig müde fielen wir in die Betten.

Auf dem bekannten Camden Market konnten wir am folgenden Tag Köstlichkeiten aus aller Welt kennenlernen und genießen. Nach einem weiteren Besuch der zentralen Stadtteile erledigten wir noch letzte Besorgungen, kauften kleine Souvenirs und sicherten uns die Verpflegung für die unmittelbar bevorstehende Heimreise, die um 18.00 Uhr wieder Richtung Dover startete.

Das Wetter war - bis auf den letzten Tag - mild und freundlich, lediglich in den letzten Stunden regnete es kurzzeitig ein wenig, was uns glauben ließ, dass der Himmel nun weinte, weil unsere wunderschöne und erlebnisreiche Reise an dieser Stelle leider schon ein Ende gefunden hatte.






13.11.2016


Zahlreiche Betriebe besuchten die Realschule plus Oberwesel


Zum Berufsinformationstag 2016 waren 22 Betriebe aus unterschiedlichen Bereichen in die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel gekommen, deren Vertreter sich den Schülern vorstellten und Rede und Antwort standen.

Neben vielen großen Betrieben wie der BOMAG, Hahn Automation, Deutsche Bahn oder Continental Teves waren auch kleinere Betriebe wie Elektro Jäckel oder BISolar vertreten. Aus dem sozialen Arbeitsfeld nahmen aufgrund der verstärkten Nachfrage bei den Schülerinnen und Schülern in den vergangenen Jahren mit der Loreleyklinik Oberwesel, der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Bad Kreuznacher Diakonie und auch erstmals mit den Mittelrhein-Kliniken gleich drei Betriebe teil. Die BBS Boppard, stellvertretend für die weiterführenden Schulen, gab Auskunft und präsentierte die Möglichkeiten nach dem Schulabschluss.

In zwei Workshops, die die Schüler zuvor frei wählen konnten, stellten sich die Betriebe vor, um dann auf die verschiedenen Ausbildungsplätze ihrer Branche hinzuweisen. Arbeitsaufgaben, Ausbildungsdauer, Bewerbungsbesonderheiten, Kompetenzen und vieles mehr waren Themen der Workshops. Durch die Vielzahl an Betrieben waren die Teilnehmerzahlen der einzelnen Workshops meist relativ niedrig, so dass die Betriebe gezielt und individuell auf die Schülerinnen und Schüler eingehen konnten, was von Seiten der Betriebe wurde sehr begrüßt wurde.

In offenen Fragerunden sammelten die Schüler Informationen aus erster Hand. Bei einigen Betrieben waren aber auch praktische Dinge gefragt. So hatte die BOMAG eigens einen Schweißapparat mitgebracht, mit dem die Schüler üben konnten.

Nicht nur die Teilnehmer zeigten sich zufrieden, auch die Betriebe verließen gut gelaunt die Realschule. „Wir hatten einen ganz spannenden Workshop, bei dem die Schüler toll mitgemacht haben und bei dem man gemerkt hat, dass viele sehr interessiert an dem Beruf sind“, so Katja Hahn, Personalreferentin bei der BOMAG. Dankbar waren auch viele Betriebe für den organisatorischen Rahmen, der es ihnen erlaubte, gezielt auf Fragen einzugehen und ihnen dennoch viele Freiheiten ließ. Dass die Veranstaltung rundum gelungen war zeigt, dass alle Betriebe im kommenden Jahr wiederkommen wollen.


Wir danken folgenden Betrieben, die uns beim Berufsinformationstag unterstützt haben:

Rheinhotel Bellevue, BOMAG, Kreissparkasse, Kreishandwerkerschaft, Ehrhardt & Partner, Oberfinanzdirektion Koblenz, Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Bad Kreuznacher Diakonie, Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises, Hahn Automation, Loreleyklinik Oberwesel, Physiotherapeutische Abteilung der Loreleykliniken, Elektro Jäckel, Volksbank Rhein-Hunsrück, Bundeswehr, Bisolar – Energiekonzepte, Continental Teves, Mann & Partner, Corona Dental Gensingen, Mittelrhein-Kliniken, Deutsche Bahn, BBS Boppard und die Polizei.






13.11.2016


Englischinterview mit Charmaine Häusl


Schüler der Realschule plus Oberwesel stellen Fragen auf Englisch an den U23-Spieler

Ein Thema, das in der heutigen Zeit immer wichtiger wird, ist die multilinguale Kommunikation. Dabei steht Englisch als sogenannte Weltsprache natürlich im Vordergrund. Man gebraucht sie nicht nur im Urlaub oder beim Hören von Musik, sondern heutzutage auch fast in jedem Beruf. Deswegen haben sich die Schüler der Klassen 7 und 8 der Realschule plus Oberwesel zusammen mit ihrem Englischlehrer Marcel Griesang mit dem Mainzer U23-Spieler Charmaine Häusl, gebürtig von den Seychellen, für ein Englischinterview in der OPEL ARENA getroffen.

Der im Januar 1996 geborene Häusl stand den Schülern Rede und Antwort. Die Klassen hatten sich im Vorfeld reichlich Fragen ausgedacht und ihm diese dann auf Englisch gestellt. Das Ganze fand in einem lockeren, lustigen und professionellen Umfeld im 05er-KidsClub-Raum in der OPEL ARENA statt.

Die Jugendlichen erfuhren einiges über Charmaines Leben bevor er nach Mainz kam und wie sich sein Leben seitdem verändert hat. Der U23-Spieler gab außerdem tiefe Einblicke in sein Familienleben. Die meistgestellten Fragen drehten sich um seinen Beruf oder wie er sagte "getting money for doing my hobby". Mit dem Motto "focus on football" hat er es geschafft Fußballer zu werden, denn er hat bereits seit seinem 8. Lebensjahr alles dafür gegeben. Er äußerte sich zu seinem Tagesablauf und sagte den Schülern, dass der spanische Nationalspieler Sergio Ramos von Real Madrid sein Vorbild sei. Überdies  gab er Auskunft darüber, für welche Vereine er bereits gespielt hat (1860 München und Augsburg) und er neben dem Fußball auch gerne GoKart fährt oder Playstation spielt. Er isst am liebsten Burger und Spezialitäten aus seinem Herkunftsland. Es gab viele Fragen in Richtung Soziale Medien und von Interesse war natürlich, ob er eine Freundin habe. Zur Frage "Do you have a nickname?", nickte er und sagte "My nickname is Jimmy".

Zum Schluss interessierte sich die Gruppe noch für seine Ziele als Fußballer. So erfuhren sie beispielsweise, dass er gerne einmal international spielen möchte, aber sein primäres Ziel zunächst die erste Mannschaft von Mainz 05 sei. Sein größtes Erlebnis war es, dass er in der Jugend schon sieben Mal das Trikot der Nationalelf tragen durfte und für diese ein Tor erzielt hat. Bezeichnenderweise hatte er dieses im Länderspiel gegen Schottland erzielt. Einer der Schüler fragte ihn "What do you feel, when you enter the field on a matchday?" Darauf antwortete Häusl, dass er jetzt nicht mehr so sehr aufgeregt sei, wie in seinen Anfangszeiten. Sein Leben nach der Karriere kann er sich noch nicht vorstellen, aber eines ist sicher: "to have a famliy would be nice".

Nach der Fragerunde stand Häusl den Schülern für zahlreiche Fotos und Autogramme zur Verfügung. Zum Abschluss absolvierten die Schüler eine Stadionführung durch die OPEL ARENA, die die lehrreiche und informative Veranstaltung abrundete.

Am Ende sei noch angemerkt, dass der Besuch Charmaine Häusl offensichtlich Glück gebracht hatte. Obwohl er mehrmals innerhalb der Fragerunde darauf hingewiesen hatte, das er aufgrund seiner Position als Abwehrspiel nicht so viele Tore erziele, sollte er am Sonntag nach dem Interview prompt im Liga Spiel gegen Rot Weiß Erfurt treffen (das Spiel endete 1:1). Wenn dies immer so ist, sollten die Spieler vom FSV Mainz 05 wohl öfter mit Schülern aus Oberwesel zum Interview zusammen kommen.






13.11.2016


Oberweseler Realschüler besuchen Gedenkstätte Buchenwald


Am 9. November besuchten die Klassen 9c und 9d der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Marcel Griesang und Daniela Forster sowie Geschichtslehrer Dirk Zorbach die Gedenkstätte Buchenwald in der Nähe von Weimar.

Der Termin für die Tagesfahrt war sehr bewusst gewählt, da er mit der Reichspogromnacht, die am 9. November 1938 stattgefunden hatte und zu der auch eine von der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus organisierte Gedenkfeier in Oberwesel stattfand, zusammenfiel. In dieser Nacht hatten die Nationalsozialisten zur Gewalt gegen Juden und deren Besitz aufgerufen.

Anlass der Exkursion war die aktuelle Lektüre der beiden Klassen im Deutschunterricht: „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne. In diesem Roman geht es um den neunjährigen Bruno, Sohn eines Lagerkommandanten im Konzentrationslager, der die Vorgänge dort aus seiner naiven, kindlichen Perspektive wahrnimmt und sich mit einem gleichaltrigen jüdischen Jungen anfreundet.

Im Vorfeld hatten sich die Jungendlichen intensiv auf die Fahrt vorbereitet und gemeinsam mit ihren Lehrern Hintergründe und geschichtliche Fakten zum Nationalsozialismus und zu Konzentrationslagern aufgearbeitet. Vor Ort wurde an keiner klassischen Führung teilgenommen sondern die Schüler selbst präsentierten, mit Unterstützung und Ergänzung durch ihre Lehrkräfte, ihr Wissen zu verschiedenen Aspekten des Lagers, wie beispielsweise zum Lagerkommandanten Otto Koch, dem Arrestzellenbau, dem brutalen Aufseher Martin Sommer, dem Krematorium oder der Rolle von Buchenwald als Ausbildungslager der sogenannten Totenkopfverbände. Auch mit dem Schicksal Paul Schneider, einem Pfarrer aus dem Hunsrück, der in Buchenwald inhaftiert war und dort auch starb, setzte sich die Gruppe auseinander.

Es bleibt zu hoffen, dass die Exkursion den Schülern nicht nur zu einem vertieften Verständnis ihrer Lektüre im Deutschunterricht sondern vor allem zu einem vertieften Verständnis der deutschen Geschichte verhelfen konnte.

Abschließend gilt ein herzlicher Dank dem Förderkreis Oberwesel, gegründet von Margot Hütte, die durch ihre großzügige Unterstützung die Fahrt ermöglicht hat.






13.11.2016


Berufsorientierung: Referenten stellten verschiedene Möglichkeiten vor


Die Mensa der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus war prall gefüllt. Ca. 150 Gäste, sowohl Eltern als auch Schülerinnen und Schüler, hatten sich zum Informationsabend zur Berufsorientierung versammelt, der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand. Gleich fünf Gäste waren der Einladung in die Oberweseler Schule gefolgt. In einem ersten gemeinsamen Teil stellte Frau Keiger das Ausbildungssystem und die Bundesagentur für Arbeit vor. Es folgte Herr Klas von der Handwerkskammer, der die Bedeutung des Handwerks hervorrief und die guten Möglichkeiten, die derzeit in diesem Arbeitsfeld existieren, näher erläuterte. Daneben waren auch Vertreter weiterführender Schulen in Person von Herrn Meckel von der BBS Boppard sowie Herrn Wagner und Herrn Hahn von der Julius-Wegeler-Schule Koblenz angereist. Unser neuer Jobfux Herr Garmhausen stand ebenfalls Rede und Antwort für alle Interessierten. Danach trafen sich die Gäste in einzelnen Workshops, um so den Referenten auf den Zahn zu fühlen und in vertiefte Gesprächsrunden einzusteigen. Alle Angebote wurden sehr gut angenommen und besucht, sodass nun bereits die Entscheidung gefallen ist, die Veranstaltung auch im kommenden Jahr anzubieten, wobei die Rückmeldungen der Schüler und Eltern aufgegriffen werden, um den Ablauf weiter zu optimieren.






13.11.2016


Une rencontre franco-allemande: Besuch des France-Mobils


Das France-Mobil war wieder on Tour: Am 25. Oktober 2016 besuchte Thomas Colin, Lektor des Deutsch-Französischen Jugendwerks, die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel, um dort die Französischschüler der sechsten und siebten Klassen spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern. Dabei im Gepäck: Französische Musik und viel Bildmaterial aus Frankreich sowie diverse Sprachspiele, mit denen Herr Colin aus den Schülern sehr schnell herauskitzelte, was sie schon alles auf Französisch kennen und können. Im Rahmen der durchgeführten Unterrichtsstunden vermittelte er den Schülern, aber auch Lehrern und Eltern, ein zeitgemäßes Frankreichbild und lieferte interessante Informationen zur Fremdsprachenwahl.

Das Programm France-Mobil wurde 2002 von der Robert-Bosch-Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. France-Mobil steht – ebenso wie das Pendant mobilclasse.de in Frankreich – unter der Schirmherrschaft von Olaf Scholz, Erster Bürgermeister Hamburgs und Bevollmächtigter für deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit sowie Najat Valtaud-Belkacem, Ministerin für Bildung, Hochschulen und Forschung in Frankreich. In den vergangenen 14 Jahren erreichte das Programm mit seinen Aktionen und Angeboten bundesweit über eine Million Schüler an über 13000 Schulen. Die zahlreichen Anfragen der Französisch-Lernenden in Deutschland zeugen vom Erfolg der fahrenden Kulturinstitute. Die Renault-Deutschland AG stellt die Fahrzeuge zur Verfügung, mit denen die Lektoren Kindergärten, Grund-, Real- und Berufsschulen sowie Gymnasien in ganz Deutschland ansteuern.

Die Vorfreude darüber, dass in diesem Jahr auch die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel an dem Programm teilnehmen durfte, war bei den Französischschülern vor Ort groß. Als Herr Colin dann endlich kam und mit ihnen ein buntes Programm auf Französisch durchführte, das alle zum Mitmachen aufforderte, zeigten sie sich hochmotiviert und experimentierfreudig, sodass die Zeit für alle wie im Fluge verging. Einige Schüler hätten sich an dem kurzweiligen Morgen gerne noch länger in der französischen Sprache „ausprobiert“ oder weitere Fragen zu Sprache und Kultur des Nachbarlandes gestellt. Sogar nachdem Herr Colin die Rückfahrt nach Mainz schon längst angetreten hatte, konnte man auf den Schulfluren noch das ein oder andere freudige „Bonjour!“, „Salut!“ oder „Coucou!“ vernehmen, was viele schöne Erinnerungen an das gemeinsam Erlebte hervorrief.

Die Französischschüler und -lehrer der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel bedanken sich besonders bei Herrn Colin für die durchaus gelungene deutsch-französische Begegnung und hoffen auf eine baldige Wiederholung einer solchen Veranstaltung – Merci beaucoup et à la prochaine!






30.10.2016


Elternschaft der Realschule plus Oberwesel wählt Schulelternbeirat


In einer konstituierenden Sitzung am Mittwoch, 5. Oktober 2016, wählten die Elternvertreter aller Klassen aus ihrer Mitte den Schul­eltern­beirat der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus für die Dauer von zwei Jahren.

Frau Kerstin Kasper, Schulelternsprecherin im scheidenden Schulelternbeirat, resümierte in ihrer Ansprache die zahl­reichen Initiativen und Aktivitäten des Schul­elternbeirats in den zurückliegenden zwei Schul­jahren.

Anschließend dankte ihr Schulleiter Christoph Vickus (Foto, Mitte) mit einem Blumenstrauß und den übrigen Schulelternbeiratsmitgliedern für die geleistete Arbeit in der letzten Amts­periode und lobte nochmals die harmonische und konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Elternvertretern und der Schul­leitung.

In offener Wahl wurden der neue Schuleltern­beirat und seine Vertreter gewählt. Aufgrund der guten Kooperation in den vergangenen Jahren stellten sich nahezu alle Schulelternbeiratsmitglieder nochmals zur Wahl und wurden von den anwesenden Klassenelternvertretungen durch Wiederwahl in ihrem Amt bestätigt.

Den Vorsitz im neuen Schulelternbeirat führt Kerstin Kasper (Foto, Mitte)  weiter, ihr Vertreter in der kommenden Amtsperiode bleibt Andreas Mollink (Foto, ganz rechts).  Rona Henrich, Ramona Seibert, Nicole Keßler, Simone Horn, Silvia Lehnigk, Sabine Görs und Bianca Gehrmann (von links) ergän­zen zum 9-köpfigen Gremium. Zu Vertretern wurden gewählt: Ralph Kapell, Stephan Blanckart, Carina Rüdesheim, Sabine Epstein, Ruth Mebus, Stephanie Leidig, Alexandra Stahl, Manuela Fassing und Karin D‘Avis.

Schulelternbeirat und Schulleitung freuen sich auf eine weiterhin sehr erfolgreiche Zusammen­arbeit.






02.10.2016


Der neue „Wildwuchs“ ist da


Der Regionalrat Wirtschaft (ReWi) hat auch in diesem Jahr für alle Schulen mit Einzugsgebiet der Region Rhein-Hunsrück das Buch „Wildwuchs“ herausgebracht. Darin stellen sich zahlreiche Betriebe vor und informieren über Praktikumsplätze und Lehrstellen. Auch die Schüler der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus Oberwesel erhielten kostenlose Exemplare und können sich nun noch besser über die Betriebe der Region informieren. Zudem bekam die Schulgemeinschaft noch 20 T-Shirts vom ReWi.










02.10.2016


Schüler besuchen Bundesligaspiel von Mainz 05


Als Partnerschule von Mainz 05 bekam die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus wieder exklusiv 50 Eintrittskarten für eines der Spiele der Mannschaft zur Verfügung gestellt. So konnten interessierte Schüler und Lehrkräfte gemeinsam die Partie gegen die TSG Hoffenheim am Sonntag, 11. September 2016, besuchen.

Im Vorfeld konnte niemand ahnen, ein so ereignisreiches Bundesligaspiel erleben zu dürfen. Mit dem Zug ging es zunächst von Bacharach aus zum Hauptbahnhof Mainz, von wo aus die Gruppe in einem Shuttlebus zum Stadion gebracht wurde. Dort konnten die Oberweseler dann zusammen mit ca. 27.000 anderen Zuschauern insgesamt acht Tore erleben. Beim Halbzeitstand von 4:1 rechneten wohl alle, insbesondere die Mainz-Fans, mit einem sicheren Sieg. Doch in der zweiten Hälfte konnten die Hoffenheimer gegen die nach einer gelb-roten Karte auf zehn dezimierten Spieler von Mainz noch den 4:4-Ausgleich erzielen.

Neben dem aufregenden Spiel gab es, wie so oft es auf solch einer Fahrt, weitere unvorhergesehene Ereignisse. Dazu gehörten der unfreiwillige Besuch der Erste-Hilfe-Station im Stadion, die lange Warteschlange vor der Rucksackrückgabe oder das Nichterreichen des gewünschten Rückfahrtzuges. Auch bei späterer Rückreise erreichten alle Schüler und Lehrer gesund und munter ihr Zuhause und konnten von vielen spektakulären Toren vor dem eigenen Sitzplatzblock berichten. Dafür bedankt sich die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus herzlich mit einer Spende von 100 Euro an die soziale Einrichtung „Mainz 05 hilft e.V.“ und hofft auf eine weiterhin engagierte Partnerschaft mit Mainz 05.






02.10.2016


Aktion Tagwerk 2016


Im letzten Schuljahr nahm die Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus erstmals an der Aktion Tagwerk teil. Bei dieser Aktion arbeiten Schüler einen Tag in einem Betrieb oder im privaten Bereich und spenden das erwirtschaftete Geld an Aktion Tagwerk. Dieser Verein wurde 2002 in Rheinland-Pfalz gegründet und seit 2008 finden bundesweit Veranstaltungen von Aktion Tagwerk statt. Mit diesem Geld werden überwiegend Projekte in Afrika unterstützt. Dort werden in Ländern wie Burundi, Uganda, Ruanda, Ghana und Südafrika schulische oder soziale Projekte mit finanziellen Mitteln gefördert. Seit jüngster Vergangenheit werden auch Projekte in Deutschland unterstützt. Genauso werden in über 40 Ländern Schulpartnerschaften von deutschen Schulen mit dortigen Schulen gefördert. Am Dienstag, 21. Juni 2016, war der bundesweite „Aktion Tagwerk Tag 2016“, an dem die Realschule plus Oberwesel erstmals teilnahm. Dabei engagierten sich ungefähr 100 Schüler, die einen Betrag von ca. 2.800 € als Spendensumme erwirtschaften konnten. Die Hälfte dieses Geldes geht direkt über das Ministerium an die Partnerschule in Ruanda. Die andere Hälfte wird von Aktion Tagwerk in andere Projekte fließen. Für einige Schüler war dies auch der erste Kontakt zu einer Firma in unserer Region und in den Ablauf von Arbeitsprozessen. An dieser Stelle bedankt sich die Schule nochmals bei allen Schülern, aber besonders auch bei den Betrieben und Privatpersonen, die diese Aktion unterstützten und so einen Beitrag leisteten, dass  z. B. Kinder in anderen Ländern zur Schule gehen können oder verwaiste Kinder in einem Kinderheim aufwachsen. Die Schulgemeinschaft der Heuss-Adenauer Mittelrhein-Realschule plus sagt „Dankeschön“.






14.09.2016


53 neue Fünftklässler an der Realschule plus Oberwesel


Große Steine, kleine Steine, runde Steine, flache Steine, schwere Steine, spitze Steine und kantige Steine … und Glückssteine mit Marienkäfer.

Die Einschulungsfeier in Oberwesel stand unter dem Motto „Steine“. In einer kleinen Andacht haben die Mädchen und Jungen, gemeinsam mit Pastoralreferent Friedhelm Wessling, verschiedene Steine untersucht und deren Eigenschaften mit dem Schulalltag an der neuen Schule in Zusammenhang gebracht. So stellten sie fest, dass einige Steine vom Wasser in der Natur in langer Zeit rund und glatt geschliffen wurden; genauso, wie sich die Kinder in ihrer Schulzeit verändern und entwickeln werden. Manche Steine wurden vom Mensch geformt, so wie es auch in der Schule Menschen gibt, die anleiten und begleiten.

Die 6. Klassen hatten einige unterhaltsame und abwechslungsreiche Beiträge einstudiert. Die Bläserklasse 6b begrüßte unter Leitung von Franziska Reinholdt und Julia Kingen mit dem „Song of joy“. Die Klasse 6a hatte mit der Klassenlehrerin Alicja Sommer Fürbitten erarbeitet. Die Kinder aus der 6c gaben mit ihrer Klassenlehrerin Christiane Cronester den neuen Fünftklässlern gute Wünsche mit auf Weg, auf Deutsch und in einigen Muttersprachen. Von Dirk Zorbach am Klavier begleitet und unter Leitung von Franziska Reinholdt wurde der Schulsong der Realschule plus präsentiert.

„Hier trifft man sich, hat Spaß, und häufig lernt man auch noch ´was“ ist eine Liedzeile des Schulsongs, die vom Schulleiter Christoph Vickus als Ausblick auf die kommenden Jahre zu Beginn seiner kleinen Ansprache aufgegriffen wurde. Gemeinsam mit Claudia Weber, der pädagogischen Koordinatorin der kooperativen Realschule, wurde ein Schulrucksack ausgepackt, um heraus zu finden, was die Mädchen und Jungen alles im Gepäck haben: Neue Schulbücher mit spannenden Inhalten, verbunden mit der Möglichkeit, neue Interessen und Stärken zu entdecken. Eine Brotdose als Zeichen der Unterstützung und Fürsorge durch die Eltern sowie eine Grußkarte der ehemaligen Grundschullehrerin mit den besten Wünschen und einer Versicherung an die Kinder, den neuen Herausforderungen gewachsen zu sein, waren auch im Rucksack zu finden. Aber auch ein Sorgenfresser war im Gepäck, der dafür stand, dass alle gemeinsam daran arbeiten, dass kleinere oder auch größere Sorgen keine dauerhaften Wegbegleiter sein werden.

Am Ende der Feier haben alle Schülerinnen und Schüler von ihren neuen Klassenleitern Manuela Baab, Sarah Fraund und Peter Krämer einen kleinen Glücksstein bekommen. Während sich die Eltern in der vom Schulelternbeirat und Patric Muders organisierten Cafeteria bei Kaffee und Kuchen unterhielten, haben die Mädchen und Jungen ihre ersten Unterrichtsstunden erfolgreich bewältigt.

Die 53 Fünftklässler werden zukünftig in einer klassischen Ganztagsklasse, in einer Bläserklasse mit Ganztags- und Halbtagsschülern und einer Halbtagsklasse geführt.

E-Mail: sekretariat@sz-oberwesel.de Formular Krankmeldung

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